08.07.2008 12:39
Drucken |

Schrift:

UPDATE2: BASF bekräftigt Jahresziel und hebt Ölpreisprognose an

   (NEU weitere Aussagen vom Investorentag in London)

Von Heide Oberhauser-Aslan

   DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Die BASF SE hat ihre Umsatz- und EBIT-Prognose vor dem Hintergrund eines sich abschwächenden Wachstums in der Chemiebranche für 2008 erneut bekräftigt. Der Chemiekonzern rechnet unter der Annahme eines unveränderten Portfolios mit einem Umsatzanstieg und einem leichten Anstieg des EBIT vor Sondereinflüssen, wie am Dienstag aus einer Präsentation anlässlich einer Investorenveranstaltung in London hervorgeht.

   "Ich bin zuversichtlich, dass BASF trotz der Ölpreisentwicklung und der dadurch stark gestiegenen Beschaffungskosten ihre Ziele 2008 erreichen wird", sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht in London.

   Zugleich hob der Konzern seine Ölpreisprognose für 2008 an. BASF kalkuliere nun im Jahresdurchschnitt mit einem Ölpreis von 120 USD pro Barrel. Bisher hatte BASF ihren Annahmen einen Ölpreis von 90 USD/Barrel zu Grunde gelegt.

   Auch die Prognose für den Wechselkurs erhöhte das Unternehmen leicht. Wie aus der Präsentation hervorgeht, rechnet das Unternehmen nun im Jahresdurchschnitt mit einem Wechselkurs von 1,55 USD/EUR. Bislang hatte BASF mit einem Wechselkurs von 1,50 USD/EUR kalkuliert.

   Im Jahr 2007 hatte BASF Erlöse von 57,951 Mrd EUR erzielt und ein EBIT vor Sondereinflüssen von 7,614 Mrd EUR.

   Des Weiteren hat BASF ihre Annahme für das Wachstum der Chemieproduktion für das laufende Jahr leicht zurückgenommen. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, rechnet der Chemiekonzern 2008 nun mit einem Wachstum der Chemieproduktion (ohne Pharma) von 2,4%. Bisher war der Chemiekonzern von einem Wachstum von 2,8% ausgegangen.

   Das Unternehmen stellte zugleich ein langfristiges Finanzziel vor. Für die kommenden fünf Jahre setze sich BASF ein EBITDA-Margenziel von 18%, hieß es. Dem Ziel liege ein unverändertes Portfolio, ein Ölpreis (Brent) von 100 USD pro Barrel sowie ein Wechselkurs von 1,40 bis 1,50 USD/EUR zu Grunde, erklärte der Chemiekonzern.

   Im gleich Zeitraum soll das durchschnittliche Mengenwachstum bei BASF zwei Prozentpunkte über dem Chemiemarkt liegen. Das Unternehmen rechne damit, auch in der konjunkturellen Talsohle eine EBITDA-Marge von mehr als 14% zu erzielen, heißt es in der Präsentationsunterlage.

   Hambrecht wies vor dem Hintergrund eines weltwirtschaftlich schwieriger werdenden Umfeldes auf die Vorteile des in den vergangenen Jahren konsequent auf profitable Wachstumsmärkte ausgerichtetes Portfolios hin. So habe sich der Umsatzanteil der im Vergleich zu Standardprodukten dynamischer wachsenden Spezialitäten (ohne Öl & Gas und Edelmetallhandel) von 54% im Jahr 2003 auf nun 63% erhöht. Dadurch könne BASF konjunkturelle Schwankungen besser abfedern als in der Vergangenheit, hieß es.

   Neue Produkte und die Anwendung innovativer Verfahren sollen dem Wachstum nach BASF-Angaben in den kommenden Jahren weitere Dynamik verleihen.

Webseite: http://www.basf.de

-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/brb (END) Dow Jones Newswires

   July 08, 2008 06:35 ET (10:35 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 35 AM EDT 07-08-08

Aktien in diesem Artikel

BASF SE 39,4 +0,0%
Wie beurteilen Sie Ihre aktuelle wirtschaftliche Situation?
Besser als vor einem Jahr
Schlechter als vor einem Jahr
Unverändert




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige