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UPDATE: Postbank hält trotz Finanzkrise an Zielen fest
DOW JONES NEWSWIRES
KÖLN (Dow Jones)--Die Deutsche Postbank AG, Bonn, hält auch nach einem turbulenten ersten Quartal an ihren Zielen fest und sieht sich auf einem guten Weg, im Jahr 2008 ein Ergebnis vor Steuern von 1,1 Mrd bis 1,2 Mrd EUR zu erreichen. Unter der Voraussetzung, dass sich das Marktumfeld nicht weiter verschlechtert, werde die Kernkapitalquote bis 2009 ein Niveau von 7,5% erreichen, teilte die Post-Tochter am Donnerstag mit.Die Postbank plant darüber hinaus unverändert, ihr Ergebnis vor Steuern bis 2010 auf 1,40 Mrd bis 1,45 Mrd EUR und ihr Ergebnis nach Steuern auf 980 Mio bis 1,015 Mrd EUR zu steigern. Die Cost Income Ratio (ohne Transaction Banking) soll sich bis 2010 auf unter 58% verbessern.
Das erste Quartal verlief ohne besonderen Glanz, aber dafür auch ohne negative Überraschungen. Sowohl beim Ergebnis als auch den viel beachteten Imapairments erfüllte die Postbank weitgehend die Erwartungen der Analysten. Das Ergebnis vor Steuern habe sich wegen der Einflüsse aus den Kapitalmarktturbulenzen gegenüber dem Vorjahr um 25,2% auf 166 Mio EUR verringert, teilte das im DAX notierte Institut mit. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern ging auf 13,2% (17,0%) zurück.
Das Ergebnis nach Steuern fiel mit einem Rückgang auf 117 (PROG 99/VJ 145) Mio EUR etwas besser aus als von Analysten prognostiziert. Der Gewinn je Aktie fiel auf 0,71 (PROG 0,61/VJ 0,88) EUR.
Das Finanzanlageergebnis schrumpfte auf 1 (70) Mio EUR. Im Finanzanlageergebnis ist ein Impairment in Höhe von 48 Mio EUR auf die von den Auswirkungen der Kapitalmarktkrise betroffenen Bestände berücksichtigt. Analysten hatten mit dieser Größenordnung gerechnet. Teils vorübergehende Belastungen aus der Bewertung eingebetteter Derivate aus dem Kreditersatzgeschäft in Höhe von 126 Millionen Euro ließen das Handelsergebnis insgesamt auf 9 (61) Mio EUR schrumpfen. Analysten hatten hier mit einem etwas schwächeren Rückgang gerechnet
Das Eigenkapital lag mit 4,8 Mrd EUR um 0,5 Mrd EUR unter dem Jahresendwert 2007. Hier sank die Neubewertungsrücklage von minus 523 Mio EUR am Jahresende 2007 auf minus 1,15 Mrd EUR. Wegen der spürbar verschärften Finanzmarktkrise und ihres Übergreifens auf zahlreiche Anlageklassen sei es zu teilweise massiven Ausweitungen der Spreads und damit zu einer vorübergehenden Belastung der Barwerte von Finanzanlageinstrumenten gekommen, erklärte die Postbank.
Als Folge spekulativer Übertreibungen seien hiervon auch einige europäische Staatsanleihen und Pfandbriefe höchster Bonitätsklassen betroffen, bei denen ebenfalls nicht mit dauerhaften Wertminderungen zu rechnen sei. Die Kernkapitalquote nach Basel II betrug zum 31. März 2008 6,7% nach 6,5% zum Jahresende 2007.
Die Cost Income Ratio der Gesamtbank stieg auf 73,9% nach 69,4% im ersten Quartal des Vorjahres und erreichte im selben Zeitraum im klassischen Bankgeschäft (ohne Transaction Banking) 71,8% (Vorjahr: 67,3%). Der Zinsüberschuss stieg um 2,6% auf 557 Mio EUR. Wegen der Einlagenbasis der Postbank wirkten sich die durch die Finanzmarktkrise ausgelösten Zinssteigerungen am Kapitalmarkt in der Aufnahme von Refinanzierungsmitteln nur vergleichsweise gering auf den Zinsaufwand aus.
Sowohl der Provisionsüberschuss mit 359 (PROG 361/VJ 357) Mio EUR sowie der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge mit 482 (453) Mio EUR zeigten sich vergleichsweise stabil. Ihre Kosten für die Verwaltung konnte die Postbank um 4,3% auf 684 Mio EUR zurückfahren. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft fiel mit 75 (PROG 89/90) Mio EUR etwas niedriger aus als erwartet.
Webseite: http://www.postbank.de
-Von Madeleine Winkler, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 115, madeleine.winkler@dowjones.com DJG/maw/mim (END) Dow Jones Newswires
May 08, 2008 02:08 ET (06:08 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 08 AM EDT 05-08-08
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