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Wall Street: Freundlich trotz negativer Arbeitsmarktdaten, FedEx, Nike und Borders im Fokus
Auf der Unternehmensseite steht heute vor allem die jüngsten Zahlenwerk von Nike, FedEx, Carnival und Barnes & Noble im Fokus. Während der Sportartikelhersteller bereits gestern einen Gewinnanstieg vermelden konnte, musste der Logistikkonzern heute einen Gewinnrückgang und einen unter den Analystenschätzungen liegenden Ausblick veröffentlichen. Auch beim weltgrößten Kreuzfahrtkonzern und beim weltgrößten Buchhändler wurde jeweils ein Ergebnisrückgang ausgewiesen, wobei Carnival die Erwartungen schlagen konnte. Schwache Ergebnisse legten zudem die Einzelhändler Children's Place und Shoe Carnival vor. Wenig erfreulich sind auch Pressemeldungen zu Clear Channel Communications und Citigroup. Beim Medienkonzern scheint der geplante Buy-Out wegen Spannungen zwischen den involvierten Parteien in Gefahr, bei der größten US-Bank stehen offenbar weitere Stellenstreichungen auf der Agenda. Die Borders Group, der zweitgrößte Buchhändler in den USA, erwägt nach heutigen Angaben strategische Alternativen, darunter einen Verkauf des Unternehmens. Ansonsten teilten der Softdrink-Riese PepsiCo und sein größtes Abfüllunternehmen Pepsi Bottling mit, dass sie sich gemeinsam für 1,4 Mrd. Dollar mehrheitlich an einem russischen Saftkonzern beteiligen werden.
Auf der Konjunkturseite gab das US-Arbeitsministerium bekannt, dass sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 15. März 2008 unerwartet stark verschlechtert hat. So wuchs die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 22.000 auf 378.000, während Volkswirte im Vorfeld nur einen Zuwachs auf 360.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 353.000 auf 356.000 nach oben korrigiert. Der gleitende Vier-Wochen-Durchschnitt erhöhte sich um 6.000 auf 365.250 Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung. Der Ölpreis gibt derzeit - so wie andere Rohstoffe - klar ab und notiert aktuell mit einem Abschlag von fast 3 Dollar erstmals seit Wochen wieder knapp unter der Marke von 100 Dollar pro Barrel. Auch die Goldpreise befinden sich momentan auf Talfahrt. Für weitere Impulse könnten die in Kürze anstehenden Frühindikatoren sowie der Philadelphia Fed Index sorgen.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Logistikkonzern FedEx Corp. (ISIN US31428X1063/ WKN 912029) legte am Donnerstag die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Dabei wies der Konzern einen Gewinnrückgang aus und gab zudem einen schwachen Ausblick.
Die Carnival Corp. & plc (ISIN PA1436583006/ WKN 120100), der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern, meldete am Donnerstag, dass ihr Gewinn im ersten Quartal um 17 Prozent zurückgegangen ist, was vor allem mit höheren Treibstoffpreisen zusammenhängt. Die Markterwartungen konnten jedoch übertroffen werden. Die Jahresprognose wurde indes gesenkt.
Die Borders Group Inc. (ISIN US0997091071/ WKN 895356), der zweitgrößte Buchhändler in den USA, meldete am Donnerstag, dass sie im vierten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat. Im Vorjahr war eine Sonderbelastung in Zusammenhang mit der Schließung der Waldenbooks-Geschäfte verbucht worden. Wie der Konzern weiter mitteilte, hat er eine strategische Prüfung eingeleitet, die Alternativen aufzeigen soll, darunter auch ein Verkauf des Unternehmens.
Die Nike Inc. (ISIN US6541061031/ WKN 866993), der weltgrößte Hersteller von Sportschuhen und -bekleidung, meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss, dass sie ihren Gewinn im dritten Fiskalquartal 2007/08 aufgrund einer positiven Umsatzentwicklung in allen Bereichen um 32 Prozent steigern konnte.
Die amerikanische Barnes & Noble Inc. (ISIN US0677741094/ WKN 887840), der größte Buchhändler der Welt, verzeichnete im vierten Quartal aufgrund rückläufiger Umsatzerlöse einen Ergebnisrückgang.
Der amerikanische Softdrink-Konzern PepsiCo Inc. (ISIN US7134481081/ WKN 851995) und sein größtes Abfüllunternehmen Pepsi Bottling Group Inc. (ISIN US7134091005/ WKN 919824) gaben am Donnerstag bekannt, dass sie sich gemeinsam für 1,4 Mrd. Dollar mit 75,53 Prozent am russischen Saftkonzern JSC Lebedyansky beteiligen.
Presseangaben zufolge ist der geplante Buy-Out der Clear Channel Communications Inc. (ISIN US1845021021/ WKN 873046) in Gefahr, was mit Spannungen zwischen den übernehmenden Private-Equity-Gesellschaften und den finanzierenden Banken zusammenhängt.
Presseangaben zufolge hat James Dimon, CEO der Investmentbank J.P. Morgan Chase & Co. (JPMorgan) (ISIN US46625H1005/ WKN 850628), am Mittwochabend die Büros der Bear Stearns Cos. Inc. (ISIN US0739021089/ WKN 870272) besucht, um zu mehr als 400 Senior-Managern zu sprechen.
Die größte US-Bankgesellschaft Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904) beabsichtigt Presseangaben zufolge, sich noch vor Ende dieses Monats von weiteren 2.000 Investmentbankern und Händlern zu trennen.
Der amerikanische Einzelhandelskonzern Children's Place Retail Stores Inc. (ISIN US1689051076/ WKN 909471) meldete am Donnerstag, dass er im vierten Quartal einen Verlust erwirtschaftet hat, was mit einer Sonderbelastung und schwächeren Verbraucherausgaben zusammenhängt. (20.03.2008/ac/n/m)
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