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Wall Street: Fester Auftakt, Dell und Arbeitsmarktdaten im Fokus
Neben den am Vorabend präsentierten Quartalsergebnissen von Dell stehen auch die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten im Blick. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, verharrte die Arbeitslosenquote im Mai wie von Volkswirten erwartet bei 4,5 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 157.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten nur einen Stellenaufbau um 135.000 Beschäftigte prognostiziert. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen wie prognostiziert um 0,3 Prozent an. Daneben präsentierte das Handelsministerium einen überraschenden Rückgang der saisonbereinigten persönlichen Einkommen im April. Im weiteren Verlauf stehen noch der ISM Index sowie die Verbraucherstimmung auf der Agenda.
Anteilsscheine von Dell gewinnen nach der Vorlage von Quartalszahlen mehr als 3 Prozent. Der PC-Hersteller hat im vergangenen Vierteljahr einen leichten Gewinnrückgang hinnehmen müssen, gleichzeitig aber die Erwartungen der Analysten klar geschlagen. Zudem stiegen die Umsätze überraschend. Des Weiteren kündigte der Konzern einen massiven Stellenabbau an. Ein sattes Kursplus von mehr als 15 Prozent fahren Papiere von Dow Jones ein. Die Bancroft-Familie, welche den Verlagskonzern kontrolliert, gab am Vorabend bekannt, dass sie sich mit Rupert Murdoch treffen will, um das Übernahmeangebot des Medienmoguls zu diskutieren.
Ferner steigen Aktien von Activision um knapp 2 Prozent, obwohl das Software-Unternehmen im letzten Quartal tiefer als erwartet in die roten Zahlen gerutscht ist. Titel von Caterpillar tendieren leicht positiv. Der Baumaschinenhersteller wies Berichte zurück, wonach man eine Beteiligung an der chinesischen Anhui Xingma anstrebt. Papiere der Burger-Kette Burger King legen ebenfalls zu, nachdem der Konzern bekannt gab, dass er eigene Aktien im Wert von bis zu 100 Mio. Dollar zurückkaufen wird. Titel des Börsenbetreibers Nasdaq Stock Market geben nach einer Abstufung durch Lehman Brothers fast 2 Prozent ab.
Die amerikanische Dell Inc. (ISIN US24702R1014/ WKN 121092) hat am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss die vorläufigen Zahlen zum ersten Fiskalquartal 2007/08 vorgelegt. Der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt konnte dabei die Erwartungen übertreffen. Zudem kündigte das Unternehmen den Abbau von 10 Prozent des Personals an, dies entspricht rund 8.800 Stellen. Der Nettogewinn war leicht rückläufig, allerdings hatten Analysten im Vorfeld ein deutlicheres Minus erwartet. Gleichzeitig stiegen die Erlöse überraschend.
Die Bancroft-Familie, welche den US-Verlagskonzern Dow Jones & Co. Inc. (ISIN US2605611050/ WKN 853132) kontrolliert, gab am Donnerstag erstmals bekannt, dass sie sich mit Rupert Murdoch treffen will, um das Übernahmeangebot des Medienmoguls für den Herausgeber des "Wall Street Journal" zu diskutieren. Bis zuletzt hatte man die Offerte mehrheitlich abgelehnt. Wie Anfang Mai mitgeteilt wurde, hat Murdoch dem Verlagshaus Dow Jones über seinen Medienkonzern News Corp. (ISIN US65248E2037/ WKN A0DLJS) ein Übernahmeangebot in Höhe von 5 Mrd. Dollar bzw. 60 Dollar pro Aktie vorgelegt.
Der amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar Inc. (ISIN US1491231015/ WKN 850598) gab am Freitag bekannt, dass er nicht beabsichtigt, sich an der Anhui Xingma Automobile Group Co. Ltd. zu beteiligen. In jüngster Vergangenheit war Medienberichten zu entnehmen, Caterpillar strebe eine Beteiligung in Höhe von 20 Prozent an dem chinesischen Hersteller von Spezialfahrzeugen, Automobilteilen und Baumaschinen an.
Die Activision Inc. (ISIN US0049302021/ WKN 867881) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die vorläufigen Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2006/07. Dabei musste das Software-Unternehmen trotz eines Umsatzsprungs seinen Verlust ausweiten. Für das derzeit laufende erste Quartal erwarten die Analysten wieder einen Gewinn. (01.06.2007/ac/n/m)
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