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Wall Street: Freundlich, Bank of America nach Zahlen deutlich im Plus, Genentech im Blick
Papiere der Bank of America zählen mit einem Aufschlag von fast 10 Prozent zu den Favoriten des heutigen Tages. Die zweitgrößte Bankgesellschaft in den USA hat im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang um 41 Prozent verbucht und damit die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Ferner stieg der Umsatz entgegen den Prognosen leicht an. Papiere des Branchenkollegen Citigroup rücken um 3,1 Prozent vor. Außerdem gewinnen Merrill Lynch 0,7 Prozent und Lehman Brothers 5,1 Prozent hinzu.
Anteilsscheine von Genentech stechen mit +14,3 Prozent hervor. Der schweizerische Mutterkonzern Roche will die Anteile an den Amerikanern, die sich noch nicht in seinem Besitz befinden, für rund 43,7 Mrd. Dollar übernehmen. Roche ist derzeit mit 55,9 Prozent an Genentech beteiligt. Ein spezielles Augenmerk werfen die Anleger auch auf Yahoo. Wie zuvor bekannt wurde, hat sich der Internet-Medienkonzern im Streit mit seinem Großaktionär Carl Icahn auf einen Kompromiss geeinigt. Die Yahoo-Aktie verliert aktuell aber 3,3 Prozent. Dabei erachte Icahn weiterhin einen Verkauf des gesamten Konzerns oder der Suchmaschinen-Sparte an den Software-Giganten Microsoft als beste Lösung im Sinne der Aktionäre. Microsoft rücken leicht vor.
Titel des Spielzeugherstellers Hasbro, der im abgelaufenen Quartal ein kräftiges Ergebnisplus eingefahren hat, tendieren kurz nach Handelsstart kaum verändert.
Unternehmensmeldungen:
Die Bank of America Corp. (ISIN US0605051046/ WKN 858388), die zweitgrößte Bankgesellschaft in den USA, gab heute bekannt, dass sie im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang um 41 Prozent verbuchen musste, was auf Fusions- und Restrukturierungskosten sowie auf Rückstellungen für Kreditverluste zurückgeführt wird. Die Erwartungen der Analysten wurden damit aber weit übertroffen. Der Umsatz erhöhte sich unerwartet um 3,5 Prozent.
Der schweizerische Pharmakonzern Roche Holding AG (ISIN CH0012032113/ WKN 851311) gab heute bekannt, dass er beabsichtigt, die Anteile der amerikanischen Genentech Inc. (ISIN US3687104063/ WKN 924632), die sich noch nicht in seinem Besitz befinden, für rund 43,7 Mrd. Dollar zu übernehmen. Den Angaben zufolge bietet Roche den Genentech-Aktionären für jeden ihrer Anteilsscheine 89,00 Dollar in bar. Der schweizerische Pharmakonzern hat sich im Jahr 1990 die Mehrheit an dem US-Unternehmen gesichert und hält derzeit 55,9 Prozent der Genentech-Anteile. Die Übernahme soll bereits im ersten Jahr nach Abschluss das Roche-Konzernergebnis steigern.
Der Internet-Medienkonzern Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) hat sich im Streit mit seinem Großaktionär Carl Icahn auf einen Kompromiss geeinigt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Internetkonzerns hervorgeht, werden sich im Rahmen der kommenden Hauptversammlung insgesamt acht Mitglieder des Yahoo-Boards zur Wiederwahl stellen. Aufgrund der nunmehr getroffenen Vereinbarung werde Robert Kotick jedoch nicht mehr für ein Amt im Board von Yahoo zur Verfügung stehen, teilte der Konzern weiter mit. Nach der Hauptversammlung wird das Board of Directors von derzeit acht auf insgesamt elf Mitglieder erweitert, wobei Icahn einen der Sitze im Board bekleiden wird. Die verbleibenden beiden Posten werden ebenfalls mit Getreuen des US-Investors besetzt. Icahn, der derzeit 4,98 Prozent der ausstehenden Anteilsscheine von Yahoo hält, hat dem Kompromiss zugestimmt und im Gegenzug seine Kandidaten, welche ursprünglich das Board of Directors von Yahoo ersetzen sollten, zurückgezogen. Im Anschluss erklärte der Investor, dass er weiterhin einen Verkauf des gesamten Konzerns oder der Suchmaschinen-Sparte an den Software-Giganten Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) als beste Lösung im Sinne der Aktionäre erachtet.
Die Hasbro Inc. (ISIN US4180561072/ WKN 859888), der zweitgrößte Spielzeughersteller in den USA, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im zweiten Quartal drastisch gesteigert hat, was vor allem auf eine Sonderbelastung im Vorjahr zurückzuführen ist. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei leicht übertroffen. Der Umsatz nahm um 13 Prozent zu. (21.07.2008/ac/n/m)
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| 05.06.2008 | Bank of America neues Kursziel | Merrill Lynch & Co., Inc. | |
| 23.04.2008 | Bank of America buy | UBS AG |
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