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WDH/ROUNDUP2: Telekom-Ausrüster wollen Wirtschaftsflaute trotzen
Svanberg verspricht sich von der Ausbreitung von Multimedia-Diensten eine deutlich höhere Datennutzung. Diese werde in den kommenden Jahren um ein Vielfaches steigen, sagte er. Mit der höheren Nutzung müssten die Netze aufgerüstet werden. Zur kommenden Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika baut Ericsson für den Fußball-Weltverband FIFA eine Plattform für Handy-TV-Übertragungen auf, wie Svanberg mitteilte. Sportveranstaltungen gelten als eine Art Türöffner fürs mobile Fernsehen.
Ericsson-Wettbewerber Alcatel-Lucent hatte am vergangenen Freitag vor negativen Auswirkungen durch die Abkühlung der Weltwirtschaft gewarnt. Auch Ericsson hatte die Investoren mit einer verhalten Prognose für das laufende Jahr verunsichert. Für 2008 rechnet der Weltmarktführer mit einer Stagnation der Branche. Zurückhaltend zeigte sich nun auch Nokia Siemens Networks (NSN). Vorstandschef Simon Beresford-Wylie wiederholte zwar die Prognose, wonach der branchenweite Umsatz 2008 leicht steigen soll, zugleich kündigte er aber eine Überprüfung der Erwartung an. Nach Einschätzung von Experten könnte die Branche stärker belastet werden als bislang angekündigt. "Wir erwarten, dass die Branche keine Umsatzzuwächse verzeichnen wird", sagte Martin Gutberlet, Analyst bei der Marktforschungsgesellschaft Gartner.
Beresford-Wylie verwies hingegen darauf, dass die Telekomkonzerne finanziell gut ausgestattet seien. Allerdings hatte zuletzt das US-Schwergewicht AT&T gewarnt, dass das Festnetzgeschäft durch die Wirtschaftsflaute beeinträchtigt werde. Als weiterer wichtiger Markt gilt der Bau neuer Mobilfunknetze in Schwellenländern wie Indien und China. NSN, eine Gemeinschaftsfirma von Nokia und Siemens, verfügt in Asien über eine starke Stellung und hat in den vergangenen Monaten Großaufträge etwa aus Saudi-Arabien erhalten. NSN-Chef Beresford-Wylie bekräftigt, dass sein Unternehmen im laufenden Jahr erneut schneller als die Konkurrenz wachsen will.
Die europäischen Telekomausrüster sehen sich seit einiger Zeit einem harten Preiskampf durch asiatische Wettbewerber ausgesetzt. So bauen etwa die chinesischen Huawei und ZTE ihre Marktstellung aus. Sein Selbstvertrauen demonstrierte Huawei in Barcelona. Der Stand der Chinesen gehört zu den größten auf dem Mobile World Congress. Die Ausrüsterbranche hat in den vergangenen beiden Jahren eine umfassende Konsolidierungsphase durchlaufen, die nach Einschätzung von Experten nicht abgeschlossen ist. Laut einem Medienbericht wollen nun die nordamerikanischen Konzerne Motorola und Nortel Networks Teile ihres Ausrüstergeschäfts bündeln und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken./mur/fn
| 25.10.2006 | Lucent Technologies neues Kursziel | UBS | |
| 17.10.2006 | Lucent Technologies Depotaufnahme | Volksbank Karlsruhe | |
| 08.09.2006 | Lucent Technologies neutral | Robert W. Baird | |
| 28.07.2006 | Lucent Technologies neutral | UBS | |
| 28.07.2006 | Lucent Technologies hold | Jefferies & Co |
Aktien in diesem Artikel
| Alcatel-Lucent (Spons ADRs) | 3,9 | +2,6% | |
| Nortel Networks | 4,6 | +3,4% | |
| Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B) | 6,9 | -0,6% | |
| Motorola | 4,8 | +1,9% |
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