07.07.2008 15:54
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Wall Street: Fester Auftakt, General Motors legen deutlich zu

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen orientieren sich nach dem verlängerten Wochenende nach oben. Der Dow Jones Industrial Average kann kurz nach Handelsstart 0,72 Prozent zulegen und notiert bei 11.369,80 Indexpunkten. Beim S&P 500 ist ein Plus von 0,65 Prozent auf 1.271,10 Zähler auszumachen, während der NASDAQ Composite um 1,21 Prozent auf 2.272,45 Punkte anzieht.

Dabei stehen Anteilsscheine von General Motors verstärkt im Blick. Einem Pressebericht zufolge plant der Konzern die Streichung tausender Angestellten-Arbeitsplätze und zieht zudem in Betracht, weitere Marken zu verkaufen oder deren Produktion einzustellen. Am Markt kommt der Bericht offenbar gut an, der Titel gewinnt aktuell mehr als 3 Prozent.

Die Aktie von General Electric steht mit 1,1 Prozent im Plus. Wie am Wochenende bekannt wurde, hat die Medien-Tochter NBC Universal zusammen mit den Private-Equity-Gesellschaften Blackstone (-0,2 Prozent) und Bain Capital die Übernahme des Weather Channel von Landmark Communications vereinbart. Presseangaben zufolge hat die Transaktion ein Volumen von 3,5 Mrd. Dollar. Im Finanzsektor ziehen Merrill Lynch um 1,4 Prozent an. Die Investmentbank befindet sich Presseangaben zufolge kurz vor dem Verkauf von Beteiligung an dem US-Vermögensverwalter BlackRock (-0,6 Prozent) und an dem Finanznachrichtendienst Bloomberg.

Papiere von APP Pharmaceuticals springen um rund 31 Prozent, nachdem der deutsche Gesundheitskonzern Fresenius die Übernahme des Generikaherstellers angekündigt hat. Der Barkaufpreis einschließlich aller Wandlungs- und Optionsrechte beträgt vor einer Erfolgsbeteiligung rund 3,7 Mrd. Dollar. Nach der Vorlage der Passagierzahlen für Juni verfestigen sich außerdem US Airways um knapp 8 Prozent.

Daneben gewinnen Anteile von Anheuser-Busch leicht hinzu. Der belgische Bierbrauer InBev gab heute bekannt, dass er beabsichtigt, das Board seines US-Mitbewerbers auszutauschen, um seine Übernahmeofferte durchzusetzen.

Unternehmensmeldungen:

Der größte US-Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) plant Presseangaben zufolge die Streichung tausender Angestellten-Arbeitsplätze und zieht zudem in Betracht, weitere Marken zu verkaufen oder deren Produktion einzustellen. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, sind beide Schritte Teil einer umfassenderen Neubewertung der Unternehmensstrategie und der Fähigkeit des Konzerns, die interne Zielvorgabe der Rückkehr zur Profitabilität in 2010 zu erfüllen. Die Kürzungen würden dabei zusätzlich zu dem bereits angekündigten Stellenabbau erfolgen. Bei dem Board-Treffen würden sich die Directors zudem die jüngsten Überlegungen des Managements bezüglich der Markenaufstellung des Konzerns anhören. Dabei gehe es um die Frage, ob GM die Anzahl der in den USA angebotenen Marken reduzieren solle. Bis auf Cadillac und Chevrolet stünden sämtliche Marken auf dem Prüfstand, hieß es.

Die US-Investmentbank Merrill Lynch & Co. Inc. (ISIN US5901881087/ WKN 852935) befindet sich Presseangaben zufolge kurz vor dem Verkauf von Beteiligung an dem US-Vermögensverwalter BlackRock Inc. (ISIN US09247X1019/ WKN 928193) und an dem Finanznachrichtendienst Bloomberg LP. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, sind die Veräußerungen Teil von Anstrengungen des finanziell angeschlagenen Kreditinstituts, Barmittel zu erlösen, um für sich für bevorstehende Abschreibungen im Volumen von 6 Mrd. Dollar zu rüsten. Merrill Lynch will aus dem Verkauf ihrer 20 Prozent-Beteiligung an Bloomberg rund 5 Mrd. Dollar erlösen, so die Zeitung. Zudem sei geplant, sich diese Woche mit BlackRock-Managern zu treffen, um einen Verkauf von Anteilen am Vermögensverwalter zu besprechen. Das Unternehmen, an dem man 49 Prozent hält, soll rund 12 Mrd. Dollar wert sein. Es sei wahrscheinlich, dass man sich nur von einem Teil der Anteile trennt und eine strategische Allianz mit BlackRock beibehalten will.

Wie das Medienunternehmen NBC Universal, eine Sparte des US-Mischkonzerns General Electric Co. (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144), am Sonntag bekannt gab, hat es zusammen mit zwei Finanzpartnern, den amerikanischen Private-Equity-Gesellschaften Blackstone Group LP (ISIN US09253U1088/ WKN A0MSM5) und Bain Capital LLC, die Übernahme des Weather Channel von der Landmark Communications Inc. vereinbart. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion, die bis Jahresende abgeschlossen werden soll, wurden nicht genannt. Wie das "Wall Street Journal" bereits am Samstag in seiner Online-Ausgabe berichtete, hat die Transaktion ein Volumen von 3,5 Mrd. Dollar.

Der Gesundheitskonzern Fresenius SE (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) gab heute bekannt, dass Fresenius Kabi Verträge zum Erwerb der APP Pharmaceuticals Inc. (ISIN US00202H1086/ WKN A0M7Z7) unterzeichnet hat. APP ist einer der führenden nordamerikanischen Hersteller von intravenös verabreichten generischen Arzneimitteln. Der Barkaufpreis für alle ausstehenden Aktien des Unternehmens einschließlich aller Wandlungs- und Optionsrechte beträgt vor der Erfolgsbeteiligung rund 3,7 Mrd. Dollar. Fresenius erwartet, dass sich die Akquisition entsprechend dem Finanzierungsplan im ersten Jahr neutral und ab dem zweiten Jahr deutlich positiv auf das Ergebnis pro Aktie auswirken wird.

Die InBev S.A. (ISIN BE0003793107/ WKN 590932) gab heute bekannt, dass sie beabsichtigt, das Board der Anheuser-Busch Cos. Inc. (ISIN US0352291035/ WKN 865178) auszutauschen, um ihre Offerte für den US-Konkurrenten durchzusetzen. Der US-Brauer hat das Übernahmeangebot des InBev-Konzerns zuletzt als finanziell unangemessen zurückgewiesen. Den Angaben zufolge will InBev noch am heutigen Montag bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC ein so genanntes Preliminary Consent Solicitation Statement einreichen mit dem Ziel, jedes einzelne Mitglied des Anheuser-Boards zu ersetzen und den Aktionären des US-Brauers die Möglichkeit zu geben, eine direkte Stimme bei dem geplanten Zusammenschluss zu haben.

Die US Airways Group Inc. (ISIN US90341W1080/ WKN A0HFWK) veröffentlichte heute die Passagierzahlen für den Monat Juni 2008. Die amerikanische Fluggesellschaft musste dabei einen Rückgang bei Passagierzahlen und Auslastung vermelden. Dabei verzeichnete das Unternehmen bei der Zahl der verkauften Sitzmeilen einen Rückgang um 0,5 Prozent. Der Sitzladefaktor verringerte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 85,0 Prozent. Die Zahl der Passagiere ging um 5,6 Prozent auf 4,87 Millionen zurück. (07.07.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

General Motors 6,9 -1,6%
Merrill LynchCo 19,3 +5,2%
General Electric 19,5 -0,4%
APP Pharmaceuticals 15,8 -0,2%
InBev 47,3 +1,0%
Anheuser-Busch Cos 46,3 +0,6%
US Airways Group 5,6 +10,3%
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Unverändert




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