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Wall Street: Freundlicher Auftakt, Einzelhandelsumsätze steigen unerwartet, Coca-Cola schlägt Erwartungen
Die Aktie von Coca-Cola verliert im frühen Handel leicht, obwohl der größte Softdrink-Hersteller der Welt Umsatz und Gewinn im abgelaufenen Quartal kräftig steigern konnte und die Erwartungen des Marktes klar übertroffen hat. Papiere des weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal-Mart klettern angesichts der überraschend starken Einzelhandelsdaten um 0,7 Prozent.
Im Technologiesektor springen Titel von Applied Materials um 6,5 Prozent. Der Chip-Ausrüster musste im ersten Quartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, konnte aber dennoch die Erwartungen schlagen. Deere-Titel geben leicht ab. Der weltgrößte Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen profitierte im letzten Quartal von starken internationalen Umsätzen und hat seinen Gewinn unerwartet deutlich um rund 55 Prozent gesteigert.
Papiere von General Motors (GM) verlieren leicht. Einem Pressebericht zufolge könnte der rund 6 Mrd. Dollar teure Sanierungsplan, den bankrotten Automobilzulieferer Delphi aus dem Gläubigerschutz zu bringen, in Gefahr geraten. Laut dem Artikel könnte die ehemalige Muttergesellschaft GM dazu gezwungen sein, eine Finanzierung zur Verfügung zu stellen. Anteilsscheine von Delphi knicken um knapp 7 Prozent ein.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Coca-Cola Co. (ISIN US1912161007/ WKN 850663), der größte Softdrink-Hersteller der Welt, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im vierten Quartal um 79 Prozent gesteigert hat, was mit einer Sonderbelastung im Vorjahr zusammenhängt. Der Gewinn vor Einmaleffekten lag dabei über den Schätzungen der Analysten. Der Umsatz nahm überraschend deutlich um 24 Prozent zu.
Die amerikanische Applied Materials Inc. (ISIN US0382221051/ WKN 865177) veröffentlichte am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2007/08. Der größte Chip-Ausrüster in den USA musste dabei einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen, konnte aber dennoch die Erwartungen schlagen. Das Nettoergebnis fiel dabei um 35 Prozent. Die Umsatzerlöse gingen um 8 Prozent zurück.
Die amerikanische Deere & Co. (ISIN US2441991054/ WKN 850866), der weltgrößte Hersteller landwirtschaftlicher Maschinen, meldete heute, dass ihr Gewinn im ersten Quartal unerwartet deutlich um rund 55 Prozent gestiegen ist, was mit starken internationalen Umsätzen zusammenhängt. Der Umsatz nahm im Berichtszeitraum um 18 Prozent und damit ebenfalls stärker als erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr 2008 geht der Konzern von einem Nettogewinn von 2,2 Mrd. Dollar aus, während er für das zweite Quartal einen Gewinn von 700 bis 725 Mio. Dollar erwartet.
Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag in seiner Online-Ausgabe berichtete, könnte der 6,1 Mrd. Dollar teure Sanierungsplan, den bankrotten US-Automobilzulieferer Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726) aus dem Gläubigerschutz zu bringen, in Gefahr geraten, da die kreditgebenden Banken Probleme haben, die Kredite an andere Kreditgeber zu syndizieren. Der Zeitung zufolge finden es die J.P. Morgan Chase & Co. (JPMorgan) (ISIN US46625H1005/ WKN 850628) und die zur Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904) gehörende Citigroup Global Markets - die wichtigsten kreditgebenden Banken von Delphi - offenbar schwierig, die Kredite zu syndizieren. Die ehemalige Muttergesellschaft General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) könnte dazu gezwungen sein, eine Finanzierung zur Verfügung zu stellen, hieß es weiter
Das amerikanische Biotech-Unternehmen Genzyme Corp. (ISIN US3729171047/ WKN 871137) verbuchte im vierten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, verbesserten sich die Umsatzerlöse um 21 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn ausgewiesen, nach einem durch Akquisitions-Aufwendungen belasteten Verlust im Vorjahreszeitraum. Beim bereinigten Gewinn je Aktie traf Genzyme die Erwartungen exakt.
Der amerikanische Hypothekenversicherer MGIC Investment Corp. (ISIN US5528481030/ WKN 882538) musste im vierten Quartal aufgrund höherer Rückstellungen einen milliardenschweren Verlust ausweisen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Nettoverlust im Berichtszeitraum bei 1,47 Mrd. Dollar, nach einem Nettogewinn im Vorjahreszeitraum. Dabei beinhaltet das Ergebnis Rückstellungen in Höhe von 1,2 Mrd. Dollar vor Steuern in Zusammenhang mit Future-Kontrakten sowie weiteren negativen Einmaleffekte in Zusammenhang mit Wertberichtigungen. Der Konzernumsatz verbesserte sich leicht. (13.02.2008/ac/n/m)
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