29.06.2008 17:33
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WOCHENENDÜBERBLICK/28. und 29. Juni 2008

   BMF: Bund erhöht Ausgaben 2009 um 5,2 Mrd auf 288,4 Mrd EUR

   Der Bund soll 2009 nach dem aktuellen Haushaltsentwurf von Finanzminister Peer Steinbrück 5,2 Mrd EUR mehr ausgeben können als 2008 geplant. "Damit beträgt das Haushaltsvolumen 2009 laut Entwurf 288,4 Mrd EUR", erklärte Steinbrücks Sprecher Torsten Albig und bestätigte damit Angaben aus einem Vorabbericht des "Spiegels". Die Nettokreditaufnahme (NKA) des Bundes soll nach dem Plan 2009 bei 10,5 Mrd EUR liegen, und ab 2011 will der Bund dann gar keine neuen Schulden mehr aufnehmen.

Steinbrück warnt EZB vor Zinserhöhung - Spiegel

   In der Koalition wächst offenbar die Sorge über die in der nächsten Woche anstehende Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). "Die EZB muss bedenken, dass sie mit einer Zinserhöhung ein falsche Signal setzen könnte, weil diese im Abflauen der Konjunktur prozyklisch wirken könnte", sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dem "Spiegel". Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Rainer Wend halte höhere Zinsen gegenwärtig für nicht geboten. "Die EZB sollte die Zinsen stabil halten, um das Wachstum nicht noch zusätzlich zu gefährden", sagte er.

EZB/Trichet: Notenbanken für Preisstabilität verantwortlich

   Aufgabe der Notenbanken ist nach Aussage des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) die Gewährleistung von Preisstabilität, auch wenn sie relative Preisänderungen in der Wirtschaft nicht kontrollieren könnten. "Notenbanken können relative Preise nicht kontrollieren, aber wir sind für die Preisstabilität auf mittlere Sicht verantwortlich", sagte Jean-Claude Trichet.

IG Metall: Verhandlungen über Altersteilzeit gescheitert

   Die Verhandlungen um eine Neuregelung der Altersteilzeit in der Metallbranche sind am Freitagabend in Böblingen gescheitert. IG-Metall-Sprecher Kai Bliesener warf der Arbeitgeber-Seite nach der siebten Verhandlungsrunde eine "Rolle rückwärts" in den Gesprächen vor. Sie hätten "bereits gesetzte Positionen wieder zurückgezogen", sagte Bliesener. Auch die Arbeitgeber erklärten die Gespräche für "beendet".

Siemens streicht in Sektoren insgesamt 13.600 Stellen - Kreise

   Die Siemens AG will in den drei Sektoren Industry, Energy und Healthcare, die das Kerngeschäft bei Siemens abbilden, insgesamt rund 13.600 Stellen streichen. Die Stellenstreichungen erfolgen im Zuge der geplanten Kürzung der allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten (SG&A) sowie "weiterer Maßnahmen", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person Dow Jones Newswires am Freitag. Damit addieren sich die geplanten Streichungen bei Siemens weltweit auf rund 17.200 Stellen.

Siemens-CEO Löscher verteidigt geplanten Stellenabbau - Bild

   Siemens-Vorstandsvorsitzender Peter Löscher hat die von dem Konzern weltweit geplanten Stellenstreichungen verteidigt. "Unser Geschäft wächst. Aber unsere Verwaltungen müssen schlanker werden. Wir fordern von der Führungsebene und der Verwaltung genau das ein, was für die Mitarbeiter in den Fabriken selbstverständlich ist: Produktivität und Effizienz", sagte Löscher der "Bild"-Zeitung (Montagausgabe). Löscher rechtfertigte den Abbau mit dem notwendigen Einsparen von Verwaltungskosten und wachsenden konjunkturellen Risiken.

Hannover Rück bestätigt Jahresprognose 2008

   Die Hannover Rückversicherungs AG hat ihre Jahresprognose für 2008 bestätigt. Vorstandsvorsitzender Wilhelm Zeller sagte auf einer Investorenkonferenz in London, er rechne in diesem Jahr weiterhin mit rund 5 EUR Gewinn je Aktie.

ver.di fordert Stopp des Postbank-Verkaufs - EuramS

   Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will den eingeleiteten Verkauf der Postbank noch stoppen. "Wir fordern die Bundesregierung und den Vorstand der Deutschen Post auf, die Verkaufsverhandlungen für die Postbank zu beenden", sagte ver.di-Vorstandsmitglied Uwe Foullong der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" (EuramS).

Telekom-CEO Obermann plant keinen Rücktritt wg Affäre - Spiegel

   Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Rene Obermann, will sich bei möglichen Opfern der Spitzelaffäre entschuldigen. Persönliche Konsequenzen wie einen Rücktritt von seinem Vorstandsposten im Zuge der Affäre schloss der Manager aus, schreibt "Der Spiegel" am Samstag in einer Vorabmeldung. Zwar stehe er mit dem Konzern zur Zeit "mitten im Feuer", habe sich aber persönlich nichts vorzuwerfen, versicherte der CEO in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin.

RWE-CEO Großmann: Zahlen zu Personalabbau "Spekulation" - FASZ

   Der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Jürgen Großmann, hat das Ziel, bis 2012 mindestens 1 Mrd EUR einsparen zu wollen, in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FASZ) bestätigt. Gleichzeitig beurteilte der Manager den von dem Blatt genannten Abbau von 1.000 Stellen als "Spekulation".

Deutsche Bank kooperiert mit russischer Sberbank

   Die Deutsche Bank hat eine enge Kooperation mit dem größten russischen Geldhaus, der Sberbank, vereinbart. Dies bestätigte eine Sprecherin des Frankfurter Instituts am Sonntagnachmitttag gegenüber Dow Jones Newswires. Eine Absichtserklärung für einen Kooperationsvertrag sei bereits Anfang Juni in St. Petersburg unterzeichnet worden.

Arcelor Mittal will Preise für Autobauer um 60% anheben - ams

   Die Automobilhersteller in Europa müssen sich auf eine Steigerung der Stahlpreise in der Größenordnung von 60% einstellen. Der Stahlkonzern Arcelor Mittal kündigte im Interview mit "auto motor und sport" (ams) an, schon in den nächsten Wochen und Monaten die Preise in mehreren Schritten anzupassen, um einen zu drastischen Preisanstieg 2009 zu vermeiden.

Automobilindustrie startet Elektro-Mobil-Offensive - WiWo

   Die deutsche und die internationale Automobilindustrie erhöht unter dem Druck der weiter steigenden Ölpreise offenbar das Tempo bei der Entwicklung von Elektrofahrzeugen. Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber stellte im Interview mit der "WirtschaftsWoche" (WiWo) neben dem Elektrosmart, der 2010 erscheinen soll, auch E-Versionen der aktuellen Mercedes A- und B-Klasse in Aussicht.

Toshiba will bis 2015 mindestens 33 Kernkraftwerke bauen - HB

   Der japanische Mischkonzerns Toshiba will bis 2015 mindestens 33 Atomreaktoren errichten. "Allein auf dem US-Markt winken Aufträge für 31 Reaktoren", zitiert das "Handelsblatt" (HB) Präsident und CEO Atsutoshi Nishida am Sonntag vorab aus der Montagausgabe.

(END) Dow Jones Newswires

   June 29, 2008 11:30 ET (15:30 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 30 AM EDT 06-29-08

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