04.01.2009 18:03
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WOCHENENDÜBERBLICK/3. und 4. Januar 2009

   EZB fordert Verantwortung für europäische Bankenaufsicht - WiWo

   Die Europäische Zentralbank (EZB) hat vor dem Hintergrund der Finanzkrise erstmals Interesse bekundet, Aufgaben einer neuen europäischen Bankenaufsicht zu übernehmen. "Im Euro-Raum könnte die EZB gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken des Euro-Systems die Aufsicht über die grenzüberschreitend tätigen Banken übernehmen", sagte Lucas Papademos, Vizepräsident der EZB, der "WirtschaftsWoche" (WiWo).

Rüttgers fordert Rettungsfonds für Unternehmen - Spiegel

   Der nordrhein-westfälische Regierungschef Jürgen Rüttgers hat einen Fonds zur Rettung von Unternehmen im Volumen von 100 Mrd EUR gefordert, um die Folgen der Weltwirtschaftskrise abzumildern. Wenn in den nächsten Monaten Instrumente wie Kurzarbeitergeld oder flexible Arbeitszeitkonten ausgeschöpft seien, erwarte er einen dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit und Insolvenzen bislang gesunder Unternehmen, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Gasstreit sorgt für erste Lieferrückgänge in der EU

   In der EU haben erste Rückgänge bei den russischen Gaslieferungen die Sorge vor Versorgungsengpässen durch den Streit zwischen Russland und der Ukraine verstärkt. Die ukrainische Regierung warnte, binnen zehn Tagen könne es zu "ernsten technischen Problemen" bei der Durchleitung kommen. Mehrere osteuropäische Staaten beklagten Minderungen der Liefermengen um bis zu 30%.

Bundesagentur für Arbeit erzielt 2008 1 Mrd EUR Überschuss - BamS

   Trotz rückläufiger Beitragseinnahmen hat die Bundesagentur für Arbeit (BA) im vergangenen Jahr etwa 1 Mrd EUR Überschuss erwirtschaftet. "Zusammen mit den Rücklagen aus den Jahren zuvor verfügen wir über etwas mehr als 16 Mrd EUR Reserven", schrieb BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise in einem Gastbeitrag für die Zeitung "Bild am Sonntag".

Bund drohen Ausfälle durch Hermesbürgschaften - Handelsblatt

   Die Hermesbürgschaften des Bundes entwickeln sich zum unkalkulierbaren Risiko für den Bundeshaushalt. Auslöser ist die sich rapide verschlechternde Zahlungsfähigkeit ausländischer Schuldner - etwa in Russland. "Das Ausfallrisiko steigt durch die weltweite Rezession erheblich", sagte Steffen Kampeter, haushaltspolitischer Sprecher der Union, dem "Handelsblatt".

US-Demokrat: Konjunkturpaket bis Anfang Februar unterschrieben

   Das geplante milliardenschwere Konjunkturpaket für die US-Wirtschaft soll nach dem Willen der Demokratischen Partei bis Anfang Februar unter Dach und Fach sein. Bis Ende Januar solle das Paket vom Repräsentantenhaus gebilligt, dem Senat vorgelegt und dann bis Anfang Februar von Präsident Barack Obama unterschrieben werden, sagte der Mehrheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Steny Hoyer, in der Fernsehsendung "Fox News Sunday". Hoyer bestätigte, der Umfang des Pakets belaufe sich auf "etwa" 775 Mrd bis 1 Bill USD.

BASF/Hambrecht schließt Kurzarbeit nicht aus - FAS

   Die BASF SE will angesichts der aktuellen Rezession auch Kurzarbeit nicht ausschließen, wenn Zeitguthaben der Mitarbeiter, Urlaub und andere betriebliche Maßnahmen ausgeschöpft sind. BASF-Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS), den Vorschlag eines Verzichts betriebsbedingter Kündigungen aller DAX-Konzerne halte er für unrealistisch. "Wir fahren derzeit auf Sicht. Eine längerfristige Prognose kann niemand seriös abgeben", sagte der Manager.

Commerzbank scheitert zunächst bei Dresdner-Vorstandswahl - Spiegel

   Der Commerzbank-Vorstandssprecher und zwei weitere Manager des Frankfurter DAX-Konzerns sind einem Pressebericht zufolge vom Aufsichtsrat der Dresdner Bank auf einer Sitzung nicht zu Vorständen des Instituts gewählt worden. Die Arbeitnehmervertreter im Dresdner-Aufsichtsrat hätten Commerzbank-CEO Martin Blessing und zwei weiteren Managern die Zustimmung verweigert, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" vorab aus seiner neuen Ausgabe.

Daimler weist Bericht über Interesse an Volvo zurück

   Die Daimler AG hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach der Stuttgarter Automobilhersteller Interesse an der Ford-Tochter Volvo gehabt haben soll. Ein solches Interesse habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, sagte ein Daimler-Sprecher. Zuvor hatte "Der Spiegel" berichtet, Ford habe bei der Suche nach einem Volvo-Käufer eine Absage von Daimler erhalten. Daimler soll dem Bericht zufolge einen möglichen Deal geprüft und eine Menge drohender Nachteile erkannt haben.

Daimler will Batterien auch an Dritte verkaufen - Handelsblatt

   Die Daimler AG sucht auf dem Zukunftsmarkt Batterietechnik den direkten Wettbewerb mit großen Zuliefererkonzernen wie Bosch. Der Hersteller erwägt, seine Lithium-Ionen-Batterien aus der angekündigten Batterie-Allianz mit Evonik auch weiterzuverkaufen. "Mittelfristig ist auch der Verkauf an Dritte möglich", sagte der zuständige Daimler-Vorstand Thomas Weber dem "Handelsblatt".

Ford schätzt US-Absatz 2008 branchenweit auf 13,2 Mio Autos

   Die Ford Motor Co geht davon aus, dass in den USA im vergangenen Jahr 19% weniger Automobile verkauft worden sind als noch ein Jahr zuvor. Die Industrie habe 2008 ohne Berücksichtigung der schweren Lkw nur noch 13,2 Mio Fahrzeuge abgesetzt, nach 16,2 Mio Automobilen im Jahr 2007, sagte Ford-Marktanalyst George Pipas.

US-Hypothekenbank IndyMac wird für 13,9 Mrd USD verkauft

   Die insolvente US-Hypothekenbank IndyMac wird für 13,9 Mrd USD an die Investorengruppe IMB Management Holdings verkauft. Wie die US-Behörden mitteilten, sind insgesamt sieben Investitionsfonds am Kauf des kalifornischen Geldinstituts beteiligt, das seit Juli der Kontrolle des staatlichen Einlagensicherungsfonds (FDIC) unterstellt war und als IndyMac Federal Bank weiter betrieben wurde.

   DJG/jhe

   (END) Dow Jones Newswires

   January 04, 2009 11:30 ET (16:30 GMT)

   Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 30 AM EST 01-04-09



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