Der Ölpreis, der aktuell wieder den Sprung über die 60-Dollar-Marke geschafft hat, lastet auf dem Markt. Zwar eröffneten die US-Börsen im positiven Terrain, konnten die Gewinne aber nur kurz halten. Aktuell verliert der
Dow Jones 0,25 Prozent auf 10.830,04 Punkte, während der S&P 500 0,16 Prozent auf 1.261,66 Zähler einbüßt. Die Technologiebörse
Nasdaq sackt leicht um 0,18 Prozent auf 2.256,73 Punkte ab. Um 16.00 Uhr MEZ steht der Challenger Report zu den amerikanischen Entlassungsankündigungen ins Haus, am späteren Abend erwarten die Marktteilnehmer noch die Daten zu den Verbraucherkrediten.
Etwas leichter starteten Microsoft-Aktien in den Tag. Die südkoreanische Kartellbehörde verhängte heute eine Verfügung sowie eine Geldstrafe gegen den Software-Konzern. Zudem teilte das Unternehmen mit, dass man 1,7 Mrd. Dollar in Indien investieren will. Laut einem Pressebericht will Ford in den nächsten fünf Jahren 25.000 bis 30.000 Arbeitsplätze weltweit abbauen, die Aktie reagiert darauf mit einem knapp 2-prozentigen Plus.
Papiere von Cisco System legen an der NASDAQ nach einer Aufstufung seitens der Analysten von J.P. Morgan rund 2 Prozent zu. Deutlich stärker tendieren auch Papiere von Rigel Pharmaceuticals, nachdem eine Studie zur Behandlung von Leukämie positive Resultate hervorbrachte. Nach Vorlage von Quartalszahlen, die über den Erwatungen des Analysten lagen, gewinnen Anteilsscheine von Comverse Technology ebenfalls deutlich.
Der zweitgrößte US-Automobilhersteller Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) wird nach Angaben der "Detroit News" im Rahmen einer weltweiten Restrukturierung 25.000 bis 30.000 Arbeitsplätze in den nächsten fünf Jahren abbauen und mindestens zehn Werke schließen. Wie die Zeitung weiter berichtet, wird der Automobilkonzern in den nächsten Wochen zudem den Rücktritt von bis zu sieben Top-Managern ankündigen. Im Vergleich dazu hat der weltgrößte Automobilhersteller General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) seinerseits bereits den Abbau von 30.000 Stellen und die Schließung von zwölf Werken angekündigt. Der Ford-Konzern musste im dritten Quartal einen Verlust von 284 Mio. Dollar verbuchen. Das US-Fahrzeuggeschäft befindet sich in diesem Jahr bisher mit über 1,4 Mrd. Dollar vor Steuern in den roten Zahlen. Ende November wurde bereits der Abbau von 4.000 Stellen in Nordamerika angekündigt.
Der weltgrößte Automobilhersteller General Motors Corp. (GM) gab am Dienstag bekannt, dass sein CFO John Devine nach Ablauf seines Vertrags Ende dieses Monats zurücktreten wird. Seine Nachfloge wird GM Europe Chairman Frederick Henderson antreten. Devine (61), der einst 32 Jahre lang beim Konkurrenten Ford Motor Co. gearbeitet hat, ist seit Januar 2001 als CFO beim US-Konzern tätig. Er wird zum 31. Dezember 2005 zurücktreten, jedoch noch bis zu zwölf Monate als Vice Chairman im Konzern verbleiben, um eine reibungslose Übergangsphase zu garantieren und GM in anderen strategischen Fragen beraten zu können. Henderson (47) wird demnach ab dem 1. Januar 2006 als neuer CFO fungieren. Nachdem Devine nun seinen Rücktritt angekündigt hat, sehen viele nun in ihm einen möglichen Nachfolger für Chairman und CEO Richard Wagoner. Carl-Peter Forster wird Henderson als GM Group Vice President und President von GM Europe ersetzen.
Der weltgrößte Software-Konzern Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) gab Mittwoch bekannt, dass er 1,7 Mrd. Dollar in Indien investieren will. Zudem wurden heute eine Verfügung sowie eine Geldstrafe gegen den US-Konzern von der südkoreanischen Kartellbehörde verhängt. Wie die südkoreanische Fair Trade Commission (FTC) heute mitteilte, muss Microsoft in Südkorea künftig seinen Instant Messaging-Service von seiner Windows-Software trennen und Konkurrenzprodukte innerhalb seines Betriebssystems zulassen. Zudem wurde dem Software-Giganten eine Geldstrafe in Höhe von rund 32 Mio. Dollar auferlegt. Der US-Konzern will jedoch gegen das FTC-Urteil Berufung einlegen. Darüber hinaus teilte Microsoft-Chairman Bill Gates heute mit, dass der Konzern in Indien 1,7 Mrd. Dollar in den nächsten vier Jahren investieren und dabei 3.000 neue Arbeitsplätze schaffen will. Demnach beabsichtigt der Branchenprimus, der zurzeit ca. 4.000 Mitarbeiter in Indien beschäftigt, rund die Hälfte der genannten Summe in sein bestehendes F&E-Zentrum, seine globale Software-Vertriebssparte und die Expansion in 33 weitere Städte (Eröffnung von Einzelhandelsfilialen) zu investieren.
Der Software-Konzern Microsoft Corp. und die Internet-Suchmaschine Google Inc. (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) verhandeln nach Angaben des "Wall Street Journal" derzeit intensiv um ein Werbeabkommen mit AOL, der Internet-Sparte der US-Medienkonzerns Time Warner Inc. (ISIN US8873171057/ WKN 592629). Wie die Zeitung heute in ihrer Online-Ausgabe berichtet, würde der weltgrößte Internet Service Provider im Rahmen des Microsoft-Vorschlags auf die Suchmaschine von Mircosoft umstellen und beide Unternehmen würden künftig gemeinsam Online-Werbung über AOL und das Microsoft-Portal MSN verkaufen. Dabei würden die Werbeangebote weitaus mehr Kunden erreichen als jetzt, hieß es. Jedoch befinde sich auch Google in Gesprächen mit Time Warner und könnte dabei als Gewinner hervorgehen. Laut der Zeitung besteht ein Knackpunkt derzeit darin, dass sich Google - im Gegensatz zu Microsoft - bisher geweigert hat, Time Warner einen Mindestbetrag bei den Werbeeinnahmen zuzusichern.
Der amerikanische Mischkonzern 3M Co. (ISIN US88579Y1010/ WKN 851745) gab heute bekannt, dass er George Buckley mit sofortiger Wirkung zum Chairman, President und CEO bestellt hat. Buckley, einst Chairman und CEO beim Mischkonzern Brunswick Corp. (ISIN US1170431092/ WKN 850531), der u.a. Boote für den Freizeitbereich herstellt, folgt damit Interims-Chairman und -CEO Robert Morrison, der 3M seit dem 1. Juli 2005 geführt hat. Vor seiner Zeit bei Brunswick war Buckley bei der Emerson Electric Co. (ISIN US2910111044/ WKN 850981) als President der US-Elektromotor-Sparte und der Automotive und Precision Motors-Sparte tätig. Der ehemalige CEO James McNerney hat 3M im Juni dieses Jahres verlassen, um eine Position beim Flugzeughersteller Boeing Co. (ISIN US0970231058/ WKN 850471) anzunehmen.
Die Comverse Technology Inc. (ISIN US2058624022/ WKN 885712) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal 2005 vorgelegt. Demnach konnte der amerikanische Telekommunikationssoftware-Hersteller das Ergebnis mehr als verdoppeln und damit die Erwartungen übertreffen. Das Nettoergebnis belief sich demnach im dritten Quartal 2005 auf 38,3 Mio. Dollar bzw. 18 Cents je Aktie nach 16 Mio. Dollar bzw. 8 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Analystenschätzung hatte sich im Vorfeld auf 15 Cents je Aktie belaufen. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtszeitraum von 245,5 Mio. Dollar auf nun 299 Mio. Dollar. Die Analysten hatten hier im Vorfeld einen Wert von durchschnittlich 292,89 Mio. Dollar erwartet. Für das Schlussquartal erwarten die Analysten derzeit ein EPS von 17 Cents bei Umsatzerlösen von 301,2 Mio. Dollar.
Der US-Rüstungskonzern General Dynamics Corp. (ISIN US3695501086/ WKN 851143) beabsichtigt nach Angaben der "Washington Post", in seiner U-Boot-Sparte Electric Boat Corp. aufgrund eines unzureichenden Auftragsbestandes bis zu 2.400 Mitarbeiter zu entlassen. Wie die Zeitung heute berichtet, werden die Entlassungen, die rund 20 Prozent der Belegschaft der Sparte betreffen, Anfang des nächsten Jahres beginnen. Weitere 4.000 Arbeitsplätze seien indes gefährdet, sollte man nicht weitere Aufträge an Land ziehen. Die Zahl der Entlassungen könnte sich um rund 500 reduzieren, wenn genügend Mitarbeiter in Pension gehen bzw. durch natürliche Fluktuation ausscheiden, so die Zeitung. Die Sparte Electric Boat, die insgesamt rund 11.800 Mitarbeiter, vor allem in Connecticut und Rhode Island beschäftigt, verfügt zurzeit über Aufträge zum Bau von U-Booten bis 2014, hieß es weiter.