31.10.2007 12:48
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UPDATE2: Fresenius erhöht nach gutem 3Q Ergebnisausblick

NEU: Aussagen aus der Pressekonferenz, Aktienkurs) Von Heide Oberhauser-Aslan Dow Jones Newswires FRANKFURT (Dow Jones)--Der Gesundheitskonzern Fresenius hat vor dem Hintergrund einer guten operativen Geschäftsentwicklung in allen Unternehmensbereichen und Regionen seine Ergebnisprognose angehoben. Das Unternehmen rechne für 2007 nun mit einem währungsbereinigten Anstieg des Jahresüberschusses von mehr als 25%, teilte die Fresenius SE am Mittwoch bei der Veröffentlichung des Neunmonatsberichts mit. Bisher hatte der Konzern ein währungsbereinigtes Wachstum um 25% in Aussicht gestellt.

   Auf der Pressekonferenz in Bad Homburg nannte Vorstandsvorsitzender Ulf M. Schneider erstmals auch eine Prognose für den berichteten Jahresüberschuss 2007. "Wir gehen davon aus, dass das Ergebnis nach Steuern 400 Mio EUR übertreffen wird, kündigte der Manager an. Im Jahr 2006 hatte der Jahresüberschuss 330 Mio EUR betragen.

   Beim Konzernumsatz zeigte sich Fresenius leicht optimistischer. Hier geht geht der Konzern nun von einer währungsbereinigten Zunahme von 9% bis 10% aus. Bisher waren 8% bis 10% prognostiziert worden. Mit den Zahlen zum dritten Quartal erfüllte Fresenius die Prognosen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten weitgehend. Der Umsatz lag leicht unter den Schätzungen, die Gewinnzahlen fielen etwas besser aus als von den Befragten prognostiziert. Der Konzernumsatz stieg auf 2,798 Mrd EUR, die Befragten hatten im Mittel mit 2,814 Mrd EUR gerechnet.

   Das EBIT verbesserte sich den Angaben zufolge auf 404 Mio EUR. Hier waren die befragten Analysten von 396 Mio EUR ausgegangen. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter legte das Ergebnis auf 103 Mio EUR zu. Analysten hatten im Mittel ihrer Schätzungen mit 100 Mio EUR gerechnet.

   Händler zeigten sich in einer ersten Reaktion zufrieden mit den Fresenius- Zahlen. "Die Daten sind weitgehend wie erwartet und beim EBIT und Nettoergebnis leicht besser ausgefallen", sagt ein Händler. Positiv wertet er auch den erhöhten Ergebnisausblick.

   Analyst Karl-Heinz Scheunemann von Metzler sprach von überzeugenden Zahlen. Das Unternehmen sei organisch in allen Bereichen gewachsen. Auch die Erhöhung der Ergebnisprognose sei positiv, komme aber nicht völlig unerwartet, meinte er. Seine Kaufempfehlung sieht der Analyst mit den Zahlen bestätigt.

   Die Sparte Fresenius Kabi, die spezialisiert ist auf Infusionstherapien und klinische Ernährung, verbesserte im Berichtsquartal Umsatz und Ergebnis. Der Umsatz kletterte um 9% auf 508 Mio EUR. Das EBIT stieg um 12% auf 83 Mio EUR und der Jahresüberschuss legte noch um 10% auf 45 Mio EUR zu. Den Spartenausblick für das Gesamtjahr 2007 bestätigte Fresenius. Der Geschäftsbereich rechnet weiter mit einem organischen Umsatzanstieg um um 6% bis 8%.

   Starke Wachstumsimpulse würden insbesondere aus den Regionen außerhalb Europas erwartet, hieß es. Aufgrund der positiven Umsatzentwicklung und weiteren Prozessverbesserungen in Produktion und Logistik rechnet Fresenius Kabi für 2007 mit einer EBIT-Marge von 16,0% bis 16,5%. Im Neunmonatszeitraum lag die EBIT- Marge bei 16,2%.

   Nach einem starken organischen Wachstum in allen Produktsegmenten in den zurückliegenden neun Monaten sehe Fresenius Kabi nun auch gute Chancen für Akquisitionen, sagte Schneider. Das Unternehmen habe mehrere kleinere und mittlere Akquisitionsmöglichkeiten aufgetan, sie könnten schon in den nächsten Monaten zum Abschluss kommen, ergänzte er.

   Als kleine Akquisitionen bezeichnete Schneider Zukäufe mit einem Kaufpreis von 10 Mio bis 20 Mio EUR. Mittelgroße Zukäufe seien Übernahmen zum Preis von bis zu 200 Mio EUR.

   Der Krankenhausbetreiber Fresenius ProServe erzielte einen leichten Umsatzrückgang um 4% auf 532 Mio EUR im Quartal. Das EBIT kletterte um 9% auf 47 Mio EUR. Der Jahresüberschuss legte noch um 5% auf 22 Mio EUR zu. Für Fresenius ProServe erhöhte der Konzern die EBIT-Prognose 2007 auf mehr als 170 Mio EUR. Bisher waren etwa 170 Mio EUR in Aussicht gestellt worden. Beim Umsatz werde unverändert ein organisches Wachstum von 2% bis 3% erwartet, hieß es.

   Die Dialysetochter Fresenius Medical Care hat bereits am Vortagabend ihre Zahlen veröffentlicht und einen Umsatz- und Ergebnisansteg gemeldet.

   Neben organischem Wachstum sieht Fresenius in allen Sparten Chancen für Wachstum über Zukäufe. Die Finanzierung etwaiger Zukäufe sei für Fresenius kein Problem, erklärte Schneider. "Wir haben erhebliches zusätzliches Kreditpotenzial und könnten jederzeit sehr deutlich über das heutige Verschuldungsniveau hinausgehen, sagte der Manager.

   Die Fresenius-Aktie legte bis um 12.27 Uhr um 5,7% zu und notierte bei 53,60 EUR.

Webseiten: http://www.fresenius.de http://www.fmc-ag.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/brb (END) Dow Jones Newswires

   October 31, 2007 07:44 ET (11:44 GMT)

   Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 44 AM EDT 10-31-07

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