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UPDATE: EU-Kommission genehmigt VW-Übernahme durch Porsche
Der Stuttgarter Sportwagenbauer hält derzeit knapp 31% an dem Wolfsburger Konzern und will seinen Anteil auf mehr als 50% ausbauen. Neben der EU-Kommission müssen weltweit mehr als 20 Kartellbehörden dem Vorhaben zustimmen. Porsche rechnet damit, bis Oktober alle Genehmigungen zu bekommen.
Die Freigabe der Brüsseler Wettbewerbshüter ist für den Stuttgarter Konzern ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur geplanten Machtübernahme bei Europas größtem Automobilbauer. Danach sollen künftig Volkswagen und das operative Geschäft des Sportwagenbauers als eigenständige Unternehmen unter dem Dach der neuen Porsche Holding geführt werden.
Um die Machtverteilung bei der Porsche Holding tobt seit Monaten eine heftige Auseinandersetzung zwischen dem Sportwagenbauer und den Belegschaftsvertretern von Volkswagen. Die Wolfsburger fühlen sich unterrepräsentiert.
Zudem streiten die Brüsseler EU-Kommission sowie die Großaktionäre Porsche und das Land Niedersachsen um die von Berlin geplante Neuauflage des VW-Gesetzes. Porsche will verhindern, dass die Sperrminorität von 20% zementiert wird. Damit hätte das Land Niedersachsen als zweitgrößter Aktionär mit etwas mehr als 20% der Anteile ein faktisches Vetorecht auf der Hauptversammlung für wichtige Entscheidungen. Brüssel sieht darin einen Verstoß gegen europäisches Wettbewerbsrecht. Der Streit könnte erneut vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) landen, der wesentliche Teile des alten VW-Gesetzes vergangenen Herbst gekippt hatte.
Webseiten: http://www.porsche-se.com http://ec.europa.eu http://www.niedersachsen.de- Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.com
DJG/kat/bam (END) Dow Jones Newswires
July 23, 2008 12:19 ET (16:19 GMT)
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