06.05.2008 11:54
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UPDATE2: Sportartikelhersteller adidas glänzt vor Fußball-EM

(NEU: Einzelheiten, Aussagen von CEO Hainer) Von Christine Benders-Rüger

   DOW JONES NEWSWIRES

HERZOGENAURACH (Dow Jones)--Der Sportartikelhersteller adidas hat im ersten Quartal 2008 dank der Wachstumsträger der Marke adidas und TaylorMade-adidas Golf und im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft die Erwartungen übertroffen. Zudem hat der fränkische Konzern seine Profitabilität deutlich erhöht. Die operative Marge kletterte um 1,7 Prozentpunkte auf 10,8%. Ein kleiner Wermutstropfen war allerdings die Entwicklung in Nordamerika. Hier macht adidas auch der schwache Dollar zu schaffen. Die adidas-Aktie klettert bis gegen 11.29 Uhr um 4,6% auf 42,24 EUR und führt die Liste der Gewinner im DAX an.

   Die Zielvorgaben für das laufende Jahr bekräftigte die adidas AG. Der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer sagte am Dienstag während einer Telefonkonferenz: "Im Jahr 2008 werden wir sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn neue Höchstmarken erreichen. Vor uns liegt ein spannender Sommer. Bei den zwei wichtigen Sportereignissen, der UEFA Euro 2008 und den Olympischen Spielen, werden unsere Marken eindeutig im Mittelpunkt stehen. Wir sind daher optimistisch, dass wir auch in diesem Jahr trotz eines schwierigen Marktumfelds alle unsere Ziele erreichen werden."

   Negative Auswirkungen auf das Geschäft von adidas durch die anhaltenden Proteste gegen die chinesische Regierung vor den Olympischen Sommerspielen sieht Hainer nicht. "Wir sind glänzend in das Jahr 2008 gestartet", sagte er weiter. Der Konzernumsatz in Euro kletterte um 3% auf 2,621 Mrd EUR, währungsbereinigt wies adidas ein Umsatzwachstum von 10% aus. Das Ergebnis nach Anteilen Dritter erhöhte sich um 32% auf 169 Mio EUR.

   Verantwortlich für diese Entwicklung waren laut adidas die Erhöhung der operativen Marge und ein Rückgang der Nettofinanzaufwendungen. Darüber hinaus trug die Steuerquote des Konzerns, die im ersten Quartal um 0,4 Prozentpunkte auf 32% zurückging, zu dieser Entwicklung bei. Das Betriebsergebnis stieg um 23% auf 282 Mio EUR. Analysten hatten bei dem Konzern mit Sitz in Herzogenaurach einen Umsatz von 2,615 Mrd EUR, ein Ergebnis nach Anteilen Dritter von 156 Mio EUR und ein Betriebsergebnis von 264 Mio EUR erwartet. Ein Beobachter bezeichnete die Ergebnisse als "exzellent".

   Nach Regionen lief das Geschäft der adidas AG besonders gut in Asien und Lateinamerika. Der Umsatz des Konzerns in Asien stieg vor allem durch das Wachstum in China und Korea währungsbereinigt um 25%. In Lateinamerika legte der Umsatz währungsbereinigt mit Zuwächsen in allen wichtigen Märkten der Region um 18% zu. In Europa wuchs der Konzernumsatz im ersten Quartal aufgrund des Wachstums in den Schwellenländern der Region währungsbereinigt um 12%.

   Einen Umsatz- und Auftragsrückgang verbuchte der Konzern unterdessen in Nordamerika. In der Region verringerte sich der Konzernumsatz währungsbereinigt um 7%, infolge der niedrigeren adidas- und Reebok-Umsätze in den USA und Kanada. In Euro fiel der Umsatz hier sogar um 17%. Auf Konzernebene fielen die Auftragseingänge in der Region um währungsbereinigt 2%. In Euro sogar um 16%. Im Segment Reebok fiel der Umsatz währungsbereinigt um 6% und in Euro um 13%.

   Analysten hatten im Vorfeld der Zahlen mit einem Rückgang in Nordamerika gerechnet. Allen Sportartikel-Herstellern macht auch derzeit die Entwicklung beim US-Einzelhändlers Foot Locker zu schaffen. Das Unternehmen will zahlreiche Läden schließen und baut Lagerbestände ab. Bei den Branchenführern Nike, adidas und Puma werden deswegen weniger neue Waren bestellt und teilweise Aufträge storniert.

   Wenn man sich die Entwicklung der Wettbewerber auf diesem Markt ansieht, dann habe sich adidas auf diesem Markt ganz gut entwickelt, fügte Hainer hinzu. Er rechnet damit, dass sich das Geschäft in Nordamerika in diesem Jahr wieder bessern werde. Die Segmente adidas und TaylorMade-adidas Golf waren im ersten Quartal die Hauptmotoren des Umsatzwachstums für den Konzern.

   Der Umsatz im adidas Segment stieg dank einer positiven Entwicklung bei den Performance-Produkten in fast allen Kategorien. Die Auftragsbestände der Marke adidas lagen zum Ende des ersten Quartals währungsbereinigt um 13% über dem Vorjahr. Diese Erhöhung sei durch die Stärke von adidas in allen wichtigen Kategorien unterstützt worden, hieß es weiter von adidas. Die Auftragsbestände bei Schuhen legten währungsbereinigt um 14% zu (plus 6% in Euro).

   Bei Bekleidung stiegen die Auftragsbestände währungsbereinigt um 13% (plus 5% in Euro). adidas begründete diese Entwicklung mit "kräftige zweistellige Zuwächse" in Asien und Europa. Die Auftragsbestände bei Sportzubehör legten vor allem aufgrund von Zuwächsen in der Kategorie Fußball zu.

Webseite: http://www.www.adidas.com

-Von Christine Benders-Rüger, Dow Jones Newswires, +49 (0) 69 29 725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/cbr/mim (END) Dow Jones Newswires

   May 06, 2008 05:52 ET (09:52 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 05 52 AM EDT 05-06-08

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