Harrahs Entertainment Aktie [WKN: 878809 / ISIN: US4136191073]

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07.08.2007 16:08
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Wall Street: Gewinnmitnahmen vor Zinsentscheidung, Warner Music auf Talfahrt

New York (aktiencheck.de AG) - Im Vorfeld der am Abend anstehenden Zinsentscheidung der Fed nehmen die US-Marktteilnehmer nach der starken Vortagesentwicklung Gewinne mit. Allgemein wird zwar nicht mit einem Zinsschritt gerechnet, allerdings erwarten die Investoren Informationen über den angeschlagenen Hypothekenmarkt. Vor Handelsbeginn stellte das Arbeitsministerium seine erste Veröffentlichung zur US-Produktivität im zweiten Quartal 2007 vor. Demnach nahm die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,8 Prozent zu, während Volkswirte von einem Anstieg um 2,1 Prozent ausgegangen waren. Die Lohnstückkosten wuchsen im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent. Die Prognose der Volkswirte hatte lediglich auf +1,6 Prozent gelautet.

Der Dow Jones büßt kurz nach der Eröffnung 0,45 Prozent auf 13.408,70 Indexpunkte ein, der S&P 500 fällt daneben um 0,47 Prozent auf 1.460,72 Zähler zurück. Der NASDAQ Composite verzeichnet einen Abschlag von 0,34 Prozent auf 2.538,75 Punkte.

Der Mischkonzern Tyco musste im abgelaufenen Quartal aufgrund von Sonderbelastungen einen Verlust ausweisen. Das bereinigte Ergebnis lag jedoch über den Prognosen, ferner konnte der Umsatz unerwartet stark gesteigert werden. Die Aktie zählt im frühen Handel aber dennoch zu den Verlierern und gibt 1,6 Prozent ab. Anteilsscheine von Microsoft büßen ein knappes Prozent ein, nachdem der Konzern eine Preissenkung für seine Spielekonsole "Xbox 360" bekannt gegeben hat.

Leicht rote Vorzeichen sind bei Harrah's Entertainment auszumachen. Der Kasinobetreiber verzeichnete im letzten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg, der jedoch hinter den Schätzungen zurückgeblieben ist. Kursverluste von mehr als 4 Prozent fahren Papiere von Warner Music ein. Die weltweit viertgrößte Plattenfirma hat im vergangenen Vierteljahr einen höheren Verlust erwirtschaftet und die Konsensschätzungen verfehlt. Noch stärkere Abschläge erleidet das Papier von Marsh & McLennan. Die Anleger quittieren damit die enttäuschenden Quartalszahlen des Versicherungsbrokers.

Der auf den Bermudas ansässige Mischkonzern Tyco International Ltd. (ISIN BMG9143X2082/ WKN A0MVC3) meldete heute, dass er im dritten Quartal einen hohen Verlust ausweisen musste, was mit drastischen Sonderbelastungen zusammenhängt, vor allem aus rechtlichen Auseinandersetzungen. Das bereinigte Ergebnis konnte die Erwartungen jedoch schlagen. Der Umsatz kletterte um 8 Prozent und damit stärker als von Analysten erwartet.

Die amerikanische Harrah's Entertainment Inc. (ISIN US4136191073/ WKN 878809), die Ende Dezember ein Übernahmeangebot in Höhe von 17,1 Mrd. Dollar der beiden Private Equity-Gesellschaften Apollo Management und Texas Pacific Group akzeptiert hat, gab heute bekannt, dass sie im zweiten Quartal eine Gewinnsteigerung von 85 Prozent erzielt hat. Hintergrund sind starke Ergebnisse in Las Vegas und Atlantic City. Das bereinigte Ergebnis verfehlte jedoch die Erwartungen.

Die amerikanische Warner Music Group Corp. (ISIN US9345501046/ WKN A0EAC8), die weltweit viertgrößte Plattenfirma nach UMG, Sony BMG und EMI, gab heute bekannt, dass sie im dritten Quartal einen höheren Verlust erzielt hat, was mit stark sinkenden Absatzzahlen in den USA zusammenhängt. Der Umsatz reduzierte sich im Berichtszeitraum um 2 Prozent. Die Schätzungen der Analysten wurden damit sowohl beim Ergebnis wie auch beim Umsatz verfehlt.

Der amerikanische Versicherungsbroker Marsh & McLennan Cos. Inc. (ISIN US5717481023/ WKN 858415) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal leicht gestiegen ist, die Erwartungen aber deutlich verfehlt hat. Der Umsatz erhöhte sich um 7 Prozent und damit stärker als von Marktbeobachtern geschätzt.

Der US-Energieversorger PG&E Corp. (ISIN US69331C1080/ WKN 851962), die Muttergesellschaft des größten Kraftwerks in Kalifornien Pacific Gas & Electric, meldete am Dienstag, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal um 16 Prozent erhöht hat, was auf gestiegene Strompreise zurückzuführen ist. Die Gewinnprognose des Marktes konnte damit deutlich übertroffen werden. Zudem wurden die Jahresprognosen bestätigt. (07.08.2007/ac/n/m)

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