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Wall Street: Freundlicher Auftakt, Nike und FedEx im Blickpunkt
In den Fokus der Anleger rücken FedEx und Nike. Der Logistikkonzern präsentierte für das zweite Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg, der weit über den Erwartungen des Marktes lag. In der Folge legen Aktien des Unternehmens kurz nach Handelsbeginn rund 3 Prozent zu. Enttäuscht zeigten sich die Anleger indes von den Zahlen des Sportartikelherstellers Nike. Zwar übertraf auch dieser die Konsensschätzungen für das abgelaufene Quartal, der Auftragseingang fand bei den Marktteilnehmern indes kein Gefallen, so dass der Titel aktuell um 4,8 Prozent einknickt.
Micromuse-Aktien gewinnen kurz nach dem Ertönen der Eröffnungsglocke mehr als 35 Prozent, nachdem der Computerkonzern IBM die Übernahme des Software-Unternehmens ankündigte. 15 Prozent fester startete der Festplattenhersteller Maxtor, nachdem der Mitbewerber Seagate Technology dessen Übernahme verkündete. Um mehr als 4 Prozent verbessern sich Anteilsscheine von Palm. Der Handheld-Hersteller verzeichnete im zweiten Quartal einen kräftigen Gewinnsprung, so belief sich das Nettoergebnis dank einer Steuerrückzahlung auf 260,9 Mio. Dollar nach 24,7 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Papiere von Electronic Arts standen vorbörslich deutlich unter Druck, nachdem der Computerspiele-Hersteller einen schwachen Ausblick ablieferte, aktuell legen die Aktien aber um rund 2 Prozent zu.
Der amerikanische Logistikkonzern FedEx Corp. (ISIN US31428X1063/ WKN 912029) verbuchte im zweiten Quartal aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Transportdienstleistungen sowie gestiegener Margen einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Logistikanbieter heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 471 Mio. Dollar bzw. 1,53 Dollar je Aktie, nach 354 Mio. Dollar bzw. 1,15 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 7,33 Mrd. Dollar um 10 Prozent auf 8,09 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 1,40 Dollar sowie Umsatzerlöse in Höhe von 8,07 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal stellt FedEx ein EPS in Höhe von 1,15 bis 1,30 Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr hob der Logistikkonzern seine ursprüngliche Ergebnisprognose von 5,25 bis 5,50 Dollar je Aktie auf 5,45 bis 5,70 Dollar je Aktie an. Ohne die Berücksichtigung von Sondereffekten aus Leasingverträgen für Flugzeuge geht FedEx für das Gesamtjahr von einem EPS von 5,60 bis 5,85 Dollar aus. Für das laufende Quartal gehen Analysten von einem EPS von 1,23 Dollar sowie einem Erlös von 8,03 Mrd. Dollar aus. Für das Gesamtjahr liegt die Marktprognose bei einem EPS von 5,55 Dollar sowie einem Umsatz von 32,20 Mrd. Dollar.
Die Nike Inc. (ISIN US6541061031/ WKN 866993) veröffentlichte am Dienstag nach Ende des US-Börsenhandels die Zahlen für das abgelaufene Quartal und übertraf dabei die Schätzungen der Analysten. Der weltgrößte Sportartikelhersteller steigerte den Umsatz um 10 Prozent auf 3,5 Mrd. Dollar, nachdem man im Vorjahresquartal 3,13 Mrd. Dollar umgesetzt hatte. Der Nettogewinn verbesserte sich um 15 Prozent von 261,9 Mio. Dollar oder 0,97 Dollar je Aktie auf 301,1 Mio. Dollar oder 1,14 Dollar je Aktie. Analysten waren im Vorfeld von einem Umsatz von 3,44 Mrd. Dollar und einem Ergebnis von 1,03 Dollar je Aktie ausgegangen. Für das dritte Quartal erwarten die Analysten ein EPS von 1,13 Dollar bei Umsatzerlösen von 3,59 Mrd. Dollar.
Die Palm Inc. (ISIN US6966431057/ WKN A0ETPB) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres veröffentlicht und dabei die Analystenschätzungen übertroffen. Der Handheld-Hersteller verzeichnete im Berichtszeitraum einen kräftigen Gewinnsprung. Dank einer Steuerrückzahlung belief sich das Nettoergebnis auf 260,9 Mio. Dollar oder 5,02 Dollar je Aktie, nach 24,7 Mio. Dollar oder 48 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte lag das Ergebnis bei 47 Cents je Aktie. Beim Umsatz verbuchte der Konzern einen Anstieg um 18 Prozent auf 444,6 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Umsatz von 440,65 Mio. Dollar und einem Ergebnis von 43 Cents je Aktie ausgegangen. Für das dritte Quartal erwarten die Analysten ein EPS von 29 Cents bei Umsatzerlösen von 364,32 Mio. Dollar.
Der amerikanische Computerspiele-Hersteller Electronic Arts Inc. (ISIN US2855121099/ WKN 878372) geht für das dritte und vierte Quartal des laufenden Fiskaljahres von einem Ergebnis deutlich unterhalb der bisherigen Prognosen aus. Wie der Branchenprimus am Dienstag nach Börsenschluss bekannt gab, wird sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis in den beiden Schlussquartalen deutlich unterhalb der eigenen sowie der Konsensschätzungen der Analysten liegen. Electronic Arts machte insbesondere die Absatzschwäche in Europa und Nordamerika für die schwache operative Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte verantwortlich. Für die gesamte Branche erwartet Electronic Arts für das laufende Quartal einen Umsatzrückgang im zweistelligen Prozentbereich. Für das dritte Quartal liegen die Analystenerwartungen bei einem EPS von 1,18 Dollar sowie einem Umsatz von 1,47 Mrd. Dollar, während man für das vierte Quartal von einem EPS von 25 Cents sowie einem Umsatz von 735 Mio. Dollar ausgeht.
Der Festplattenhersteller Seagate Technology Inc. (ISIN KYG7945J1040/ WKN 164367) erklärte heute, dass er den US-Konkurrenten Maxtor Corp. (ISIN US5777292054/ WKN 915802) für 1,9 Mrd. Dollar in Aktien übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion, die im zweiten Halbjahr 2006 abgeschlossen werden soll, erhalten Maxtor-Aktionäre für jeden ihrer Anteilsscheine 0,37 Seagate-Aktien. An dem neuen Unternehmen werden Maxtor-Aktionäre mit 84 Prozent und Seagate-Aktionäre mit 16 Prozent beteiligt sein. Seagate zufolge wird das Cash-Ergebnis pro Aktie des fusionierten Konzerns im ersten Jahr nach Abschluss der Transaktion voraussichtlich um 10 bis 20 Cents gesteigert. Zudem sollen Synergieffekte in Höhe von 300 Mio. Dollar pro Jahr durch Einsparungen bei den operativen Ausgaben entstehen.
Der US-Pharmakonzern Allergan Inc. (ISIN US0184901025/ WKN 877437) übernimmt die INAMED Corp. (ISIN US4532351032/ WKN 884487), ein auf Brustimplantate spezialisiertes Unternehmen, zu einem Kaufpreis von über 3,0 Mrd. Dollar. Unternehmensangaben vom Dienstagabend zufolge erhalten die Anteilseiger von INAMED für jede Aktie einen Barbetrag von 84 Dollar oder 0,8498 Aktien von Allergan. Nun bemühen sich die Unternehmen noch um die Zustimmung der Aufsichtsbehörden und der Federal Trade Commission zu der geplanten Transaktion. Das Allergan-Angebot lag deutlich über einem Konkurrenzangebot der Medicis Pharmaceutical Co. (ISIN US5846903095/ WKN 881835). Bereits im März 2005 hatte Medicis ein Übernahmeangebot für INAMED in Höhe von 2,8 Mrd. Dollar vorgelegt.
Der unabhängige Stromerzeuger Calpine Corp. (ISIN US1313471062/ WKN 902918) gab am Dienstag bekannt, dass er angesichts von Schulden in Höhe von über 22 Mrd. Dollar einen Antrag auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 gestellt hat. Der Konzern, der seit Ende 2003 Verluste in Höhe von 926 Mio. Dollar erwirtschaftet hat, wird seine Geschäftstätigkeit bei seinen Kraftwerken und Einrichtungen in den USA, Mexiko und Kanada jedoch vorerst unverändert weiterführen. Calpine versorgt Kunden in 21 US-Bundesstaaten mit Strom und verfügt über Gas- und Dampfkraftwerke in den USA. Der Energiekonzern, der bereits Anfang des Monats einen möglichen Gläubigerschutzantrag in Aussicht gestellt hat, verfügt aktuell über Vermögensbestände im Wert von rund 26,6 Mrd. Dollar, denen Verbindlichkeiten in Höhe von 22,5 Mrd. Dollar gegenüber stehen. Neben der Calpine Corp. haben auch die drei Tochtergesellschaften Calpine Administrative Services Company Inc., Calpine Energy Holdings Inc. und Calpine Kennedy Operators Inc. Gläubigerschutz beantragt. Calpine hat sich nach eigenen Angaben von der Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) und der Credit Suisse First Boston eine Finanzierung in Höhe von 2 Mrd. Dollar gesichert, die sich aus einer revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 1 Mrd. Dollar und einem Fristdarlehen in Höhe von 1 Mrd. Dollar zusammensetzt.
| 22.09.2008 | FedEx equal weight | Lehman Brothers Inc. | |
| 12.09.2008 | FedEx zurückhaltend bleiben | Frankfurter Tagesdienst | |
| 31.07.2008 | FedEx Downgrade | Morgan Stanley | |
| 24.06.2008 | FedEx buy | UBS AG | |
| 20.06.2008 | FedEx Ersteinschätzung | Wachovia Securities, LLC |
Aktien in diesem Artikel
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| 10.10.2008 13:56 Analyser to go: IBM trotzt Finanzmarktkrise | |
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