09.11.2007 15:58
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Wall Street: Deutliche Verluste, Wachovia belastet Finanzsektor, QUALCOMM auf Talfahrt

New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ist mit deutlichen Abschlägen in den Handel gestartet. Kurz nach der Eröffnung sackt der Dow Jones um 1,07 Prozent auf 13.124,27 Indexpunkte ab. Der S&P 500 verliert 1,40 Prozent auf 1.454,07 Zähler, der NASDAQ Composite steht mit einem Abschlag von 2,18 Prozent bei 2.637,15 Punkten im Handel. Vorbörslich gab das Handelsministerium für September einen unerwarteten Rückgang des Defizits beim Handel mit Waren und Dienstleistungen bekannt. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 0,6 Prozent auf 56,5 Mrd. Dollar reduziert, wogegen Volkswirte eine Zunahme auf 58,5 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Daneben präsentierte das Arbeitsministerium für Oktober einen beschleunigten Anstieg der Außenhandelspreise. Im weiteren Verlauf dürfte die Verbraucherstimmung der Universität Michigan neue Impulse liefern.

Die Aktie von Wachovia verliert im frühen Handel 4,4 Prozent, nachdem das Kreditinstitut heute in Zusammenhang mit der schwelenden US-Hypothekenkrise weiteren Wertberichtigungsbedarf angekündigt hat. Im Sog dieser Meldung verlieren unter anderem die Citigroup 3,5 Prozent, Lehman Brothers ebenfalls 3,5 Prozent und Morgan Stanley 2 Prozent.

An der NASDAQ bricht das Papier von QUALCOMM um 6 Prozent ein. Der Spezialist für Mobilfunktechnologie konnte Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen. Allerdings schockte der Konzern seine Anleger mit einem unerwartet schwachen Ausblick. Anteilsscheine des Grafikchip-Herstellers NVIDIA verlieren trotz der Vorlage starker Quartalszahlen 1,4 Prozent. Papiere von eBay gewinnen gegen den Trend nach einer Aufstufung durch Piper Jaffray rund 2 Prozent. Applied Materials ziehen um 6,6 Prozent an. Sowohl die Analysten der Citigroup wie auch die von JP Morgan haben den Titel aufgestuft.

Im Blick stehen außerdem die Ergebnisse von Walt Disney. Der Medien- und Entertainment hat im vierten Quartal mehr als von Analysten erwartet verdient, patzte aber beim Umsatz. Der Titel verliert knapp 2 Prozent. Der Pharmakonzern Merck gab heute bekannt, in Zusammenhang mit den anhängigen Schadenersatzklagen in Verbindung mit dem Schmerzmittel VIOXX einem milliardenschweren Vergleich zugestimmt zu haben. Am Markt kommt die Meldung gut an. Die Aktie gewinnt 2,7 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Die Wachovia Corp. (ISIN US9299031024/ WKN 868326) sieht in Zusammenhang mit der schwelenden US-Hypothekenkrise weiteren Wertberichtigungsbedarf. Wie das Kreditinstitut heute erklärte, wurde in Zusammenhang mit dem weiteren Kursverfall bei so genannten Collateralized Debt Obligations (CDOs) im Portfolio von Wachovia im Oktober ein weiterer Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 1,1 Mrd. Dollar vor Steuern ermittelt. Im vierten Quartal wird der Wertberichtigungsbedarf der Bankgesellschaft nach Aussage von Wachovia in Zusammenhang mit US-Hypothekenengagements bei rund 500 bis 600 Mio. Dollar liegen.

Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Co. (ISIN US2546871060/ WKN 855686) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2006/07 bekannt. Dabei konnte der Konzern die Gewinnerwartungen übertreffen, während er beim Umsatz enttäuschte. Der Nettogewinn stieg um 12 Prozent. Der Umsatz verbesserte sich im Berichtszeitraum um 3 Prozent.

Die QUALCOMM Inc. (ISIN US7475251036/ WKN 883121) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum vierten Fiskalquartal. Dabei konnte der Spezialist für Mobilfunktechnologie Umsatz und Gewinn deutlich steigern und damit die Erwartungen übertreffen. Der Ausblick enttäuschte indes. Der Nettogewinn verbesserte sich im Berichtszeitraum deutlich. Daneben erhöhten sich die Umsatzerlöse um 15 Prozent. Für das laufende erste Fiskalquartal erwartet QUALCOMM ein EPS von 42 bis 44 Cents. Dagegen gehen Analysten von einem EPS in Höhe von 52 Cents.

Der US-Pharmakonzern Merck & Co. Inc. (ISIN US5893311077/ WKN 851719) hat in Zusammenhang mit den anhängigen Schadenersatzklagen in Verbindung mit dem Schmerzmittel VIOXX einem milliardenschweren Vergleich zugestimmt. Wie der Konzern heute erklärte, hat man mit den Vertretern der Anklage eine Vereinbarung getroffen, wonach der Konzern in Zusammenhang mit den durch Betroffene erhobenen Schadenersatzforderungen einen Fixbetrag von 4,85 Mrd. Dollar in zwei spezielle Fonds einzahlt, aus dem im Anschluss die einzelnen Ansprüche der Geschädigten beglichen werden. In Zusammenhang mit dem Vergleich wird der Konzern im vierten Quartal eine Sonderbelastung in Höhe von 4,85 Mrd. Dollar vor Steuern ausweisen.

Der amerikanische Grafikchip-Hersteller NVIDIA Corp. (ISIN US67066G1040/ WKN 918422) teilte am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit, dass er seinen Gewinn im dritten Quartal mehr als verdoppeln konnte. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum um 36 Prozent. (09.11.2007/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Wachovia 10,9 -0,4%
The Walt Disney 20,0 +2,8%
QUALCOMM 33,9 +21,8%
MerckCo 21,1 +3,2%
NVIDIA 7,1 -3,3%
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Keinen von beiden




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