24.07.2008 15:35
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Volkswagen: Analysten senken Daumen

Ungeachtet der guten Zahlen für das zweite Quartal 2008, die der Wolfsburger Volkswagen-Konzern gestern vorgelegt hat, sind die Analysten hinsichtlich des weiteren Kursverlaufes der VW-Aktie äußerst skeptisch. Wenngleich das Papier gestern um sechs Prozent auf zeitweise 210 Euro geklettert war, sehen die Branchenexperten den fairen Wert der Aktie deutlich niedriger. So taxiert die Unicredit das Papier auf 138 Euro, fast 34 Prozent unterhalb des Hochs.

Analyst Christian Aust spricht von einer starken Übertreibung, die in dem Aktienkurs enthalten sei. Sollte Porsche seinen Anteil an Volkswagen demnächst wie beabsichtigt auf über 50 Prozent aufstocken, so werde die Übernahmespekulation bei VW zu Ende gehen und sich die Bewertung des Papiers wieder an den fundamentalen Daten orientieren.

Aust bezweifelt zudem, dass Volkswagen das hohe Wachstum des zweiten Quartals im laufenden Halbjahr durchhalten kann. Er sieht nicht nur die Autoverkäufe des Unternehmens unter Druck, sondern weist auch darauf hin, dass bis Jahresende das Gros der Markteinführungskosten für den Golf VI anfallen wird. Die Gewinne würden im zweiten Halbjahr daher schwach ausfallen. Für 2009 sagt der Analyst aufgrund neuer Modelle wieder steigende Gewinne voraus, allerdings werde sich das Wachstum abschwächen.

Auch die Commerzbank ist skeptisch gegenüber Volkswagen. Entgegen der Auffassung von Charttechnikern, die nach dem Ausbruch über das Allzeithoch nun Luft bis 250 Euro sehen, verweisen die Autoexperten des Geldinstituts auf die hohe Bewertung der Aktie (KGV von 17,4) und empfehlen das Papier zum Verkauf. Kursziel hier: 125 Euro. (tsc)

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