27.03.2008 16:57
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UPDATE2: Continental saniert Antriebssparte Powertrain

(NEU: mit mehr Neumann) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES REGENSBURG/HANNOVER (Dow Jones)--Nach der Übernahme von Siemens VDO will die Continental AG die schwächelnde Antriebssparte Powertrain nun auf Rendite trimmen und dabei weitere Stellen streichen. Auch Werksschließungen seien denkbar, sagte Continental-Vorstand Karl-Thomas Neumann, der die Sparte ab sofort leitet, am Donnerstag im Gespräch mit Dow Jones Newswires. Zusätzliche Kosten entstünden durch den Umbau jedoch nicht, betonte er. Die Aufwendungen für die Umstrukturierung seien bereits in dem Budget für die Eingliederung von VDO "von einem niedrigen dreistelligen Mio-EUR-Betrag" enthalten.

   Weltweit würden im Zuge der Restrukturierung in den kommenden zwei Jahren weitere 1.500 bis 2.000 Stellen gestrichen, erläuterte Cntinental-Sprecher Hannes Boekhoff. Gut die Hälfte der Arbeitsplätze solle in der Produktion wegfallen, ein Drittel im Service und in der Verwaltung, der Rest in der Forschung und Entwicklung. Continental wolle die Ingenieure jedoch "an Bord halten", betonte der Sprecher. Wie viele Jobs in Deutschland wegfallen, lasse sich aber noch nicht beziffern. Der Hannoveraner Automobilzulieferer hatte im Rahmen der Integration der ehemaligen Siemens-Sparte VDO bereits die Streichung von 2.000 Arbeitsplätzen angekündigt.

   Um bis 2010 die angestrebte Umsatzrendite von 10% zu erreichen, will Continental in der Antriebssparte, die neben Diesel- und Benzineinspritzsystemen auch Motor- und Getriebesteuerungen sowie Komponenten für Hybridantriebe fertigt, die gesamten Abläufe optimieren. So sollen die Benzin-, Dieselsysteme und Elektronik zum Geschäftsbereich Engine Systems zusammengefasst werden. Die schlankere Organisation "wird bereits kurzfristig positive Wirkung zeigen", erklärte Neumann. Derzeit sei die Sparte innerhalb des Konzerns am weitesten von dem Margenziel entfernt, sagte Neumann.

   Dabei will Continental möglicherweise auch Werke schließen. Weltweit habe Powertrain mehr als 40 Fabriken. "Insgesamt sind das zu viele", sagte Neumann. Zudem sei der Anteil an kostenintensiven Standorten etwa in Westeuropa und den USA zu hoch. Auch Conti könne sich dem Trend der Produktionsverlagerung gen Osten nicht entziehen, sagte Neumann.

   Continental hatte VDO im vergangenen Jahr für 11,4 Mrd EUR übernommen. Mit dem größten Zukauf der Unternehmensgeschichte stieg Conti zum weltweit fünftgrößten Automobilzulieferer auf. Von der Integration verspricht sich der Konzern Synergien von mehr als 300 Mio EUR ab dem Jahr 2010.

Webseite: http://www.conti-online.com - Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.com DJG/kat/nas (END) Dow Jones Newswires

   March 27, 2008 11:50 ET (15:50 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 50 AM EDT 03-27-08

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