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Wall Street: Etwas schwächer, Yahoo auf Talfahrt, Microsoft und Sprint Nextel im Aufwind
Hauptgesprächsthema ist die gescheiterte Übernahme des Internet-Konzerns Yahoo durch Microsoft. Wie der Software-Gigant am Wochenende mitteilte, hat man sein Übernahmeangebot zurückgezogen, nachdem trotz intensiver Verhandlungen und der zuletzt aufgestockten Übernahmeofferte keine Einigung über einen Zusammenschluss mit dem Internetportal-Betreiber erzielt werden konnte. Die Citigroup stufte die Yahoo-Aktie in einer ersten Reaktion von "buy" auf "sell" ab. Yahoo brechen aktuell um rund 19 Prozent ein, während Anteilsscheine von Microsoft knapp 3 Prozent zulegen.
Papiere von Sprint Nextel gewinnen im frühen Handel knapp 8 Prozent. Einem Pressebericht zufolge erwägt die Deutsche Telekom die Übernahme des derzeit drittgrößten US-Mobilfunkkonzerns. Gemeinsam mit T-Mobile USA könnte die neue Formation auf Augenhöhe des bisherigen US-Marktführers AT&T Wireless landen. Die Aktie des Mutterkonzerns AT&T verliert aktuell rund 1 Prozent.
Anteilsscheine von Countrywide Financial knicken um rund 12 Prozent ein, nachdem der Wert von Friedman Billings abgestuft und das Kursziel massiv gesenkt wurde.
Unternehmensmeldungen:
Die Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) hat ihr Übernahmeangebot für den Internetkonzern Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) zurückgezogen. Wie aus einer am Samstag veröffentlichten Pressemitteilung des weltweit führenden Software-Konzerns hervorgeht, konnte trotz intensiver Verhandlungen und der zuletzt aufgestockten Übernahmeofferte keine Einigung über einen Zusammenschluss mit dem Internetportal-Betreiber erzielt werden. Nun will Microsoft seine Marktposition in diesem Segment durch organisches Wachstum verstärken. Microsoft hatte Anfang Februar dieses Jahres ein Übernahmeangebot in Höhe von 44,6 Mrd. Dollar bzw. 31 Dollar je Yahoo!-Aktie vorgelegt und dieses Angebot nach langwierigen Verhandlungen zuletzt auf 33 Dollar je Aktie angehoben. Diese Offerte wurde jedoch von dem Internet-Konzern mehrfach als zu niedrig zurückgewiesen.
Die Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) erwägt einem Medienbericht zufolge die Übernahme des US-Mobilfunkanbieters Sprint Nextel Corp. (ISIN US8520611000/ WKN 857165). Wie das Magazin "DER SPIEGEL" berichtet, analysieren derzeit Manager der Deutschen Telekom gemeinsam mit ihren US-Kollegen diverse Optionen für eine Übernahme oder einen Zusammenschluss mit dem derzeit drittgrößten US-Mobilfunkkonzern. Gemeinsam mit der Telekom-Tochter T-Mobile USA könnte die neue Formation laut dem Bericht auf Augenhöhe des bisherigen US-Marktführers AT&T Wireless, einer Tochter der amerikanischen Telefongesellschaft AT&T Inc. (ISIN US00206R1023/ WKN A0HL9Z), landen. Noch gebe es keine Angebote oder offizielle Verhandlungen, allerdings stehe das Projekt Sprint auf der Prioritätenliste des Bonner Konzerns nach Informationen des Magazins ganz oben.
Die UAL Corp. (ISIN US9025498075/ WKN A0JC6V), die Muttergesellschaft der zweitgrößten US-Fluglinie United Air Lines, zieht Presseangaben zufolge in Betracht, bei ihren Banken die Neuverhandlung der Modalitäten ihrer Kreditfazilität zu beantragen, um wichtige finanzielle Flexibilität zu erhalten. Wie die "Financial Times" heute berichtet, könnte der Konzern seine Banken Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904), J.P. Morgan Chase & Co. (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) und Credit Suisse Group (ISIN CH0012138530/ WKN 876800) frühestens am heutigen Montag kontaktieren, um Zugeständnisse bei den Finanzierungsvereinbarungen zu beantragen.
Das amerikanische Comic-Verlagshaus Marvel Entertainment Inc. (ISIN US57383T1034/ WKN A0F6RL) meldete heute, dass es im ersten Quartal einen leichten Gewinnrückgang verbuchen musste, was zum Teil auf geringere Umsätze im Licensing-Segment zurückzuführen ist. Der Nettogewinn lag dennoch deutlich über den Prognosen der Analysten. Der Umsatz nahm um 26 Prozent ab. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 1,35 bis 1,55 Dollar (zuvor: 1,30 bis 1,50 Dollar). Analysten prognostizieren hier ein Ergebnis pro Aktie von 1,58 Dollar.
Die CMS Energy Corp. (ISIN US1258961002/ WKN 850795) verbucht im ersten Quartal einen Ergebnisanstieg und bestätigte im Anschluss die Prognosen für das laufende Fiskaljahr. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wurde im Berichtszeitraum ein Nettogewinn ausgewiesen, nach einem Nettoverlust im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz lag in etwa auf Vorjahresniveau. Analysten hatten zuvor ein höheres EPS erwartet. (05.05.2008/ac/n/m)
| 08.05.2008 | Microsoft equal weight | Lehman Brothers Inc. | |
| 06.05.2008 | Microsoft outperform | Sanford C. Bernstein and Co., Inc. | |
| 06.05.2008 | Microsoft buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 06.05.2008 | Microsoft strong buy | Standard & Poor | |
| 06.05.2008 | Microsoft outperform | Friedman, Billings, Ramsey Group, Inc. |
Aktien in diesem Artikel
| Microsoft | 19,2 | -2,0% | |
| Yahoo! | 17,7 | +0,4% | |
| Deutsche Telekom | 11,2 | -6,0% | |
| Sprint Nextel | 6,0 | -2,3% | |
| UAL | 9,2 | +1,8% | |
| Marvel Entertainment | 22,0 | +1,2% | |
| CMS Energy | 9,8 | -0,1% |
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