EON Aktiengesellschaft EO Aktie [WKN: 909855 / ISIN: US2687801033]

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11.09.2007 17:12
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UPDATE: E.ON kritisiert Frankreich für GdF/Suez-Fusion

(NEU: Weitere Aussagen von Bernotat, Hintergrund)

   Von Andreas Heitker

   Dow Jones Newswires

   KÖLN (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende der E.ON AG, Wulf Bernotat, hat den von der französischen Regierung geplanten Zusammenschluss der Energieunternehmen Suez und Gaz de France (GdF) kritisiert. Europa brauche starke Energieversorger, die mit Produzenten wie Gazprom auf Augenhöhe verhandeln könnten, sagte Bernotat am Dienstag in Köln. Dies müssten aber europäische Unternehmen sein. "Sie müssen im Markt entstehen und sich im offenen europäischen Wettbewerb behaupten, anstatt von Regierungen geformt zu werden."

   Bernotat verwies auf Aussagen des französischen Premierministers Francois Fillon, der den Zusammenschluss mit der Sorge begründet hatte, dass sich andernfalls ausländische Konkurrenten in Frankreich hätten festsetzen können. Mit Edf und der neuen GdF/Suez will Frankreich nach Fillons Worten nun "den Energiemarkt in Europa umstrukturieren". Solche Aussagen könne aber vor allem die Europäische Kommission nicht unter der Rubrik "andere Länder, andere Sitten" abbuchen, monierte Bernotat auf einer Energiekonferenz.

   Die mehrheitlich staatliche Gaz de France und die private französisch-belgische Suez wollen sich zum drittgrößten Energieversorger der Welt zusammenschließen. Der französische Staat bleibt mit 35% Hauptaktionär des neuen Konzerns mit 72 Mrd EUR Umsatz, wie die Unternehmen in der vergangenen Woche bekannt gegeben hatten.

   E.ON kritisiert nach den Worten von Bernotat den politischen Einfluss bei der Fusion, fühlt sich operativ aber nicht von dem neuen Konkurrenten beeinträchtigt. GdF/Suez operiere in anderen Märkten, sagte der Vorstandsvorsitzende. Es gebe relativ wenig Berührungspunkte mit dem Geschäft von E.ON. Bernotat ließ offen, ob E.ON an Aktivitäten von GdF/Suez interessiert ist, sollten die Unternehmen kartellrechtliche Auflagen für ihre Fusion erhalten. E.ON beobachte immer den Markt in Europa, ob sich interessante Möglichkeiten ergäben, sagte er lediglich.

   Durch die politische Einflussnahme entwickelt sich die europäische Wettbewerbslandschaft nach Einschätzung von Bernotat zunehmend ungleich. Mittlerweile gebe es nur noch wenig Energie-Konzerne in Europa, die wie E.ON nicht staatlich beeinflusst seien. Bernotat sieht dadurch die Gefahr einer neuen Regulierung in der europäischen Energiebranche. Im Fall GdF/Suez habe die EU-Kommission aber nur relativ begrenzte Befugnisse, sagte der Vorstandsvorsitzende. Er sehe - im Gegensatz zum Fall Endesa - keine rechtlichen Befugnisse der Kommission.

   Webseiten: http://www.eon.com

   http://www.gazdefrance.com

   http://www.suez.com

-Von Andreas Heitker, Dow Jones Newswires, +49 (0)211 13872 14, andreas.heitker@dowjones.com DJG/hei/jhe (END) Dow Jones Newswires

   September 11, 2007 11:10 ET (15:10 GMT)

   Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 10 AM EDT 09-11-07

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