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Wall Street: Gewinne nach Arbeitsmarktdaten, Sun Microsystems stürzen ab
Die Arbeitsmarktsituation in den USA hat sich im April besser als erwartet entwickelt. Laut Angaben des Arbeitsministeriums sank die Arbeitslosenquote auf 5,0 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 5,1 Prozent gelegen hatte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 5,2 Prozent gerechnet. Zudem verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 20.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten einen deutlich stärkeren Stellenabbau um 75.000 Beschäftigte erwartet. In Kürze folgen nun noch Zahlen zu den Industrieaufträgen.
Im Technologiesektor sticht die Aktie von Sun Microsystems mit einem drastischen Minus von rund 20 Prozent hervor. Der Server-Anbieter hat im abgelaufenen Quartal auf bereinigter Basis lediglich den Break-Even erreicht, während Analysten im Vorfeld mit einem Gewinn gerechnet hatten. Anteilsscheine des kanadischen Telekommunikationsausrüsters Nortel Networks gewinnen hingegen nach Zahlen mehr als 5 Prozent.
Chevron liegen kaum verändert im Handel. Der zweitgrößte US-Ölkonzern verbuchte im zweiten Quartal dank der deutlich höheren Ölpreisnotierungen einen unerwartet deutlichen Ergebnisanstieg. Für Viacom geht es um gut 1 Prozent nach oben. Der Medienkonzern verbuchte im ersten Quartal dank der starken Entwicklung in den Segmenten "Media Networks" und "Filmed Entertainment" einen kräftigen Ergebnisanstieg. Insgesamt konnte das Zahlenwerk durchaus überzeugen.
Unternehmensmeldungen:
Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron Corp. (ISIN US1667641005/ WKN 852552) verbuchte im zweiten Quartal dank der deutlich höheren Ölpreisnotierungen einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Nettogewinn im Berichtszeitraum um 9,5 Prozent du damit stärker als erwartet. Während man im Bereich Ölförderung einen deutlichen Gewinnanstieg zu verzeichnen hatte, brach das Ergebnis im Bereich Refining & Marketing angesichts geringerer Raffineriemargen ein.
Der US-Medienkonzern Viacom Inc. (ISIN US92553P2011/ WKN A0HM1Q) verbuchte im ersten Quartal dank der starken Entwicklung in den Segmenten "Media Networks" und "Filmed Entertainment" einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Umsatz im Berichtszeitraum unerwartet deutlich um 15 Prozent. Der Nettogewinn wurde ebenfalls kräftig gesteigert. Ohne die Berücksichtigung von restrukturierungsbedingten Einmalaufwendungen hatte der bereinigte Gewinn im Berichtszeitraum über den Erwartungen der Analysten gelegen. Sehr positiv entwickelte sich insbesondere der Musikkanal MTV, der dank höherer Einschaltquoten deutliche operative Zugewinne verbuchen konnte. Ebenfalls verbessert präsentierte sich die Videospiele-Sparte, die dank neu eingeführter Angebote punkten konnte.
Die Sun Microsystems Inc. (ISIN US8668102036/ WKN A0M7N9) rutschte im dritten Fiskalquartal 2007/08 in die Verlustzone. Wie der amerikanische Server-Anbieter am Donnerstagabend mitteilte, verringerten sich die Umsatzerlöse entgegen der Analystenerwartungen leicht. Zudem verbuchte der Konzern einen Nettoverlust, gegenüber einem Vorjahresgewinn im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sondereffekte wurde beim EPS der Break-Even erreicht. Im Vorfeld hatten Analysten allerdings mit einem deutlichen Gewinn gerechnet.
Der kanadische Telekommunikationsausrüster Nortel Networks Corp. (ISIN CA6565685089/ WKN A0LENQ) musste im ersten Quartal einen deutlich höheren Verlust ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Konzernrumsatz im Berichtszeitraum um 11 Prozent. Der Nettoverlust legte um 34 Prozent zu. Das Ergebnis im Berichtszeitraum beinhaltet dabei unter anderem Restrukturierungsaufwendungen, negative Wechselkurseffekte sowie weitere Belastungen.
Der amerikanische Automobilzulieferer BorgWarner Inc. (ISIN US0997241064/ WKN 887320) verbuchte im ersten Quartal trotz der weltweit unsicheren konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Gewinnanstieg und hat die Prognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Umsatz im Berichtszeitraum um 17 Prozent. Auf wechselkursbereinigter Basis hatte das Umatzplus bei 8 Prozent gelegen. Der Nettogewinn konnte unerwartet deutlich um 51 Prozent verbessert werden. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern weiterhin ein EPS von 2,85 bis 3,00 Dollar, während Marktbeobachter ein EPS von 2,85 Dollar sowie einen Umsatz von 5,81 Mrd. Dollar erwarten.
Der amerikanische Forstprodukte- und Papierhersteller Weyerhaeuser Co. (ISIN US9621661043/ WKN 854357) legte heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Wie der Konzern erklärte, verbuchte man im Berichtszeitraum einen Verlust, nach einem Nettogewinn im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten lag der Nettoverlust höher als von Analysten befürchtet. Der Konzernumsatz verringerte sich ebenfalls deutlich. (02.05.2008/ac/n/m)
| 06.08.2008 | Chevron neutral | Credit Suisse Group | |
| 04.08.2008 | Chevron overweight | Lehman Brothers Inc. | |
| 14.07.2008 | Chevron neutral | Credit Suisse Group | |
| 07.07.2008 | Chevron chancenreich | Wirtschaftswoche | |
| 16.05.2008 | Chevron buy | UBS AG |
Aktien in diesem Artikel
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