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UPDATE: BASF bekräftigt nach gutem Quartal Jahresprognose
"Wir wollen jährlich stärker als der Chemiemarkt wachsen und sind überzeugt, dass die BASF-Gruppe in jedem Jahr mindestens ihre Kapitalkosten verdient", erklärte Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht.
Die Prognose für den durchschnittlichen Ölpreis pro Barrel Brent hob BASF auf 90 US-Dollar pro Barrel Brent an. Bisher hatte das Unternehmen mit 78 USD je Barrel Brent gerechnet. Beim US-Dollar-Wechselkurs geht das Unternehmen nun in seinen Planungen von 1,50 US-Dollar pro Euro im Jahresdurchschnitt aus. Bisher hatte es mit 1,45 US-Dollar pro Euro gerechnet.
Im ersten Quartal verbesserte der Chemiekonzern dank deutlicher Gewinnzuwächse in der Öl- und Gassparte, im Pflanzenschutzgeschäft, in der Sparte Plastics und in der Sparte Performance Products das EBIT vor Sondereinflüssen um 11,2% auf 2,354 Mrd EUR. Der Umsatz verbesserte sich im gleichen Zeitraum trotz negativer Währungseinflüsse um 8,8% auf 15,921 Mrd EUR. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter verdiente der Konzern mit 1,170 Mrd EUR etwa 13% mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode.
Währungseinflüsse, insbesondere die Abwertung des US-Dollar, hätten den Umsatz auf Euro-Basis in allen Unternehmensbereichen beeinträchtigt, hieß es. Bereinigt um diese negative Währungseinflüsse liege der Umsatzanstieg bei 15%, erläuterte BASF.
Mit den Zahlen übertraf BASF die Schätzungen der Analysten. "Die Zahlen sind durch die Bank besser als erwartet", sagte Heino Ruland von FrankfurtFinanz. Der Einfluss der Zahlen auf den Aktienkurs sollte sich aber in Grenzen halten, da sich der Ausblick im Rahmen der Erwartungen bewege und große Ausreißer im Quartalsbericht fehlten, so der Analyst zu Dow Jones Newswires.
Der Konzern kommuniziere "sehr transparent", damit sei der Markt bereits auf die nun aufgezeigten Erwartungen eines leicht höheren EBIT im Gesamtjahr eingestellt gewesen.
Der Konzern sei weiterhin im globalen Umfeld "gut aufgestellt und schlägt sich gut", sagte Ruland weiter. Kräftig zugelegt habe der Öl- und Gasbereich. Dieser sei ein durchlaufender Posten, so dass die erhöhte Ölpreis-Prognose keine stärkeren Auswirkungen haben sollte. Das gelte auch für die höhere Dollar-Prognose, da BASF global produziere. BASF kalkuliere bereits mit einer leicht schwächeren Weltkonjunktur, damit seien die Erwartungen solide.
Die Öl- und Gassparte von BASF erzielte dank höherer Rohölpreise und einer Ausweitung der Erdgasproduktion sowie Absatzsteigerungen im Arbeitsgebiet Natural Gas Trading einen kräftigen Umsatzanstieg um 26% auf 3,744 Mrd EUR im Quartal. Das EBIT vor Sondereinflüssen kletterte um 16% auf 984 Mio EUR und erzielte damit den stärksten Anstieg unter den Sparten.
Umsatz und Gewinn steigerte auch die Sparte Agricultural Solutions. Hier verbesserte sich der Umsatz um 5% auf 946 Mio EUR, das EBIT vor Sondereinflüssen legte um 12% auf 259 Mio EUR zu. Höhere Mengen und Verkaufspreise hätten zu dem Erfolg beigetragen.
Eine leichte Umsatzverbesserung und deutliche EBIT-Steigerung wies der Bereich Plastics für das Quartal aus. Hier legte der Umsatz um 3% auf 2,547 Mrd EUR zu, das EBIT vor Sondereinflüssen kletterte um 14% auf 359 Mio EUR. Auch die Sparte Performance Products konnte das EBIT vor Sondereinflüssen um 9% auf 223 Mio EUR verbessern. Der Umsatz ging um 1% auf 2,206 Mrd EUR zurück.
Einen EBIT-Rückgang hatten den Angaben zufolge dagegen die Sparten Chemicals und Functional Solutions hinzunehmen. Chemicals verbesserte zwar den Umsatz um 12% auf 2,561 Mrd EUR, das EBIT vor Sondereinflüssen ging jedoch um 7% auf 524 Mio EUR zurück. Die Einbußen führte das Unternehmen auf einen Margenrückgang bei Crackerprodukten zurück sowie auf eine geringere Anlagenverfügbarkeit im Unternehmensbereich Petrochemicals.
In der neu geschaffenen Sparte Functional Solutions, in der BASF neben Coatings das zugekaufte Katalysatorengeschäft von Engelhard und die ehemaligen Degussa-Bauchemieaktivitäten gebündelt hat, stieg der Umsatz um 5% auf 2,394 Mrd EUR. Das EBIT vor Sondereinflüssen fiel dagegen um 7% auf 140 Mio EUR. Das Unternehmen führte die Einbußen auf Rückgänge bei den Bauchemieaktivitäten und bei Coatings zurück.
Webseite: http://www.basf.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/jhe (END) Dow Jones NewswiresApril 24, 2008 02:31 ET (06:31 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 31 AM EDT 04-24-08
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