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12.05.2008 12:24
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VW will eigenes US-Werk - Handelsblatt

   WOLFSBURG (Dow Jones)--Volkswagen setzt mit einem eigenen Werk zum Sprung auf den US-Markt an. Dazu legt der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn den VW-Kontrolleuren unter Vorsitz von Ferdinand Piëch in ihrer Sitzung Mitte Juli ein Konzept vor. "Noch vor der Sommerpause im Juli werden wir das Thema US-Werk zur Entscheidung in den Aufsichtsrat bringen", sagte Winterkorn der Zeitung "Handelsblatt" (HB/Dienstagsausgabe).

   Geplant sei, dass die Produktion in den USA bereits 2010 anlaufe, sagte er. Aus Unternehmenskreisen verlautete, eine Grundsatzentscheidung sei gefallen, man hoffe jetzt auf weitere finanzielle Zugeständnisse im Wettkampf der Standorte. "Es sind drei Bundesstaaten im Osten der Vereinigten Staaten in der finalen Auswahl", so Winterkorn. Gemeint sind Alabama, Tennessee und Michigan.

   Der VW-Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh äußerte sich zufrieden mit den Plänen. "Winterkorn hat eine überzeugende US-Strategie vorgelegt", sagte er. Angesichts des Dollar-Kurses gebe es mittelfristig keine Alternative zu einer Fertigung im Dollar-Raum. "Allerdings setzt dies voraus, dass wir auch im Bereich der Zulieferer eine starke Lokalisierung vornehmen", sagte Osterloh dem Handelsblatt weiter.

   Er kündigte an, dass er im Juni Gespräche mit seinen US-amerikanischen Gewerkschaftskollegen führen wolle. "Wir nehmen einen neuen Standort in den USA sehr ernst. Wenn wir Toyota überholen wollen und unsere erfolgreiche Wachstumsstrategie fortsetzen wollen, dann müssen wir in den USA Marktanteile gewinnen", sagte er weiter.

Webseite: http://www.handelsblatt.de

DJG/cbr (END) Dow Jones Newswires

   May 12, 2008 06:21 ET (10:21 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 21 AM EDT 05-12-08

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