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Wall Street: Etwas schwächer, Merrill Lynch kräftig unter Druck
Anteilsscheine von Merrill Lynch stehen verstärkt im Blick. Die Investmentbank teilte am Vorabend mit, dass sie innerhalb ihrer Tochter First Franklin Financial die Vergabe von Subprime-Hypotheken einstellen wird und daher den Verkauf der First Franklin-Sparte Home Loan Services in Betracht zieht. Am Markt kommt die Meldung weniger gut an, der Wert verliert im frühen Handel mehr als 5 Prozent.
Die Aktie von Wal-Mart verzeichnet aktuell ein Plus von 0,6 Prozent. Der weltweit größte Einzelhandelskonzern konnte seine Erlöse im Februar um knapp 9 Prozent steigern. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen verzeichnete man einen Anstieg von 2,6 Prozent. Für Titel von JCPenney geht es dagegen um knapp 5 Prozent nach unten. Der Einzelhandelskonzern meldete zuvor, dass seine vergleichbaren Umsätze im Februar unerwartet deutlich gesunken sind. Anteilsscheine von Target gewinnen nach der Bekanntgabe der jüngsten Umsatzzahlen 0,4 Prozent. Saks rutschen nach einer Abstufung der Bank of America um 7,7 Prozent ab.
Papiere von Blockbuster stechen mit einem Zuwachs von gut 3 Prozent hervor. Die größte Filmverleihkette in den USA hat ihren Gewinn im vierten Quartal drastisch gesteigert und die Erwartungen klar übertroffen.
Unternehmensmeldungen:
Die US-Investmentbank Merrill Lynch & Co. Inc. (ISIN US5901881087/ WKN 852935) teilte am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit, dass sie innerhalb ihrer Tochter First Franklin Financial Corp. die Vergabe von Subprime-Hypotheken einstellen wird und daher den Verkauf der First Franklin-Sparte Home Loan Services in Betracht zieht. Den Angaben zufolge hängt die jüngste Entscheidung mit dem anhaltenden Zerfall des Marktes für Subprime Lending zusammen. Von der nun beschlossenen Maßnahme sind 650 Mitarbeiter betroffen, hieß es. Die Einstellung der genannten Aktivitäten bei First Franklin wird für 2008 voraussichtlich Sonderbelastungen in Höhe von rund 60 Mio. Dollar nach sich ziehen. Die jüngsten Maßnahmen betreffen nicht die Vergabe von Hypotheken der Global Wealth Management Group von Merrill Lynch, einschließlich Prime-Hypotheken der Merrill Lynch Credit Corp., hieß es weiter. Zudem bleibe das internationale Hypothekengeschäft davon unberührt.
Die amerikanische Wal-Mart Stores Inc. (ISIN US9311421039/ WKN 860853) verbuchte im Februar einen Umsatzanstieg. Wie der weltweit größte Einzelhandelskonzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz auf Konzernebene im Berichtsmonat um 8,9 Prozent. Bei den vergleichbaren Umsatzerlösen verzeichnete Wal-Mart im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von 2,6 Prozent. Für den Monat März erwartet der Konzern bei den vergleichbaren Filialumsätzen ein Plus von bis zu 2 Prozent. Dabei will man sich dem schwächeren konjunkturellen Umfeld und der rückläufigen Nachfrageentwicklung durch verstärkte Niedrigpreisangebote entgegentreten.
Die Target Corp. (ISIN US87612E1064/ WKN 856243), der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, meldete heute, dass ihre vergleichbaren Umsätze im Februar um 0,5 Prozent gestiegen sind. Analysten waren im Vorfeld von einem Rückgang der so genannten Same-Store Sales um 0,2 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent. Für die März-Periode rechnet der Konzern bei den Same-Store Sales mit einer Abnahme im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Der amerikanische Einzelhandelskonzern J. C. Penney Co. Inc. (JCPenney) (ISIN US7081601061/ WKN 851991) meldete heute, dass seine vergleichbaren Umsätze im Februar um 6,7 Prozent gesunken sind. Analysten waren im Vorfeld von einer Abnahme der so genannten Same-Store Sales um lediglich 2,2 Prozent ausgegangen. Der Gesamtumsatz kletterte um 4,4 Prozent. Für die März-Periode rechnet der Konzern bei den Same-Store Sales mit einer Abnahme im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Das größte amerikanische Steuerberatungsunternehmen H&R Block Inc. (ISIN US0936711052/ WKN 859376) meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss, dass es im dritten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was auf nicht fortgeführte Aktivitäten und Ausgaben für Personalabbau zurückzuführen ist. Der Verlust fiel jedoch aufgrund höherer Umsätze geringer aus als im Vorjahr. Ohne die Ergebnisse der ehemaligen Sparte Option One Mortgage Corp. lag der Gewinn aus dem laufenden Geschäft über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 4,3 Prozent zu und damit weniger stark als erwartet.
Die Blockbuster Inc. (ISIN US0936791088/ WKN 924821), die größte Filmverleihkette in den USA, meldete heute, dass sie im vierten Quartal eine deutliche Gewinnsteigerung erzielt hat, was u.a. auf geringere Ausgaben zurückzuführen ist. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn deutlich über den Prognosen der Analysten. Der Umsatz nahm um überraschend um 3,6 Prozent zu. (06.03.2008/ac/n/m)
| 03.10.2008 | Merrill Lynch Downgrade | Citigroup Corp. | |
| 16.09.2008 | Merrill Lynch strikt meiden | Frankfurter Tagesdienst | |
| 06.08.2008 | Merrill Lynch sell | Ladenburg Thalmann & Co. Inc. | |
| 06.08.2008 | Merrill Lynch Kursziel gesenkt | Ladenburg Thalmann & Co. Inc. | |
| 21.07.2008 | Merrill Lynch outperform | Credit Suisse Group |
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