Nach den deutlichen Gewinnen am Freitag lassen die Anleger zum Wochenauftakt Ruhe walten, kurz nach der Handelseröffnung gewinnt der
Dow Jones leicht um 0,09 Prozent auf 10.969,32 Punkte, der S&P 500 legt 0,06 Prozent auf 1.286,27 Zähler zu. Die
Nasdaq rückt ebenfalls vor und verbessert sich um 0,13 Prozent auf 2.308,57 Punkte. Neben den Daten zu den Verbraucherkrediten stehen am Abend auch Quartalszahlen des Aluminiumkonzerns Alcoa auf der Agenda.
Mit der Eröffnung der Detroit Motor Show stehen auch die Automobilbauer im Fokus der Anleger, zudem sorgen auch Analystenkommentare für Aufsehen. So gewinnen Aktien des angeschlagenen Automobilkonzerns General Motors 4 Prozent, nachdem die Analysten von Goldman Sachs den Titel von "Underperform" auf "In-Line" stuften. Daneben legen Ford-Aktien um mehr als 3 Prozent zu. Der Konzern plant Presseangaben zufolge ein groß angelegtes Restrukturierungsprogramm, um die derzeitige Krise zu überwinden.
Um mehr als 5 Prozent springen Aktien von Human Genome Sciences an der NASDAQ, nachdem das Biotechnologieunternehmen einen Kooperationsvertrag mit Amgen bekannt gab. Rund 2 Prozent fester starteten Anteilsscheine von Guidant in den Tag. Der US-Medizintechnikkonzern Boston Scientific gab ein definitives Übernahmeangebot für den Konkurrenten in Höhe von 25 Mrd. Dollar ab und übertrumpfte damit die Offerte von Johnson & Johnson. Mehr als 1 Prozent leichter tendieren indes Papiere von IBM, die Analysten von JP Morgan senkten ihr Rating von "Overweight" auf "Neutral" ab. Auch für Amazon.com sind die Wertpapierexperten von JP Morgan pessimistischer gestimmt und senkten ihre Empfehlung von "Neutral" auf "Underweight", Aktien des Online-Händlers tendieren daraufhin 1 Prozent schwächer.
Die amerikanische Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039/ WKN 860853) gab am Samstag bekannt, dass sie an ihrer Umsatzprognose für Januar festhält. Demnach rechnet der weltgrößte Einzelhandelskonzern für den laufenden Berichtszeitraum weiterhin mit einem Wachstum der vergleichbaren Umsätze um 3 bis 5 Prozent. In der letzten Handelswoche war die Nachfrage nach Lebensmitteln stärker als die nach allgemeinen Handelswaren. Für die letzte Berichtsperiode Dezember hatte der US-Konzern bei den so genannten Same-Store Sales einen enttäuschenden Anstieg um lediglich 2,2 Prozent gemeldet.
Der weltgrößte Automobilkonzern General Motors Corp. (ISIN US3704421052/ WKN 850000) gab heute bekannt, dass er seinen Fahrzeugabsatz in Europa im vergangenen Jahr um 1,1 Prozent auf über 1,98 Millionen Einheiten steigern konnte. Wie der US-Konzern weiter mitteilte, ist sein Marktanteil in West-, Zentral- und Osteuropa in 2005 geringfügig auf 9,5 Prozent gewachsen. Man konnte im vergangenen Jahr in Europa damit stärker wachsen als der Markt, der um weniger als 1 Prozent zugelegt hat, so General Motors.
Der Automobilkonzern Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) plant Presseangaben zufolge ein groß angelegtes Restrukturierungsprogramm um die derzeitige Krise zu überwinden. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, kündigte der Konzernchef Bill Ford im Rahmen der Automobilmesse in Detroit "schmerzhafte Einschnitte" an. Wie die Zeitung unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, will Ford dabei in Nordamerika rund 25.000 bis 30.000 Mitarbeiter entlassen und bis zu zehn Fabriken schließen. Analysten halten es jedoch für fraglich, ob der Automobilkonzern durch dieses Konzept die derzeitige Krise meistern kann. Der Konzernchef kündigte des Weiteren für das Gesamtjahr 2005 schwarze Zahlen an: "Wir werden solide profitabel sein, wenn wir die Bücher für 2005 schließen", wird der Manager zitiert. Ford hatte in den ersten neun Monaten einen Verlust von mehr als 1,4 Mrd. Dollar (1,16 Mrd. Euro) vor Steuern in Nordamerika verzeichnet. In anderen Regionen sei das Unternehmen aber profitabel, hieß es. Die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr sollen am 23. Januar veröffentlicht werden, wobei in diesem Zusammenhang auch Einzelheiten bezüglich der geplanten Restrukturierung verkündet werden sollen, berichtet die "FTD" weiter.
Das amerikanische Biotechnologieunternehmen Human Genome Sciences Inc. (ISIN US4449031081/ WKN 889323) verkündete heute einen Kooperationsvertrag mit dem weltgrößten Biotechnologiekonzern Amgen Inc. (ISIN US0311621009/ WKN 867900). Demnach hat Amgen exclusive und weltweite Rechte zur Entwicklung und Kommerzialisierung bestimmter Produkte zur Behandlung von Krebs und nicht-exclusive Rechte zur Entwicklung und Kommerzialisierung bestimmter Diagnoseprodukte, welche auf einem von Human Genome Sciences entdeckten menschlichen Gen basieren, erworben. Im Gegenzug erhält Human Genome Sciences eine Vorauszahlung, jährliche Lizenzgebühren sowie erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen.
Der amerikanische Medizintechnikkonzern Boston Scientific Corp. (ISIN US1011371077/ WKN 884113) geht für das Gesamtjahr von einem Umsatz unterhalb der durchschnittlichen Analystenschätzung aus. Wie der Konzern, der zuvor am Sonntag ein Übernahmeangebot für den Konkurrenten Guidant Inc. (ISIN US4016981056 / WKN 893513) in Höhe von 25 Mrd. Dollar eingereicht hatte, am Montag bekannt gab, geht man für das Gesamtjahr von Umsatzerlösen in Höhe von 6,28 Mrd. Dollar aus, was einem Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz bei medizinischen Gefäßimplantaten (Stents) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 2,14 Mrd. Dollar auf 2,56 Mrd. Dollar. Im vierten Quartal lagen die Umsatzerlöse nach vorläufigen Berechungen bei 1,54 Mrd. Dollar, wobei hierin Erlöse in Höhe von 640 Mio. Dollar im Bereich Gefäßimplantate enthalten sind. Analysten hatten im Vorfeld einen Erlös von 1,59 Mrd. Dollar für das vierte Quartal sowie 6,32 Mrd. Dollar für das Gesamtjahr erwartet.
Der US-Medizintechnikkonzern Boston Scientific Corp. gab am Sonntag ein formales, definitives Übernahmeangebot für den Konkurrenten Guidant Inc. in Höhe von 25 Mrd. Dollar ab. Damit liegt die Offerte für Guidant über der des amerikanischen Konsumgüter- und Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson (ISIN US4781601046/ WKN 853260), die 21,5 Mrd. Dollar für Guidant vorsieht. Im Rahmen der Boston Scientific-Offerte sollen Guidant-Aktionäre 72 Dollar für jede Aktie erhalten, jeweils 36 Dollar in Bargeld und Aktien. Das jüngste Angebot von Boston Scientific sieht im Gegensatz zum ersten Angebot vom 5. Dezember eine Transaktion im Volumen von insgesamt 4,3 Mrd. Dollar vor, bei der das Guidant-Geschäft mit Gefäßimplantaten (Stents) und anderen kleinen Geräten an Abbott Laboratories (ISIN US0028241000/ WKN 850103) verkauft werden soll, um im Falle des Zuschlags die Genehmigung durch die Wettbewerbsbehörden sicherzustellen.
Der Mischkonzern Tyco International Ltd. (ISIN BM9021241064/ WKN 907902) erwägt Presseangaben zufolge die Abspaltung zweiter Geschäftsbereiche. Wie das "Wall Street Journal" (Montagsausgabe) berichtet, handelt es sich dabei um die Bereiche Elektronik sowie Healthcare. Das Board des Unternehmens könnte noch in der laufenden Woche über entsprechende Pläne entscheiden, so der Bericht weiter. Der Konzern würde danach noch aus den Bereichen Sicherheit, Feuerschutz und Pumpen und Ventile bestehen.