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UPDATE: Stada bekräftigt Jahresprognose 2008
(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Aktienkurs)
Heide Oberhauser-Aslan
Dow Jones Newswires
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Stada Arzneimittel AG hat nach einem durchwachsenem Jahresstart den Ausblick 2008 bekräftigt. Danach rechnet der in Bad Vilbel ansässige Hersteller von Nachahmermedikamenten weiter mit einem nachhaltigen operativen Wachstum. Umsatz und operatives Ergebnis sollen trotz Regulierungsdruck und intensivem Wettbewerb zulegen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der MDAX-Konzern einen Erlösanstieg um 26% auf 1,57 Mrd EUR erzielt. Das operative Ergebnis hatte sich um 19% auf 215,5 Mio EUR verbessert.
Der Vorstand gehe bei seiner Prognose unverändert davon aus, dass es in einzelnen nationalen Märkten immer wieder zu signifikanten regulatorischen Eingriffen, intensivem Wettbewerb und signifikantem Margendruck kommen könne, hieß es. Mit Blick auf die strategische Konzentration von Stada auf Wachstumsmärkte und den bewährten operativen Stärken des Konzerns sehe das Unternehmen jedoch weiter gute Chancen, den erfolgreichen Wachstumskurs fortsetzen zu können. Dies gelte sowohl für das laufende Jahr als auch für die kommenden Jahre, bekräftigte Stada.
Im ersten Quartal verfehlte das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 11% auf 399 Mio EUR die Konsensprognose von Dow Jones Newswires, die auf 407,2 Mio EUR gelautet hatte. Ursache war das schwache Generikageschäft vor allem in Deutschland. Im größten Kernsegment stieg der Umsatz im Berichtsquartal nur um 1% auf 269,4 Mio EUR. Im deutlich kleineren Kernsegment Markenprodukte konnte Stada die Erlöse dagegen um 20% auf 88,6 Mio EUR verbessern.
Beim operativen Ergebnis übertraf das Unternehmen mit einem Plus von 16% auf 56,6 Mio EUR die Schätzungen von Dow Jones Newswires, die im Mittel bei 55,8 Mio EUR lagen. Der Konzerngewinn legte noch um 16% auf 31,3 Mio EUR zu und lag damit leicht unter den Prognosen, die auf 31,9 Mio EUR gelautet hatten.Das schwächer als erwartete Abschneiden führte ein Analyst auf das negative Finanzergebnis von minus 12,9 (Vorjahr minus 8,4 ) Mio EUR zurück.
In Deutschland, dem mit einem Anteil von 36,6% am Konzernumsatz größten nationalen Markt von Stada, legten die Erlöse im ersten Quartal um 1% auf 146,1 Mio EUR zu. Dabei ging der Generika-Umsatz um 5% auf 109,4 Mio EUR zurück. Deutliche Einbußen habe das traditionelle Generika-Vertriebs-Label von Stada in Deutschland, Stadapharm hinnehmen müssen, hieß es.
Die seit der Restrukturierung der vertrieblichen Aktivitäten ohne eigenen arztbezogenen Außendienst agierende Vertriebslinie büßte im Vorjahresvergleich 28% ihres Umsatzes ein und erlöste im Quartal noch 50 Mio EUR. Sie habe damit unter den ursprünglichen Planungen gelegen, räumte Stada ein. Einen deutlichen Umsatzzuwachs um 38% auf 55,1 Mio EUR habe dagegen die traditionell ohne Außendienst arbeitende Vertriebslinie Aliud Pharma erzielt. Im Segment Markenprodukte kletterte der Umsatz in Deutschland um 15% auf 33,3 Mio EUR.
In dem mittlerweile für Stada zweitgrößten nationalen Markt Russland kletterte der Umsatz, teilweise akquisitionsbedingt um 64% auf 35,1 Mio EUR. In Serbien stiegen die Erlöse noch um 3% auf 32,7 Mio EUR.
Mit Preisdruck zu kämpfen hatte Stada erwartungsgemäß in Großbritannien. Durch die Konsolidierung der Forum-Bioscience-Gruppe erhöhte sich der Umsatz im Quartal dennoch auf 34,6 Mio EUR, nach 11,8 Mio EUR im Vorjahr. Teile des originären Produktportfolios der lokalen Stada-Vertriebsgesellschaft seien allerdings einem signifikanten Preisdruck ausgesetzt, hieß es.
Er werde zu einem längerfristigen Umsatz- und Ertragsrückgang bei diesen Produkten führen, erklärte Stada. Zudem entfielen 19,4 Mio EUR der Umsätze in Großbritannien auf gering profitable Umsätze des Labels ForumProducts, die nicht zu den Kernsegmenten zählten. Hier prüfe Stada einen Weiterkauf im Geschäftsjahr 2008, hieß es.
Wegen des schwierigen Marktumfeldes erwartungsgemäß schwach fiel der Umsatz in Belgien aus. Die Erlöse gingen im Quartal um 5% auf 24,8 Mio EUR zurück. Für das zweite Halbjahr sieht Stada vor dem Hintergrund einer neuen Regierung in Belgien gute Chancen für eine Belebung des belgischen Generikamarktes.
Die Stada-Aktie kletterte bis gegen 11.24 Uhr um 2,5% auf 43,74 EUR und präsentiert sich damit besser als der MDAX.
Webseite: http://www.stada.de-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/cbr (END) Dow Jones Newswires
May 14, 2008 05:35 ET (09:35 GMT)
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