14.06.2008 13:19
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VIDAZA(R) stellt im Vergleich zu konventionellen Behandlungsmethoden in der EU erneut signifikant bessere Überlebenschancen unter Beweis
Celgene International Sàrl (Nasdaq:CELG) gab heute bekannt, dass die
Untersuchungsergebnisse unter Beweis stellen konnten, dass VIDAZA
(Azacytidin) signifikant bessere Überlebenszeiten für Patienten mit
Hochrisiko-MDS (Myelodysplastisches Syndrom) gewährleistet. Dies gilt
sowohl im Falle einer Behandlung mit niedrig dosiertem Ara-C
(Arabinosylcytosin) oder bei Behandlung nach "Best
Supportive Care"-Standard in der
Plazebo-Gruppe. Die Überlebenszeiten verbesserten sich im Falle von
VIDAZA insgesamt in allen Ländern im Vergleich zu anderen
Behandlungsmethoden von 15,3 Monaten auf 24,4 Monate (Risikoverhältnis
0,36) (95% Cl: 0,20-0,65) [p=0,0006]). Die Ergebnisse wurden auf dem 13. Kongress der EHA (European Hematology Association) in Kopenhagen
(Dänemark) veröffentlicht.
VIDAZA wurde mit niedrig dosiertem Ara-C in Großbritannien und
Frankreich und mit einer Behandlung nach "Best
Supportive Care"-Standard in Deutschland,
Italien, Schweden, Griechenland, Spanien und den Niederlanden
verglichen. In beiden Gruppen zeigte VIDAZA stets eine allgemein
verbesserte Überlebenschance. VIDAZA ist eine neue epigenetische
Therapieform, um die normale Funktion von Genen, die für
Zelldifferenzierungen und Wucherungen entscheidend sind,
wiederherzustellen.
"Diese Ergebnisse bestätigen die Rolle und
Bedeutung des epigenetischen Medikaments VIDAZA im Hinblick auf eine
Behandlung von Hochrisiko-MDS-Patienten”,
sagte Professor Valeria Santini, Hämatologe und Leiter der Untersuchung
an der Universität von Florenz. "Diese
Untersuchungsergebnisse zeigen erneut, dass VIDAZA die allgemeinen
Überlebenschancen unabhängig von der für den Vergleich herangezogenen
Methode signifikant verbessern kann.”
Die Ergebnisse dieser Untersuchung stimmen mit den Ergebnissen der
großen, internationalen Phase-III-Untersuchung AZA-001 an mehreren
Klinikzentren überein, die vor kurzem auf der Jahresversammlung der
American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden. Diese
Resultate zeigen, dass es sich bei VIDAZA um das erste Medikament
handelt, das in der Lage ist, die Überlebenszeit von
Hochrisiko-MDS-Patienten signifikant zu verbessern.
Die häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen bei der Verabreichung von
VIDAZA sind Thrombozytopenie (69,7%), Neutropenie (65,7%) und Anämie
(51,4%).
Über VIDAZA
Im Mai 2004 wurde VIDAZA von der FDA in den Vereinigten Staaten als
erstes Medikament für die Behandlung von Patienten mit MDS zugelassen.
Im Januar 2007 wurde VIDAZA zur intravenösen Verabreichung zugelassen.
VIDAZA erhielt die FDA-Zulassung als erstes einer neuen Klasse von
Medikamenten, die als Demethylierungsmittel bezeichnet werden, für die
Behandlung aller fünf MDS-Untergruppen sowohl bei Niedrigrisiko- als
auch bei Hochrisikopatienten. Diese Untergruppen umfassen refraktäre
Anämie (RA) oder renitente Anämie mit Ringsideroblasten (RARS), wenn
diese von Neutropenie oder Thrombozytopenie begleitet wird oder
transfusionspflichtig ist, refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss
(RAEB), refraktäre Anämie mit Blastenüberschuss in Transformation
(RAEB-T) und chronische myelomonozytische Leukämie (CMMoL). Die
Genehmigungsbedingungen für VIDAZA als potenzielles Medikament im Rahmen
einer Behandlung von Patienten mit Hochrisiko-MDS werden gegenwärtig von
der EMEA überprüft.
VIDAZA ist ein epigenetischer Wirkstoff, der die normalen Funktionen der
Gene, die für Zelldifferenzierung und Wucherungen entscheidend sind,
wiederherstellen kann. Die zytotoxischen Effekte von VIDAZA führen zu
einem Absterben von sich rasch teilenden Zellen, einschließlich
Krebszellen, die nicht länger auf normale Wachstumskontrollmechanismen
reagieren. Nicht wuchernde Zellen sind gegenüber VIDAZA relativ
unempfindlich. VIDAZA erzielt seine antineoplastischen Effekte aller
Wahrscheinlichkeit nach durch Hypomethylierung der DNA und direkte
zytotoxische Einwirkung auf abnormale hämatopoetische Zellen im
Knochenmark. Die für eine maximale Hemmung der In-Vitro-DNA-Methylierung
erforderliche VIDAZA-Konzentration führt nicht zu einer wesentlichen
Unterdrückung der DNA-Synthese. Die Hypomethylierung kann die normalen
Funktionen der Gene, die für Zelldifferenzierungen und Wucherungen
entscheidend sind, wiederherstellen.
Über Myelodysplastisches Syndrom
Unter dem Begriff Myelodysplastisches Syndrom (MDS) wird eine Gruppe von
hämatologischen Erkrankungen, von denen etwa 300.000 Menschen weltweit
betroffen sind, zusammengefasst. MDS tritt auf, wenn Blutzellen
innerhalb des Knochenmarks in einer unreifen oder "Blast"-Stufe
verbleiben und sich nicht zu reifen Zellen entwickeln, die ihre
notwendigen Funktionen wahrnehmen können. Das Knochenmark kann sich
schließlich mit unreifen Zellen füllen und somit die Entwicklung
normaler Zellen verhindert werden. Laut Angaben der American Cancer
Society werden jedes Jahr in den Vereinigen Staaten zwischen 10.000 und
20.000 neue MDS-Erkrankungen diagnostiziert. Die mittlere Überlebenszeit
variiert je nach Art der Erkrankung zwischen 6 Monaten und 6 Jahren. An
MDS leidende Patienten sind häufig auf Bluttransfusionen angewiesen, um
die Symptome von Anämie und Ermüdung unter Kontrolle zu bekommen, bevor
sie einen lebensbedrohlichen Eisenüberschuss und/oder eine
Eisentoxizität entwickeln. Dies unterstreicht die Bedeutung des Bedarfs
an neuen Therapien, die sich auf die Ursache der Erkrankung
konzentrieren, anstatt lediglich die Symptome zu behandeln.
Über Celgene International Sárl
Celgene International Sárl mit Sitz in Boudry (Schweiz) ist eine 100%ige
Tochtergesellschaft und der internationale Hauptgeschäftssitz der
Celgene Corporation. Die Celgene Corporation mit Hauptsitz in Summit,
New Jersey, ist ein integriertes, global agierendes, biopharmazeutisches
Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Entdeckung, Entwicklung und
Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und
Entzündungskrankheiten durch Gen- und Proteinregulierung. Weitere
Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.celgene.com.
Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese
Aussagen unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und sind
Verzögerungen, Ungewissheiten und anderen Faktoren unterworfen, die sich
der Kontrolle des Unternehmens entziehen und die dazu führen können,
dass die aktuellen Ergebnisse, Leistungen und Erfolge des Unternehmens
erheblich von den Ergebnissen, Leistungen oder anderen Erwartungen
abweichen können, die in diesen zukunftsgerichteten Aussagen
ausdrücklich oder implizit dargelegt werden. Diese Faktoren umfassen die
Ergebnisse gegenwärtiger oder künftiger Forschungs- und
Entwicklungstätigkeiten, Maßnahmen der FDA und anderer
Genehmigungsbehörden sowie andere Faktoren, die in den bei der
US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Formularen 10-K, 10-Q und 8-K
aufgeführt werden. Abstract #0236
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