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14.09.2005 16:06

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Wall Street: Uneinheitlicher Börsenstart, Lehman Brothers mit guten Zahlen

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Die US-Börsen starteten uneinheitlich in den Tag. Der Dow Jones konnte gleich zu Handelsbeginn einen kleinen Sprung nach oben machen, inzwischen hat er aber bereits wieder einige Punkte eingebüßt und notiert noch mit 0,1 Prozent im Plus bei 10.608,43 Zählern. Der S&P 500 startete ähnlich und steht noch mit 0,11 Prozent bei 1.232,57 Punkten im Plus. Ein anderes Bild zeichnete sich an der Nasdaq ab, die gleich mit Handelsbeginn den Rückwärtsgang einlegte. Aktuell fällt sie um 0,34 Prozent auf 2.164,30 Zähler.

Belastend wirkt sich ein gestiegener Ölpreis aus. Vorbörslich wurden zudem wichtige Konjunkturdaten bekannt gegeben. Das US-Handelsministerium präsentierte für August 2005 einen Rückgang des Einzelhandelsumsatzes, der kräftiger ausfiel als erwartet. Der Einzelhandelsumsatz ist um 2,1 Prozent zurückgegangen. Erwartet wurde ein Umsatzrückgang um 1,4 bis 1,5 Prozent. Ohne die Autoverkäufe ist der Einzelhandelsumsatz allerdings um 1,0 Prozent geklettert. Erwartet wurde hier lediglich ein Anstieg 0,5 bis 0,8 Prozent. Des Weiteren wurden die Zahlen zur US-amerikanischen Industrieproduktion im August veröffentlicht, die um 0,1 Prozent gestiegen ist. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 bis 0,5 Prozent.

Deutliche Gewinne verbucht die Aktie der Investmentbank Lehman Brothers. Das Unternehmen konnte heute mit positiven Quartalszahlen aufwarten.

Die General Electric-Aktie kann leicht zulegen nach einem Bericht in der "Financial Times". Wie berichtet wird, will der Mischkonzern in den nächsten Monaten einige seiner Industriesparten verkaufen.

Leichte Verluste muss das Papier von Procter & Gamble hinnehmen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, steht man vor dem Verkauf seiner Sparte für elektrische Zahnbürsten an die Church & Dwight Co. Inc. Der Erlös könne bis zu 100 Mio. Dollar betragen.

Deutliche Gewinne im frühen Handel fährt Home Depot ein, ebenso wie die Papiere von Merck, Exxon und Johnson&Johnson. General Motors führt mit einem Minus von knapp 0,4 Prozent die Liste der Verlierer an.

Die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Holdings Inc. (ISIN US5249081002/ WKN 891041) konnte im dritten Quartal aufgrund der starken Entwicklung im Investmentbanking sowie in der Vermögensverwaltung einen Gewinnanstieg erzielen. Der Nettogewinn lag im Berichtszeitraum bei 879 Mio. Dollar bzw. 2,94 Dollar je Aktie, nach einem Gewinn von 505 Mio. Dollar bzw. 1,71 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz kletterte von 2,6 Mrd. Dollar auf 3,9 Mrd. Dollar. Damit konnten die durchschnittlichen Analystenprognosen von einem Gewinn in Höhe von 2,37 Dollar je Aktie sowie einem Umsatz von 3,4 Mrd. Dollar übertroffen werden. Für das laufende Quartal erwarten Marktbeobachter ein EPS von 2,23 Dollar sowie einen Umsatz von 3,23 Mrd. Dollar.

Der US-Mischkonzern General Electric Co. (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144) will in den nächsten Monaten einige seiner Industriesparten verkaufen. Dies berichtet die "Financial Times" am Mittwoch unter Berufung auf ein Interview mit John Rice, Vice Chairman von GE und President & CEO von GE Industrial. Wie das "Handelsblatt" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, geht der Konzern davon aus, dass sein Geschäftsbereich GE Healthcare seine Umsätze in Deutschland in den nächsten fünf Jahren verdoppeln wird. Der Zeitung zufolge hat GE 52 Mio. Dollar in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Nähe von München investiert. GE Healthcare und die entsprechenden Sparten der Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) und der Philips Electronics N.V. (ISIN NL0000009538/ WKN 940602) kontrollieren in Deutschland 80 bis 90 Prozent des Medizintechnik-Marktes, hieß es weiter.

Der US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble Co. (ISIN US7427181091/ WKN 852062) steht kurz vor dem Verkauf von SpinBrush, seiner Sparte für elektrische Zahnbürsten, an die Church & Dwight Co. Inc. (ISIN US1713401024/ WKN 864371) für bis zu 100 Mio. Dollar. Dies berichtet das "Wall Street Journal" am Mittwoch. Der Zeitung zufolge ist der Verkauf eine der letzten Auflagen, die der Konzern in Zusammenhang mit der geplanten Übernahme der Gillette Co. (ISIN US3757661026/ WKN 853194) für 53 Mrd. Dollar erfüllen muss. Procter & Gamble hatte im Jahr 2001 rund 475 Mio. Dollar für den Erwerb von SpinBrush gezahlt.

Der amerikanische Mischkonzern Danaher Corp. (ISIN US2358511028/ WKN 866197) hat heute seine Gewinnprognose für das dritte Quartal bestätigt. Demnach geht der Industriekonzern nach wie vor von einem Gewinn in Höhe von 66 bis 71 Cents je Aktie aus. Analysten erwarten für das laufende Quartal ein EPS von durchschnittlich 70 Cents sowie einen Umsatz von 1,95 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet Danaher nach wie vor einen Gewinn in Höhe von 2,73 bis 2,80 Dollar je Aktie, während Marktbeobachter von einem EPS in Höhe von 2,76 Dollar sowie einem Umsatz von 7,87 Mrd. Dollar ausgehen.

Der US-Baukonzern M.D.C. Holdings Inc. (ISIN US5526761086/ WKN 870917) meldete heute, dass er die Erwartungen der Analysten für das dritte Quartal voraussichtlich verfehlen wird, was mit Verzögerungen bei der Fertigstellung von Eigenheimen zusammenhängt. Demnach könnte der Gewinn pro Aktie sogar unter der niedrigsten Analystenschätzung in Höhe von 2,65 Dollar liegen. Die durchschnittliche EPS-Erwartung liegt bei 2,79 Dollar. Im vierten Quartal soll das Gewinnwachstum jedoch jeden Rückgang im Vorquartal wieder mehr als kompensieren. Für das Gesamtjahr 2005 rechnet der Konzern damit, die durchschnittliche Markterwartung eines Gewinns von 10,44 Dollar pro Aktie zu übertreffen.

Die America West Holdings Corp. (ISIN US0236572089/ WKN 904739), die Muttergesellschaft der US-Fluglinie America West Airlines Inc., meldete am Dienstag, dass ihre Aktionäre der geplanten Übernahme der bankrotten US Airways Group Inc. (ISIN US9119055039/ WKN 509745) mit 95,5 Prozent zugestimmt haben. America West ist die achtgrößte Fluggesellschaft in den USA und hat bereits im Mai angekündigt, US Airways, die Nummer sieben in den USA, übernehmen zu wollen. Durch den Zusammenschluss würde die sechstgrößte US-Fluglinie entstehen und damit die größte Billig-Fluggesellschaft in den USA. Wie America West weiter bekannt gab, wird die Transaktion voraussichtlich bis Ende September abgeschlossen sein. Der neue Konzern, der unter US Airways firmieren wird, erhofft sich Synergieeffekte durch Stellenstreichungen und die Reduzierung der Flotte um 60 Maschinen.

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