US-Ölpreis steigt auf neues Rekordhoch - Angebotsengpässe befürchtet
"Obwohl der US-Dollar zuletzt zur Stärke neigte, konnte sich der Ölpreis dem Druck erfolgreich wehren und bleibt nach wie vor auf Höhenflug", schreibt Commerzbank-Volkswirt Eugen Weinberg in einer am Montag veröffentlichten Studie. Die Nachricht über die Schließung des Forties Pipeline Systems von BP , das für den Transport von 700.000 Barrel oder 40 Prozent der gesamten Ölproduktion Großbritanniens verantwortlich ist, sei als Anlass für die weitere Verteuerung bei Öl genutzt worden. Ein Streik hatte die Schließung der Raffinerie erzwungen. Auch wenn die Raffinerie bereits am Dienstag wieder ans Netz gehen wird, dürfte es laut Weinberg jedoch noch einige Wochen dauern, bis die Produktion die volle Kapazität von 200.000 Barrel täglich wieder erreichen werde.
Zudem wurde auf neuerliche Spannungen in Nigeria, dem ölreichsten Staat Afrikas, verwiesen. Beim größten Ölproduzenten Royal Dutch Shell in Nigeria ist die Produktion um eine Millionen Barrel je Tag gefallen. Begleitet werde der Anstieg der Ölpreise jedoch auch durch ein erhöhtes spekulatives Interesse, sagte Weinberg.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist unterdessen weiter gesunken. Nach Angaben des OPEC-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells am Freitag 110,01 Dollar. Das waren 62 Cent weniger als am Donnerstag. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten der Organisation./js/bf
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