01.11.2006 16:03
Drucken |

Schrift:

Wall Street: Freundlicher Handelsauftakt, CVS und Caremark im Blick, MasterCard +16 Prozent

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind freundlich in den heutigen Handel gestartet. Der Standardwerte-Index Dow Jones verzeichnet momentan ein Kursplus von 0,24 Prozent und notiert bei 12.111,47 Punkten, der marktbreitere S&P 500 rückt gleichzeitig um 0,16 Prozent auf 1.380,20 Zähler vor. Grüne Vorzeichen prägen das Bild außerdem im Technologiesektor, die NASDAQ verfestigt sich aktuell um 0,26 Prozent auf 2.372,78 Indexpunkte. Weitere Impulse könnten im Tagesverlauf von der Konjunkturseite kommen, so erwarten die Börsianer mit Spannung den ISM-Index sowie die Bauausgaben für September.

Im Finanzsektor richten sich die Blicke auf die Aktie von MasterCard. Der zweitgrößte Herausgeber von Kreditkarten in den USA konnte im dritten Quartal aufgrund der gestiegenen Zahl der abgewickelten Transaktionen sowie sinkender Kosten einen merklichen Ergebnisanstieg ausweisen und hat die Erwartungen des Marktes deutlich übertroffen, die Anleger honorieren das vorgelegte Zahlenwerk mit einem satten Kursaufschlag von 16 Prozent. Daneben tendieren Papiere des Versicherungsbrokers Marsh & McLennan nach der Vorlage von Ergebnissen rund 2 Prozent fester.

Papiere der Drugstore-Kette CVS knicken hingegen um 6,5 Prozent ein, während sich Anteilsscheine von Caremark um 3 Prozent verfestigen. Zuvor haben beide Konzerne laufende Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss offiziell bestätigt. Im Vorfeld hatte bereits die Presse über eine mögliche Übernahme des Pharmacy Benefits Managers Caremark durch die zweitgrößte Drogeriemarktkette in den USA spekuliert, als Gesamtkaufpreis wurde dabei ein Betrag von mehr als 21 Mrd. Dollar genannt. Ein weiteres Gesprächsthema sind die von Time Warner präsentierten Ergebnisse. Der Medienkonzern konnte seinen Quartalsgewinn fast verdreifachen, Analysten hatten im Vorfeld allerdings auf bereinigter Basis ein besseres Ergebnis erwartet. Die Aktie verliert aktuell knapp 3 Prozent. Die Geschäftszahlen des Filmstudios DreamWorks konnten indes überzeugen, der Wert verbucht aktuell einen Aufschlag von knapp 9 Prozent.

Der US-Medienkonzern Time Warner Inc. (ISIN US8873171057/ WKN 592629) gab heute bekannt, dass er seinen Gewinn im dritten Quartal fast verdreifachen konnte, was neben starken Online-Werbeumsätzen bei AOL und zusätzlichen Kabelkunden mit einem Einmalertrag aus Transaktionen in Zusammenhang mit dem Erwerb der Adelphia Communications Corp. (ISIN US0068481052/ WKN 908461) zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 2,32 Mrd. Dollar bzw. 57 Cents pro Aktie, gegenüber 853 Mio. Dollar bzw. 18 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft lag bei 34 Cents pro Aktie bzw. 19 Cents pro Aktie auf bereinigter Basis. Der Umsatz des weltgrößten Medienkonzerns verbesserte sich um 7 Prozent auf 10,91 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 20 Cents und einem Umsatz von 11,08 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 24 Cents bei Erlösen von 12,60 Mrd. Dollar in Aussicht. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin damit, das bereinigte OIBDA-Ergebnis (Adjusted Operating Income before Depreciation and Amortization) im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zu steigern. Der Basiswert in 2005 liegt hier bei 10,0 Mrd. Dollar. Dabei sollen unverändert 35 bis 45 Prozent dieses Ergebnisses in Free Cash-Flow umgewandelt werden.

Die DreamWorks Animation SKG Inc. (ISIN US26153C1036/ WKN A0B8TN) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal 2006 veröffentlicht. Dabei konnte das US-Filmstudio wieder einen Gewinn erzielen, was auf den DVD-Vermarktungserfolg des Films "Madagascar" zurückgeführt wurde. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 10,5 Mio. Dollar bzw. 10 Cents je Aktie, nach einem Verlust von 0,66 Mio. Dollar bzw. 1 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten im Vorfeld einen Verlust von 2 Cents je Aktie erwartet. Die Umsatzerlöse sanken dagegen von 87,1 Mio. Dollar auf nunmehr 55,6 Mio. Dollar. Die Erwartungen hatten sich hier auf 38,8 Mio. Dollar belaufen. Für das derzeit laufende vierte Quartal 2006 erwarten die Analysten einen Gewinn von 27 Cents je Aktie, bei Umsatzerlösen von 171,9 Mio. Dollar.

Die MasterCard Inc. (ISIN US57636Q1040/ WKN A0F602), der zweitgrößte Herausgeber von Kreditkarten in den USA, konnte heute für das dritte Quartal aufgrund der gestiegenen Zahl der abgewickelten Transaktionen sowie sinkender Kosten einen deutlichen Ergebnisanstieg ausweisen. Demnach lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 193,00 Mio. Dollar bzw. 1,42 Dollar je Aktie, nach 106,09 Mio. Dollar bzw. 0,79 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 791,61 Mio. Dollar auf 901,97 Mio. Dollar. Analysten hatten zuvor ein EPS von 1,07 Dollar sowie einen Gesamtumsatz von 871 Mio. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 5 Cents je Aktie sowie einem Umsatz von 823 Mio. Dollar.

Die US-Drugstorekette CVS Corp. (ISIN US1266501006/ WKN 859034) und die amerikanische Caremark Rx Inc. (ISIN US1417051034/ WKN 899118) haben heute laufende Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss der beiden Unternehmen offiziell bestätigt. Zuvor hatte die "New York Times" über eine mögliche Übernahme des Pharmacy Benefits Managers durch die zweitgrößte Drogeriemarktkette in den USA spekuliert. Caremark vertreibt Medikamente an Teilnehmer eines Gesundheitsplans über die Post oder über externe Apotheken-Netzwerke. CVS verfügt über 5.471 Geschäfte in 37 US-Bundesstaaten und dem District of Columbia. Als Gesamtkaufpreis wurde dabei im Rahmen des Zeitungsartikels ein Betrag von mehr als 21 Mrd. Dollar genannt. Laut der Pressemitteilung der beiden Konzerne werden die Verhandlungen weiter fortgesetzt, wobei ein Zusammenschluss der beiden zu diesem Zeitpunkt noch ungewiss ist.

Die Burger King Holdings Inc. (ISIN US1212082010/ WKN A0JL4A), die weltweit zweitgrößte Hamburger-Kette, meldete heute, dass sie im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnet hat, was auf höherer Umatzerlöse und geringere Unternehmenssteuern zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 40 Mio. Dollar bzw. 30 Cents pro Aktie, im Vergleich zu einem Überschuss von 22 Mio. Dollar bzw. 19 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 7 Prozent auf 546 Mio. Dollar. Dabei verzeichnete die Fast-Food-Kette einen Anstieg der weltweiten Same-Store Sales um 2,4 Prozent. Analysten hatten zuvor ein EPS von 26 Cents sowie einen Umsatz von 538,1 Mio. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von ebenfalls 26 Cents sowie einem Umsatz von 549,1 Mio. Dollar.

Der amerikanische Versicherungsbroker Marsh & McLennan Cos. Inc. (ISIN US5717481023/ WKN 858415) verbuchte im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg, was unter anderem auf Kostensenkungsmaßnahmen zurückzuführen ist. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 176 Mio. Dollar bzw. 31 Cents je Aktie, nach 69 Mio. Dollar bzw. 12 Cents je Aktie. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft verbesserte sich von 11 Cents je Aktie auf 32 Cents je Aktie. Der Gesamtumsatz lag mit 2,88 Mrd. Dollar 4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Analysten hatten zuvor ein EPS von 35 Cents sowie einen Umsatz von 2,82 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem EPS von 34 Cents sowie einem Umsatz von 2,90 Mrd. Dollar. (01.11.2006/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Time Warner 9,4 +1,5%
DreamWorks Animation SKG 20,3 +2,2%
MasterCard 171,1 -0,7%
CVS 24,8 +1,0%
Caremark Rx %
Burger King 17,5 -1,0%
MarshMcLennan Cos 17,7 -2,2%
Wen würden Sie zum nächsten US-Präsidenten wählen?
John McCain
Barack Obama
Keinen von beiden




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige