14.05.2008 13:30
Drucken |

Schrift:

UPDATE2: Stada bestätigt nach Quartalszahlen Prognose

(NEU: Analystenstimme) Heide Oberhauser-Aslan

   Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Stada Arzneimittel AG hat nach einem durchwachsenem Jahresstart den Ausblick 2008 bekräftigt. Danach rechnet der in Bad Vilbel ansässige Hersteller von Nachahmermedikamenten weiter mit einem nachhaltigen operativen Wachstum. Umsatz und operatives Ergebnis sollen trotz Regulierungsdruck und intensivem Wettbewerb zulegen.

   Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der MDAX-Konzern einen Erlösanstieg um 26% auf 1,57 Mrd EUR erzielt. Das operative Ergebnis hatte sich um 19% auf 215,5 Mio EUR verbessert.

   Im ersten Quartal verfehlte das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 11% auf 399 Mio EUR die Konsensprognose von Dow Jones Newswires, die auf 407,2 Mio EUR gelautet hatte. Ursache war das schwache Generikageschäft vor allem in Deutschland. Im größten Kernsegment stieg der Umsatz im Berichtsquartal nur um 1% auf 269,4 Mio EUR. Im deutlich kleineren Kernsegment Markenprodukte konnte Stada die Erlöse dagegen um 20% auf 88,6 Mio EUR verbessern.

   Beim operativen Ergebnis übertraf das Unternehmen mit einem Plus von 16% auf 56,6 Mio EUR die Schätzungen von Dow Jones Newswires, die im Mittel bei 55,8 Mio EUR lagen. Der Konzerngewinn legte noch um 16% auf 31,3 Mio EUR zu und lag damit leicht unter den Prognosen, die auf 31,9 Mio EUR gelautet hatten. Das schwächer als erwartete Abschneiden führte ein Analyst auf das negative Finanzergebnis von minus 12,9 (Vorjahr minus 8,4 ) Mio EUR zurück.

   In Deutschland, dem mit einem Anteil von 36,6% am Konzernumsatz größten nationalen Markt von Stada, legten die Erlöse im ersten Quartal um 1% auf 146,1 Mio EUR zu. Dabei ging der Generika-Umsatz um 5% auf 109,4 Mio EUR zurück. Deutliche Einbußen habe das traditionelle Generika-Vertriebs-Label von Stada in Deutschland, Stadapharm hinnehmen müssen, hieß es.

   Die seit der Restrukturierung der vertrieblichen Aktivitäten ohne eigenen arztbezogenen Außendienst agierende Vertriebslinie büßte im Vorjahresvergleich 28% ihres Umsatzes ein und erlöste im Quartal nur noch 50 Mio EUR. Einen deutlichen Umsatzzuwachs um 38% auf 55,1 Mio EUR habe dagegen die traditionell ohne Außendienst arbeitende Vertriebslinie Aliud Pharma erzielt. Im Segment Markenprodukte kletterte der Umsatz in Deutschland um 15% auf 33,3 Mio EUR.

   In dem mittlerweile für Stada zweitgrößten nationalen Markt Russland kletterte der Umsatz, teilweise akquisitionsbedingt um 64% auf 35,1 Mio EUR. In Serbien stiegen die Erlöse noch um 3% auf 32,7 Mio EUR.

   Mit Preisdruck zu kämpfen hatte Stada erwartungsgemäß in Großbritannien. Durch die Konsolidierung der Forum-Bioscience-Gruppe erhöhte sich der Umsatz im Quartal dennoch auf 34,6 Mio EUR, nach 11,8 Mio EUR im Vorjahr. In Belgien gingen die Erlöse wegen des schwierigen Marktumfeldes um 5% auf 24,8 Mio EUR zurück.

   Analysten sprachen von einem gemischten Bild bei Stada. Als leicht unter Konsens bezeichnet Ulrich Huwald, Analyst bei M.M. Warburg, die Zahlen des Generikaherstellers. Verglichen mit dem Vorjahr seien die Zuwächse aber denoch sehr deutlich, meinte er.

   Das überproportionale Plus des EBIT sei darin begründet, dass Stada 2007 rund drei Viertel der Mitarbeiter des Deutschland-Vertriebs für Generika abgebaut habe. "Dadurch sind natürlich die Personalkosten gesunken", erklärt der Analyst. Der Nettogewinn habe trotz höherer Zinszahlungen von einer zurückgegangenen Steuerlast profitiert.

   Positiv bewertet er den bestätigten Ausblick für das Gesamtjahr, wenngleich die Prognose wie gewöhnlich vage geblieben sei. "Als problematisch könnte sich allerdings erweisen, dass selbst diese unscharfe Guidance sehr ambitioniert ist. Derzeit stuft er das Papier mit "Kaufen" ein, das Kursziel liegt bei 50,00 EUR.

   Die Stada-Aktie kletterte bis gegen 11.24 Uhr um 2,5% auf 43,74 EUR und präsentiert sich damit besser als der MDAX.

Webseite: http://www.stada.de

-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com

DJG/hoa/mim (END) Dow Jones Newswires

   May 14, 2008 07:29 ET (11:29 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 29 AM EDT 05-14-08

Aktien in diesem Artikel

STADA Arzneimittel 47,1 +2,2%
Wen würden Sie zum nächsten US-Präsidenten wählen?
John McCain
Barack Obama
Keinen von beiden




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige