Anheuser-Busch Cos Aktie [WKN: 865178 / ISIN: US0352291035]

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13.06.2008 16:02
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Wall Street: Freundlich, Yahoo deutlich im Minus, Google und Microsoft gesucht

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind freundlich in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Aktuell kann der Dow Jones Industrial Average 0,27 Prozent zulegen auf 12.174,06 Punkte. Für den marktbreiteren S&P 500 geht es daneben um 0,24 Prozent auf 1.343,12 Zähler nach oben. Gleichzeitig gewinnt der NASDAQ Composite 0,61 Prozent auf 2.419,07 Punkte.

Laut Angaben des Arbeitsministeriums verzeichneten die Verbraucherpreise im Mai einen beschleunigten Anstieg. Demnach erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 0,6 Prozent. Volkswirte hatten hier zuvor nur einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. Die um die volatilen Bestandteile Nahrungsmittel- und Energiepreise bereinigte Kernrate erhöhte sich um 0,2 Prozent. Dies entsprach exakt den Erwartungen. In Kürze steht außerdem die Verbraucherstimmung zur Veröffentlichung an.

Die geplante Übernahme des Internet-Medienkonzerns Yahoo durch Microsoft ist endgültig gescheitert. Direkt im Anschluss vermeldete Yahoo eine Werbekooperation mit dem Suchmaschinenbetreiber Google. Analysten reagierten unterschiedlich. Während Soleil und Stifel Nicolaus ihre Einschätzung für Yahoo anhoben, wurde der Titel von Needham abgestuft. Die Yahoo-Aktie verliert aktuell knapp 4 Prozent. Microsoft und Google gewinnen jeweils rund 2 Prozent.

Anteilsscheine von Anheuser-Busch rücken um 1 Prozent vor. Einem Pressebericht zufolge hat der Brauereikonzern vorläufige Gespräche mit dem mexikanischen Wettbewerber Grupo Modelo über einen möglichen Zusammenschluss geführt, der ein unaufgefordertes Übernahmeangebot des belgischen InBev-Konzerns bedrohen könnte.

Die Aktie von Pfizer liegt gut behauptet im Handel. Hier steht ein Pressebericht im Blick, wonach der Pharmakonzern eine Gegenofferte für den größten indischen Pharmakonzern Ranbaxy vorlegen könnte. Am Mittwoch hatte der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo angekündigt, die Mehrheit an den Indern zu übernehmen. Papiere von General Electric gewinnen rund 1 Prozent. Der Mischkonzern hatte im Mai bekannt gegeben, dass man beabsichtigt, sich von seiner Haushaltsgeräte-Sparte zu trennen. Einem Presseartikel zufolge erwägt die südkoreanische LG Electronics nun eine Offerte für die Sparte.

Unternehmensmeldungen:

Presseangaben zufolge hat der amerikanische Brauereikonzern Anheuser-Busch Cos. Inc. (ISIN US0352291035/ WKN 865178) vorläufige Gespräche mit dem mexikanischen Wettbewerber Grupo Modelo SAB de C.V. (ISIN MXP4833F1044/ WKN 896259) über einen möglichen Zusammenschluss geführt, der ein unaufgefordertes Übernahmeangebot der InBev S.A. (ISIN BE0003793107/ WKN 590932) bedrohen könnte. Der belgische Brauereikonzern InBev gab am Mittwoch bekannt, dass er für Anheuser-Busch ein Übernahmeangebot in Höhe von 46,3 Mrd. Dollar gestartet hat, um den weltgrößten Brauer zu schaffen. Wie das "Wall Street Journal" am Donnerstag berichtete, hat der US-Konzern bereits in den letzten Wochen Modelo kontaktiert, als erste Gerüchte über eine mögliche Offerte von InBev für Anheuser aufgekommen sind.

Der Pharmakonzern Pfizer Inc. (ISIN US7170811035/ WKN 852009) könnte Presseangaben zufolge eine Gegenofferte für den größten indischen Pharmakonzern Ranbaxy Laboratories Ltd. (ISIN USY7187Y1166/ WKN 912364) vorlegen. Wie die indische Wirtschaftszeitung "Business Standard" heute berichtet, könnte der US-Konzern demnach eine konkurrierende Offerte für das 4,6 Mrd. Dollar teure Übernahmeangebot des japanischen Pharmakonzerns Daiichi Sankyo Co. (ISIN JP3475350009/ WKN A0F57T) abgeben. Möglich sei, dass der weltgrößte Pharmakonzern für die 65 Prozent der Ranbaxy-Anteile bieten wird, die sich in Besitz von Institutionen und öffentlichen Aktionären befinden.

Die südkoreanische LG Electronics Inc. (ISIN US50186Q2021/ WKN 576798), der weltweit viertgrößte Mobiltelefonhersteller und die Nummer zwei in Asien, erwägt laut einem Pressebericht eine Offerte für die Haushaltsgeräte-Sparte des amerikanischen Mischkonzerns General Electric Co. (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144). Wie die "Financial Times" am Donnerstagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, werden die Südkoreaner wahrscheinlich eine Investmentbank mit der Beratung beauftragen. Laut der "Financial Times" könnte GE mit einem Verkauf der Sparte bis zu 7 Mrd. Dollar erlösen. Mitte Mai hatte General Electric bekannt gegeben, dass man beabsichtigt, sich von seiner Haushaltsgeräte-Sparte zu trennen.

Der Internet-Medienkonzern Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061/ WKN 900103) gab am Donnerstag bekannt, dass die Gespräche mit der Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) hinsichtlich einer potenziellen Transaktion - einer vollständigen oder teilweisen Akquisiton durch den Software-Konzern - beendet wurden. Den Angaben zufolge hat sich nach etlichen Treffen von Firmenvertretern beider Seiten ergeben, dass Microsoft kein weiteres Interesse an einer Gesamtübernahme hat. Wie Yahoo gestern im Anschluss mitteilte, hat man eine Werbekooperation mit dem Suchmaschinenbetreiber Google Inc. (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) geschlossen. Durch das Abkommen, das zunächst auf vier Jahre angelegt ist und zweimal um je drei Jahre verlängert werden kann, wird der Konzern von Google verkaufte Werbung auf seiner Haupt-Internetseite und auf einigen seiner Websites in den USA und in Kanada zulassen. Der nicht-exklusive Vertrag kann jährliche Umsätze von rund 800 Mio. Dollar generieren, hieß es.

Die Tracinda Corp. gab heute bekannt, dass sie im Rahmen ihrer bereits beendeten Offerte 20 Millionen Aktien der Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391) für je 8,50 Dollar erwerben wird. Laut Tracinda wurden der Investmentgesellschaft des Milliardeninvestors Kirk Kerkorian nach den endgültigen Daten der Mellon Investor Services LLC insgesamt 826,2 Millionen Anteilsscheine des US-Automobilkonzerns ordnungsgemäß angedient und nicht zurückgezogen. Wie die Investmentgesellschaft bereits im Vorfeld mitteilte, will sie im Rahmen einer Offerte Ford-Aktien für insgesamt 170 Mio. Dollar kaufen. Im April gab Tracinda bekannt, dass man 100 Millionen Ford-Aktien zu durchschnittlich je 6,91 Dollar erworben hat und beabsichtigt, weitere 20 Millionen zu kaufen, was die Beteiligung der Investmentgesellschaft an Ford auf rund 5,5 Prozent erhöhen würde. (13.06.2008/ac/n/m)

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