Die amerikanischen Börsen starten mit gemischten Vorzeichen in die neue Woche, auf der Verliererseite findet sich dabei die Technologiebörse
Nasdaq mit einem 0,12-prozentigen Abschlag auf 2.336,28 Punkte. Dagegen schieben sich der
Dow Jones um 0,12 Prozent auf 11.133,03 Zähler und der S&P 500 um 0,09 Prozent auf 1.296,63 Punkte nach vorne.
Am Abend wird Alcoa die Berichtssaison eröffnen, zudem verkündete der Aluminiumkonzern die Gründung eines Joint Venture zur Herstellung von Aluminiumblechen in China. Kurz nach Handelsstart verfestigt sich der Titel daraufhin um rund 1 Prozent. Leicht positive Vorzeichen prägen das Geschehen zudem bei Walt Disney. Einem Pressebericht zufolge beabsichtigt Medien- und Entertainment-Konzern, einige seiner neuesten und beliebtesten ABC-Sendungen im Internet kostenfrei zur Verfügung zu stellen, um neue Werbeumsätze zu generieren.
Einen kräftigeren Kursanstieg von 3,5 Prozent verzeichnen Papiere von Rite Aid, der Titel profitiert dabei von einer Aufstufung durch die Credit Suisse. Dagegen senkten die Analysten von Stifel Nicolaus das Rating für das Online-Reisebüro Expedia, woraufhin Papiere des Unternehmens mehr als 2 Prozent einbüßen. Noch deutlicher in Richtung Süden geht es für ATI Technologies. Die Anleger reagieren damit auf eine Abstufung von Friedman Billings.
Der amerikanische Aluminiumhersteller Alcoa Inc. (ISIN US0138171014/ WKN 850206) hat ein Joint Venture zur Herstellung von Aluminiumblechen in China geschlossen. Wie der weltweit größte Aluminiumhersteller heute bekannt gab, wurde das in Kunshan City ansässige Gemeinschaftsunternehmen mit der Shanxi Yuncheng Engraving Group vereinbart. Im Rahmen des Abkommens wird Alcoa mit 70 Prozent der Anteile die Mehrheit des Joint Ventures übernehmen. Das Gesamtinvestitionsvolumen wurde auf mehr als 95 Mio. Dollar beziffert.
Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Co. (ISIN US2546871060/ WKN 855686) beabsichtigt nach Angaben des "Wall Street Journal", einige seiner neuesten und beliebtesten ABC-Sendungen im Internet kostenfrei zur Verfügung zu stellen, um neue Werbeumsätze zu generieren. Der Zeitung zufolge plant der Konzern demnach, Sendungen wie "Desperate Houswives" und "Lost" ins Internet zu stellen. Dabei sollen Zuschauer jedoch nicht die Möglichkeit haben, Werbeunterbrechungen zu überspringen, wodurch sich Disney ein gewinnträchtiges Geschäft erhofft. Laut der Zeitung sollen sich bereits zehn Werbekunden für das Projekt gefunden haben, darunter Unternehmen wie Ford, Procter & Gamble und Unilever. Eine entsprechende Ankündigung wird im Laufe des Tages von Anne Sweeney, President der Disney-ABC Television Group, erwartet, hieß es weiter.
Der amerikanische Linux-Anbieter Red Hat Inc. (ISIN US7565771026/ WKN 923989) gab heute die vollständige Übernahme von JBoss bekannt. Wie Red Hat erklärte, handelt es sich bei der nicht börsennotierten Gesellschaft um einen Anbieter von Open-Source-Middleware. Der Kaufpreis, der zu 40 Prozent in bar und zu 60 Prozent in eigenen Aktien beglichen werden soll, wurde auf 350 Mio. Dollar beziffert. Des Weiteren erhält JBoss in Zusammenhang mit der Erfüllung bestimmter, performanceabhängiger Ziele bis zu weitere 70 Mio. Dollar. In Zusammenhang mit der Übernahme erwartet Red Hat für das im August 2006 endende Quartal einen leicht negativen Ergebniseinfluss, während das Jahresergebnis voraussichtlich keine Belastungen in Zusammenhang mit der Übernahme ausweisen wird. Die Akquisition soll im ersten Quartal abgeschlossen werden.
Die VeriFone Holdings Inc. (ISIN US92342Y1091/ WKN A0EADN), ein US-Spezialist für elektronische Zahlungssysteme, meldete heute, dass sie den israelischen Konkurrenten Lipman Electronic Engineering Ltd. (ISIN IL0004280116/ WKN 542163) für 793 Mio. Dollar in Bargeld und Aktien übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion, die bis Ende Oktober abgeschlossen werden soll, erhalten Lipman-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 0,5 VeriFone-Aktien sowie 14,30 Dollar in bar, bereinigt um eine Sonderdividende. Die Höhe der Sonderdividende, die noch endgültig beschlossen werden muss, wird jedoch den Angaben zufolge voraussichtlich mehr als 23 Mio. Dollar betragen. Lipman erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2005 einen Umsatz von 235,4 Mio. Dollar. Nach Abschluss der Transaktion, die noch der Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen sowie der Behörden bedarf, wird VeriFone weiterhin an der NYSE gelistet sein, wobei man zusätzlich an der Tel Aviv Stock Exchange notiert sein wird.
Die amerikanische Comverse Technology Inc. (ISIN US2058624022/ WKN 885712), ein Hersteller von Mobilfunk-Software, meldete heute, dass sie die private Netcentrex S.A. für 164 Mio. Dollar in bar übernehmen wird. Das französische Unternehmen, das neben dem Hauptsitz in Paris auch über Zweigstellen in den USA und Taiwan verfügt, entwickelt Next Generation Network (NGN) Sprach- und Video-Lösungen zur Optimierung von Netzwerkinfrastruktur. Die Transaktion, die bis zum 1. Juli abgeschlossen werden soll, wird das Ergebnis von Comverse in 2006 voraussichtlich nicht beeinflussen. Weitere 16 Mio. Dollar könnten zum Kaufpreis hinzukommen, sollte Netcentrex bestimmte Finanzziele in den Geschäftsjahren 2006 und 2007 erfüllen.