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14.03.2006 15:52

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Wall Street: Leichte Verluste nach schwachen Konjunkturdaten, Goldman Sachs im Fokus

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Nach schwächer als erwarteten Konjunkturdaten starteten die US-Börsen mit leichten Abschlägen in den heutigen Tag. So fiel der Einzelhandelsumsatz im Februar um 1,3 Prozent, wogegen nur ein Rückgang im Bereich von -0,7 bis -0,9 Prozent erwartet wurde. Des Weiteren stieg das Leistungsbilanzdefizit im vierten Quartal um 21,3 Prozent auf einen Rekordwert von 224,9 Mrd. Dollar, während Volkswirte lediglich einen Anstieg auf 218,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Aktuell verliert der Dow Jones 0,10 Prozent auf 11.065,37 Punkte, für den S&P 500 geht es um 0,05 Prozent auf 1.283,48 Zähler abwärts. Dagegen gewinnt die Nasdaq derzeit leicht um 0,08 Prozent auf 2.268,93 Punkte.

Im Interesse der Anleger stehen insbesondere die von Goldman Sachs präsentierten Quartalszahlen, die die Anleger kurz nach Ertönen der Eröffnungsglocke mit einem kräftigen Kursplus von 4,2 Prozent honorieren. Wie die Investmentbank mitteilte, konnte der Nettogewinn von 1,51 Mrd. Dollar auf 2,45 Mrd. Dollar gesteigert werden, womit die Erwartungen des Marktes deutlich geschlagen werden konnten.

Um 2 Prozent aufwärts geht es daneben für Papiere des Bierkonzerns Anheuser-Busch. Zuvor erhöhten die Analysten von Bear Stearns das Rating für den Titel von "underperform" auf "Peer perform", daneben sprachen die Analysten von Deutsche Securities eine Kaufempfehlung aus. Weniger positiv wurde hingegen der von Procter & Gamble gegebene Ausblick auf das dritte Quartal aufgenommen. Aktuell büßt der Wert knapp 4 Prozent ein.

Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg. Dabei konnte der Finanzkonzern insbesondere im Investment Banking sowie aufgrund der anhaltend positiven Rahmenbedingungen im Handel mit Festverzinslichen Wertpapieren, Währungen und Warentermingeschäften profitieren. Wie die Investmentbank heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 2,45 Mrd. Dollar bzw. 5,08 Dollar je Aktie, nach 1,51 Mrd. Dollar bzw. 2,94 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten lag der Nettogewinn im ersten Quartal bei 2,64 Mrd. Dollar bzw. 5,41 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 3,29 Dollar erwartet. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 6,41 Mrd. Dollar auf 10,34 Mrd. Dollar, was ebenfalls deutlich oberhalb der Analystenschätzung von 7,2 Mrd. Dollar lag. Für das laufende Quartal gehen Analysten von einem EPS von 2,76 Dollar sowie einem Umsatz von 6,50 Mrd. Dollar aus.

Der amerikanische Konsumgüterhersteller Procter & Gamble Co. (ISIN US7427181091/ WKN 852062) hebt seine Quartalsdividende an. Wie das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mitteilte, wird man künftig 31 statt bisher 28 Cents je Aktie pro Quartal an seine Anteilseigner ausschütten. Darüber hinaus bestätigte das Unternehmen seine Umsatz- und Gewinnprognose für das dritte Quartal des laufenden Fiskaljahres. Procter & Gamble rechnet weiterhin mit einem Umsatzplus zwischen 20 und 23 Prozent. Das Ergebnis soll zwischen 59 und 61 Cents je Aktie betragen.

Der amerikanische Aerospace- und Rüstungskonzern Alliant Techsystems Inc. (ISIN US0188041042/ WKN 880607) meldete am Montag, dass er seine Geschäftsaktivitäten umstrukturiert hat. Zudem wurde eine Personalie und die Senkung der Jahresprognose bekannt gegeben. Im Rahmen der Umstrukturierung, die zum 1. April wirksam wird, wird der Konzern künftig drei Geschäftsbereiche haben, darunter Mission Systems, Launch Systems und Ammunition Systems. Zudem wurde John Shroyer, Vice President für Operations, zum neuen CFO bestellt. Shroyer tritt damit zum 1. April die Nachfolge von Eric Rangen an, der das Unternehmen verlässt, um andere berufliche Möglichkeiten wahrzunehmen. Darüber hinaus wurde die EPS-Prognose für 2006 nach unten korrigiert. Man rechnet demnach nun mit einem Gewinn von 3,98 bis 4,01 Dollar pro Aktie, nach ursprünglich erwarteten 4,55 bis 4,58 Dollar pro Aktie. Die Umsatzprognose von 3,1 Mrd. Dollar wurde indes bestätigt. Für das Geschäftsjahr 2007 hob Alliant die EPS-Schätzung von 4,65 bis 4,80 Dollar auf 4,75 bis 4,90 Dollar und die Umsatzplanung von 3,30 Mrd. Dollar auf 3,35 Mrd. Dollar an. Analysten erwarten für 2006 und 2007 aktuell ein EPS-Ergebnis von 4,60 Dollar bzw. 4,82 Dollar.

Die Liberty Global Inc. (ISIN US5305551013/ WKN A0EQ3F), der größte Kabelbetreiber außerhalb in Europa und Japan, meldete heute, dass sich ihr Verlust im vierten Quartal deutlich ausgeweitet hat. Der Nettoverlust belief sich demnach auf 80,1 Mio. Dollar bzw. 19 Cents pro Aktie, gegenüber einem Fehlbetrag von 21,5 Mio. Dollar bzw. 7 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich auf Pro-Forma-Basis (einschließlich Jupiter Telecommunications in 2004) um 28 Prozent auf 5,15 Mrd. Dollar. Für 2006 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum auf 6,8 Mrd. Dollar. Das operative Cash-Flow soll bei 2,4 Mrd. Dollar (Vorjahr: 1,77 Mrd. Dollar) liegen.

Der amerikanische Mischkonzern General Electric Co. (ISIN US3696041033/ WKN 851144) gab heute die Übernahme der kanadischen ZENON Environmental Inc. (ISIN CA98942B1004/ WKN 903260) bekannt. Im Rahmen der Transaktion wir die Tochtergesellschaft GE Water & Process Technologies den auf die Herstellung von Filtern für Wasseraufbereitungssysteme spezialisierten Konzern für insgesamt 24 Kanadische Dollar (CAD) je Aktie übernehmen. Der Gesamtkaufpreis liegt damit bei 760 Mio. CAD bzw. 656 Mio. US-Dollar. Die Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Anteilseigner von ZENON Environmental. Durch die Akquisition wird der Spartenumsatz von GE Water & Process Technologies im kommenden Jahr nach Abschluss der Transaktion auf rund 2,5 Mrd. Dollar ansteigen.

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