Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktie [WKN: 843002 / ISIN: DE0008430026]

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05.05.2008 18:27
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Versicherer kaufen Krisenbonds - Handelsblatt

   FRANKFURT (Dow Jones)--Große europäische Versicherer planen laut einem Zeitungsbericht den Kauf forderungsunterlegter Anleihen (ABS-Bonds) und sind bereit, Milliardensummen zu investieren. Konzerne wie die Allianz, die Münchener Rück oder die DEVK wollen die günstigen Preise nutzen, um jetzt massiv in den seit Monaten wegen der Kreditkrise nahezu eingefrorenen ABS-Markt einzusteigen.

   "Wir sind als Käufer am Markt", bestätigte Andreas Gruber, Kapitalanlagechef der Allianz Leben dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Das Unternehmen wolle den Bestand an ABS-Papieren langfristig verdoppeln. Für die Allianz Leben bedeute dies ein Investitionsvolumen von rund 2 Mrd EUR. Insgesamt schätzen Experten, dass allein die deutschen Versicherungskonzerne für 18 Mrd EUR ABS-Papiere kaufen könnten.

   Das Interesse der Versicherer wird in Finanzkreisen als positives Signal für ein Ende der aktuellen Kreditkrise gewertet. Denn die Papiere gehören nicht nur zu den Auslösern der Turbulenzen an den Märkten, sie sind auch dramatisch im Wert gefallen und belasten erheblich die Bilanzen der Banken.

   "Wir planen, die Gunst der Stunde zu nutzen und ABS-Papiere zu kaufen", sagte auch Bernd Zens, Kapitalanlagevorstand der DEVK. Attraktiv, so Zens, seien vor allem Anleihen aus den "gesunden" Jahrgängen 2003 und 2004, die unberechtigterweise unter den Kapitalmarktturbulenzen gelitten hätten.

   Auch Münchener-Rück-Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard sagte dem "Handelsblatt", bei ABS-Papieren werde sein Konzern "gezielt, aber sehr selektiv" wieder stärker ins Risiko gehen. "Wir wagen uns mehr als bisher an Kreditrisiken heran, weil diese inzwischen angemessen vergütet werden", sagte von Bomhard.

   Die aktuelle Krise wurde ausgelöst, weil US-Banken zweitklassige Hypothekenkredite in Asset Backed Securities (ABS) verbrieft und an andere Institute verkauft hatten. Als die Kredite ausfielen, brachen die Kurse der Bonds ein und zwangen deren Käufer zu Abschreibungen. Damit gerieten auch ABS-Papiere in Verruf, deren zugrunde liegende Kredite völlig intakt waren. Ebenso litten andere Anleiheformen, so dass Banken weltweit schon 255 Mrd USD an Wertberichtigungen vornehmen mussten.

Webseite: http://www.handelsblatt.com DJG/bam/nas (END) Dow Jones Newswires

   May 05, 2008 12:26 ET (16:26 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 26 PM EDT 05-05-08

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