25.07.2008 09:39
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UPDATE: Audi im 1H trotz stagnierender Umsätze mit Gewinnsprung

   (NEU: Aussagen Strotbek, Prognose)

Von Katharina Becker

   DOW JONES NEWSWIRES

INGOLSTADT (Dow Jones)--Die Volkswagen-Tochter Audi hat trotz stagnierender Umsätze im ersten Halbjahr mehr verdient. Der Ingolstädter Automobilhersteller erwirtschaftete dank weiterer Kosteneinsparungen unter dem Strich einen Gewinn von 930 Mio EUR, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das war ein Plus von 37% im Vergleich zum Vorjahreswert von 679 Mio EUR. Ungünstige Wechselkurse, vor allem zum Dollar und britischen Pfund, sorgten dagegen dafür, dass der Umsatz mit 17,39 (Vorjahr 17,38) Mrd EUR nur das Vorjahresniveau erreichte.

   "Unsere Aufgabe in der zweiten Jahreshälfte wird es sein, diese hohe Ergebnis- und Renditequalität nachhaltig fortzuschreiben", erklärte Finanzvorstand Axel Strotbek. Dabei habe Audi mit Gegenwind zu rechnen, ergänzte er mit Blick auf den schwachen Dollar, steigende Rohstoffkosten und die sich abschwächende Kauflaune in wichtigen Märkten wie Westeuropa und den USA.

   Die Marke mit den vier Ringen hatte von Januar bis Juni 516.000 Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht, 1,4% mehr als ein Jahr zuvor. Bis Jahresende sollen es nach dem Willen des Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler eine Million Wagen sein. Alleine in China wollen die Ingolstädter 110.000 Modelle verkaufen. Zur Halbzeit hatte Audi in der Volksrepublik bereits 60.509 Neuwagen abgesetzt.

   In Anbetracht der Dollar-Schwäche, die Fahrzeugimporte zunehmend zum Verlustgeschäft macht, und der Kaufzurückhaltung in Folge der Kreditklemme sieht Stadler unterdessen seine ehrgeizigen Ziele in den USA in Gefahr. Nachdem die Ingolstädter 2007 mit 93.500 verkauften Wagen von der Münchener und Stuttgarter Konkurrenz abgehängt wurden, wollen sie bis Jahresende erstmals mehr als 100.000 Fahrzeuge auf dem weltgrößten Automobilmarkt absetzen.

   In den ersten sechs Monaten lagen die Verkäufe in den USA 1,5% unter dem Vorjahresniveau. Bis 2015 will Audi die US-Verkäufe auf 200.000 Wagen verdoppeln. Weltweit sollen es bis dahin 1,5 Millionen Fahrzeuge sein.

   Einen Großteil der Einbußen durch die schwächelnde US-Währung konnte die Audi AG mit Hilfe von Kurssicherungsgeschäften und einem Einkauf im Dollar-Raum ausgleichen. Um von den Dollar-Schwankungen unabhängiger zu werden, plant Audi eine Produktion in den USA, möglicherweise gemeinsam mit der Konzernmutter aus Wolfsburg, deren Produktion in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee 2011 anlaufen soll. Die Ingolstädter erwägen auch, Motoren und Getriebe vor Ort zu fertigen.

   Die ungünstigen Wechselkurse dürften die Einnahmen der Ingolstädter auch im zweiten Halbjahr belasten, sagte Strotbek weiter. Dennoch "erwarten wir für das Gesamtjahr eine weitere Verbesserung wesentlicher Ergebniskenngrößen gegenüber dem Vorjahr".

Webseite: http://www.audi.de

-Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.com

DJG/kat/brb

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   July 25, 2008 03:36 ET (07:36 GMT)

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