27.01.2008 21:06
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WOCHENENDÜBERBLICK/26. und 27. Januar - 18 Uhr-Fassung

Land weist Bericht über neue Forderung für WestLB zurück - ddp

   Die Westdeutsche Landesbank (WestLB) steckt offenbar in größeren Schwierigkeiten als bislang angenommen. Der zusätzliche Finanzbedarf bei dem Institut ist laut "Spiegel" deutlich gewachsen, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. Laut Magazin habe sich der "notwendige Betrag auf bis zu 4 Mrd EUR" erhöht. Hintergrund sei eine Drohung der Ratingagenturen, "die Bonität der Bank massiv herabzustufen". Die Landesregierung wies den Bericht laut ddp zurück. "Diese Forderung der Ratingagentur gibt es nicht", sagte eine Sprecherin von Finanzminister Helmut Linssen.

Nokia hat offenbar gegen Subventionsauflagen verstoßen

   Der Handyhersteller Nokia hat in seinem Werk in Bochum weniger Arbeitsplätze geschaffen als vereinbart und damit offenbar gegen Subventionsauflagen verstoßen. In den Jahren 2002 bis 2005 habe das finnische Unternehmen 200 bis 400 Dauerarbeitsplätze zu wenig bereitgestellt, bestätigte der Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums, Joachim Neuser, am Wochenende der Nachrichtenagentur AP. Neuser sagte, die rechtlichen Konsequenzen der zu geringen Arbeitsplatzzahlen im Bochumer Nokia-Werk würden derzeit geprüft.

Arcandor-CEO Middelhoff hält an Zielen fest - Welt am Sonntag

   Trotz eines schlechten Weihnachtsgeschäfts der Karstadt-Warenhäuser und der jüngsten Kursstürze sieht Arcandor-Vorstandsvorsitzender Thomas Middelhoff seine Ziele nicht in Gefahr. "Gehen Sie davon aus, dass ich die Sanierung Ende 2008 abgeschlossen haben werde", sagte Middelhoff der "Welt am Sonntag". Im Geschäftsjahr 2008/09 werde der Konzern ein Ebitda von 1,3 Mrd EUR erzielen.

MAN stockt bei Scania weiter auf - Euro am Sonntag

   Im Ringen um einen Zusammenschluss von MAN mit dem Wettbewerber Scania und der Nutzfahrzeugsparte von VW hat der Münchener Nutzfahrzeughersteller MAN seinen Anteil an Scania offenbar weiter erhöht. Der Münchener Konzern halte inzwischen "über 16% der Stimmrechte" an dem schwedischen Wettbewerber, schreibt "Euro am Sonntag" unter Berufung auf Finanzkreise. MAN kommentiere den Bericht nicht, sagte ein Sprecher des Unternehmens Dow Jones Newswires am Sonntagmittag.

Großmann (RWE): EdF plant keine RWE-Übernahme - SZ

   Der Energiekonzern EdF plant derzeit keine Übernahme seines deutschen Konkurrenten RWE. Dessen Vorstandsvorsitzender Jürgen Großmann erklärte nach einem Treffen mit EdF-CEO Pierre Gaddoneix der "Süddeutschen Zeitung" (SZ): "Grundsätzlich freut mich natürlich, dass RWE in der europäischen Energiewirtschaft hohe Anerkennung und Wertschätzung genießt. Gaddoneix hat mir aber versichert, dass es kein aktuelles Interesse gibt." Zuvor hatte der "Spiegel" gemeldet, der staatliche französische Energieversorger habe offenbar viel konkretere Pläne zur Übernahme seines deutschen Konkurrenten RWE als bisher bekannt.

Luxemburger PIN-Muttergesellschaft meldet Insolvenz an

   Nach zahlreichen PIN-Töchtern hat auch die Luxemburger Muttergesellschaft des angeschlagenen privaten Postdienstleisters Insolvenz angemeldet. Unternehmenssprecher Thomas Schulz sagte der Nachrichtenagentur AP, der Antrag sei am Freitag beim Amtsgericht Köln gestellt worden, und bestätigte damit einen Vorabbericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

Mercedes investiert 400 Mio USD in US-Händlernetz - Presse

   Mercedes-Benz will in drei Jahren offenbar 400 Mio USD in die Verbesserung des US-Händlernetzes investieren und setzt dabei auf das Autohauskonzept aus Deutschland. "Wir haben zu Jahresbeginn neue Standards für unsere 343 Händler herausgegeben, die sich an den Mercedes-Autohäusern in Deutschland orientieren", sagt US-Vertriebschef Ernst Lieb der Branchen- und Wirtschaftszeitung "Automobilwoche".

Total legt Berufung gegen Verurteilung wegen Tankerunglücks ein

   Der französische Ölkonzern Total will gegen seine Verurteilung wegen des Tankerunglücks von 1999 Berufung einlegen. Das kündigte das Unternehmen an. Unabhängig vom Ausgang des Berufungsverfahrens will der Konzern aber die Schadenersatzzahlungen von insgesamt 192 Mio EUR leisten, die er zusammen mit drei weiteren Angeklagten im Zusammenhang mit dem Auseinanderbrechen des Tankers "Erika" Ende 1999 außerdem übernehmen muss.

US-Staatsanwalt ermittelt bei Merck & Co und Schering-Plough - WSJ

   Die beiden US-Pharmakonzerne Merck & Co und Schering-Plough sind in den Blick des New Yorker Staatsanwalts gerückt. Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo habe von den Unternehmen Unterlagen über deren Cholesterinsenker "Vytorin" angefordert, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ). Cuomo wolle prüfen, ob die Konzerne negative Ergebnisse der Studie "Enhance" verheimlicht hätten.

Trichet: EZB auf Gewährleistung von Preisstabilität verpflichtet

   Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hat die Orientierung der EZB auf die Gewährleistung mittelfristiger Preisstabilität verteidigt. Gerade in Zeiten turbulenter Märkte komme den Zentralbanken bei der Aufrechterhaltung eines soliden Vertrauens in Preisstabilität eine wichtige Rolle zu, sagte Trichet dem französischen Fernsehsender LCI. Ohne diese Zuversicht werde sie die Instabilität der Märkte noch vergrößern, warnte er.

DIHK fordert wegen Finanzmarktkrise Konjunkturprogramm - WiWo

   Angesichts der weltweiten Finanzmarktkrise fordert der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, von der Regierung die Auflage eines Konjunkturprogramms. Braun plädierte in der "Wirtschaftswoche" (WiWo) für Erleichterungen bei der Einkommensteuer in Höhe von 12 Mrd EUR durch höhere Freibeträge und niedrigere Steuersätze. Der Deutsche Gewerkschaftsbund forderte hingegen ein öffentliches Investitionsprogramm.

Obama siegt im Vorwahlrennen der USA in South Carolina

   Barack Obama hat im Vorwahlrennen der Demokratischen Partei mit einem zweiten Sieg seine Position verbessert. Er gewann am Samstag mit 55% der Stimmen die Vorwahl in South Carolina und profitierte dabei von einer massiven Unterstützung der schwarzen Wähler in diesem Südstaat. Seine insgesamt weiter vorn liegende Rivalin Hillary Clinton kam mit 27% auf den zweiten Platz.

   DJG/bam

(END) Dow Jones Newswires

   January 27, 2008 12:01 ET (17:01 GMT)

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MAN vz 81,3 +0,7%
Daimler 39,0 +0,4%
Arcandor 6,9 -1,1%
TOTAL 52,5 +2,2%
RWE vz 65,3 +2,1%
Volkswagen vz 88,7 -0,6%
Scania AB (A) 9,7 +3,9%
Nokia 16,0 +3,6%
MerckCo 23,8 -2,5%
Schering-Plough 12,6 -2,0%
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