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UPDATE: Stada will 2008 Wachstumskurs fortsetzen
Stada rechne weiterhin damit, künftig ein nachhaltiges operatives Wachstum zu erzielen. Dabei erwarte Stada auch 2008 wieder Umsatzzuwächse im zweistelligen Prozentbereich, sagte Finanzvorstand Wolfgang Jeblonski. Beim operativen Ergebnis sei ein deutlich zweistelliger Anstieg, wie von Analysten prognostiziert, möglich, jedoch schwieriger zu erreichen, sagte der Manager.
Zwar könne es in einzelnen nationalen Märkten immer wieder zu signifikanten regulatorischen Eingriffen, intensivem Wettbewerb und signifikantem Margendruck kommen, räumte Stada ein. Mit Blick auf die strategische Fokussierung auf Wachstumsmärkte und die bewährten operativen Stärken des Konzerns gehe das Unternehmen aber davon aus, den Wachstumskurs auch in den nächsten Jahren fortsetzen zu können, sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff.
Als traditionelle Stärken von Stada bezeichnete der Manager unter anderem die gute Positionierung in Wachstumsmärkten, die volle Produktpipeline und die breiten internationalen Vertriebsstrukturen. Des Weiteren könne der Konzern von seiner kontinuierlichen Kostenoptimierung und der aktiven Akquisitionspolitik profitieren.
Den Expansionskurs möchte Stada dabei auch in Zukunft durch geeignete Zukäufe beschleunigen. Das Unternehmen prüfe daher kontinuierlich geeignete Übernahmeobjekte, hieß es. "Es gibt am Markt größere und mittlere Targets, die uns beschäftigen", sagte Retzlaff. Ziel sei der weitere internationale Ausbau und die Eröffnung von zusätzlichen Skaleneffekten.
Als interessante Länder bezeichnete Retzlaff unter anderem Polen und die Ukraine. In der Ukraine schaue sich Stada derzeit zwei bis drei Kandidaten für einen Zukauf an. Auch die Türkei sei nach wie vor interessant.
Zur Schaffung eines ausreichenden Finanzierungsrahmens für entsprechende Akquisitionsvorhaben seien weiterhin geeignete Kapitalmaßnahmen vorstellbar, bekräftigte der Konzern. Dies gelte für den Fall, dass Zukäufe sonst die Eigenkapitalquote zu stark belasten sollten. Zum Jahresende 2007 lag die Eigenkapitalquote von Stada noch bei 36,6%. Das Unternehmen verfüge derzeit über freie Kreditlinien in Höhe von mehr als 500 Mio EUR, sagte Jeblonski.
Auch darüber hinaus verfüge das Unternehmen über weiteres Potenzial, erklärte der Manager. Nur bei größeren Akquisitionen in der Größe von Hemofarm werde das Unternehmen an den Kapitalmarkt gehen. Den serbischen Generikaanbieter hatte das Bad Vilbeler Unternehmen 2006 für 494 Mio EUR gekauft. Die Eigenkapitalquote soll bei Stada nach internen Vorgaben nicht unter 30% fallen.
2007 habe Stada nicht so viele Akquisitionen getätigt, sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff. Das Unternehmen sei bei vielen Verhandlungen dabei gewesen, habe aber die Finger von überteuerten Targets gelassen, erklärte der Manager.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Stada, wie bereits am 6. März berichtet, ein Umsatzplus von 26% auf 1,57 Mrd EUR. Das operative Ergebnis legte um 19% auf 215,5 Mio EUR zu. Der Konzerngewinn wuchs um 14% auf 105,1 Mio EUR.
Im größten Kernsegment Generika kletterte der Umsatz 2007 um 27% auf 1,154 Mrd EUR, wie Stada am Donnerstag bekannt gab. Die Sparte Markenprodukte steigerte die Erlöse um 17% auf 304,0 Mio EUR.
In Deutschland, dem nach wie vor größten nationalen Markt, erhöhte sich der Umsatz getrieben vom Generika-Geschäft um 20% auf 579,8 Mio EUR. Das deutsche Geschäft weise unverändert eine operative Profitabilität in etwa im Bereich des Konzerndurchschnitts auf. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 36,9% des Konzernumsatzes erwirtschaftet. Für 2008 erwartet Stada im deutschen Generikageschäft weiteres Wachstum und eine weitere Verbesserung des Marktanteils.
Deutliches Umsatzwachstum erzielte Stada den weiteren Angaben zufolge akquisitionsbedingt in Serbien, dem mittlerweile zweitgrößten nationalen Markt. Hier kletterte der Umsatz unter anderem dank der erstmaligen ganzjährigen Konsolidierung von Hemofarm auf 145,1 Mio EUR von 46,1 Mio EUR im Vorjahr. Auch in Russland erhöhten sich die Erlöse zum Teil wegen der erstmaligen Einbeziehung von Umsätzen um 53% auf 133,8 Mio EUR.
Umsatzzuwächse erzielten den Angaben zufolge unter anderem auch Großbritannien, Irland, Österreich und Portugal. Ein Erlösplus im hohen einstelligen Prozentbereich wurde noch in Italien und Frankreich erreicht.
Rückläufig waren die Erlöse in dem nach Umsatz fünftwichtigsten Markt von Stada, Belgien. Das Generikageschäft leide dort weiter unter einem zurückhaltenden Verschreibungsverhalten, sagte Retzlaff. Mit Problemen in diesem Markt rechnet Retzlaff daher auch im ersten Quartal.
Die Stada-Aktie reagierte kaum auf die Aussagen der Bilanzpressekonferenz. Das Papier lag um 12.18 Uhr mit 1,1% im Plus und notierte bei 45,18 EUR, während der MDAX insgesamt im 1,3% zulegte.
Webseite: http://www.stada.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/jhe (END) Dow Jones NewswiresMarch 27, 2008 07:41 ET (11:41 GMT)
Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 41 AM EDT 03-27-08
| 10:48 Uhr | STADA kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 15.05.2008 | STADA kaufen | Bankhaus Lampe KG | |
| 14.05.2008 | STADA akkumulieren | Independent Research GmbH | |
| 09.05.2008 | STADA kaufen | Bankhaus Lampe KG | |
| 08.05.2008 | STADA akkumulieren | Independent Research GmbH |
Aktien in diesem Artikel
| STADA Arzneimittel | 45,0 | -0,2% |
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