18.05.2007 15:57
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Wall Street: Grüne Vorzeichen, Microsoft will aQuantive für 6 Mrd. Dollar schlucken

New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ist fester in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial Average verzeichnet kurz nach der Glocke ein Plus von 0,41 Prozent und steht bei 13.532,07 Punkten. Der S&P 500 wiederum zieht um 0,26 Prozent auf 1.516,68 Zähler an. Der NASDAQ Composite verzeichnet einen Aufschlag von 0,25 Prozent auf 2.545,82 Punkte. Im weiteren Verlauf erwarten die Anleger die Veröffentlichung der Verbraucherstimmung.

Im Technologiesektor schießen Aktien von aQuantive um 78 Prozent nach oben. Zuvor kündigte der Softwareriese Microsoft an, dass er den Digitalmarketing-Anbieter für insgesamt rund 6 Mrd. Dollar übernehmen wird. Durch den Zukauf will Microsoft seine Marktposition im Bereich Internet-Werbung signifikant verstärken. Allerdings stößt die geplante Transaktion bei den Microsoft-Aktionären nicht auf ungeteilte Zustimmung, die Aktie verliert derzeit 0,5 Prozent. Papiere des Software-Anbieters Intuit, der im abgelaufenen Quartal einen Gewinn ausweisen konnte, steigen um mehr als 11 Prozent. Aktien von Autodesk geben dagegen 2,5 Prozent ab. Der Hersteller der Design-Software AutoCAD hat im ersten Fiskalquartal eine Umsatzsteigerung von 17 Prozent erzielt, wird den kompletten Abschluss jedoch aufgrund der laufenden Untersuchung der Aktienoptionspläne zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.

Anteilsscheine von General Electric legen im frühen Handel 1,2 Prozent zu. Laut einem Pressebericht steht der Mischkonzern kurz vor der Veräußerung seiner Plastik-Sparte, wobei sich der Kaufpreis auf 11 Mrd. Dollar belaufen könnte. Nach der Vorlage von Quartalszahlen geht es außerdem für Titel von Dr. Reddy's um 3 Prozent in Richtung Norden. Der indische Generikahersteller verbuchte im abgelaufenen Vierteljahr einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Ein Kursplus von rund 1 Prozent ist bei Kohl´s auszumachen. Der Einzelhandelskonzern gab gestern nach Börsenschluss bekannt, dass er seinen Gewinn im ersten Fiskalquartal um 25 Prozent gesteigert hat, was auf anhaltend starke Umsätze zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Verizon profitieren von einer Aufstufung durch die Citigroup und gewinnen 1,3 Prozent.

Der amerikanische Software-Hersteller Microsoft Corp. (ISIN US5949181045/ WKN 870747) hat seine Präsenz im Online-Werbesegment durch eine milliardenschwere Großakquisition verstärkt. Wie der weltweit führende Software-Konzern heute erklärte, wird man die amerikanische aQuantive Inc. (ISIN US03839G1058/ WKN 260921) für insgesamt rund 6 Mrd. Dollar übernehmen. Im Rahmen der Transaktion werden die Anteilseigner von aQuantive 66,50 Dollar je Aktie in bar erhalten. Durch den Zukauf will Microsoft seine Marktposition im Bereich Internet-Werbung signifikant verstärken. aQuantive wurde 1997 gegründet und verfügt über ein Netzwerk von verschiedenen Anbietern im Online-Marketing-Segment inklusive Servicedienstleistungen in diesem Bereich. Unter anderem gehört Avenue A/Razorfish, einer der weltweit führenden interactiven Online-Werbeagenturen zu aQuantive. Der Konzern beschäftigt aktuell rund 2.600 Mitarbeiter weltweit und soll nach Abschluss der Akquisition, der für das erste Halbjahr des Fiskaljahres 2008 vorgesehen ist, in das Online Services Business von Microsoft integriert werden. Im Zuge der Akquisition will Microsoft einer der weltweit führenden Werbeplattformen für Werbekunden und Werbeagenturen errichten. In Zusammenhang mit der Übernahme erwartet Microsoft keine wesentlichen Auswirkungen für die zuletzt veröffentlichte Ergebnisprognose für das Gesamtjahr, hieß es weiter.

Der amerikanische Mischkonzern General Electric Co. (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144) steht Presseangaben zufolge kurz vor der Veräußerung seiner Plastik-Sparte. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal", dass sich bei seinen Angaben auf gut informierte Kreise beruft, wird die Konzernsparte voraussichtlich an die Saudi Basic Industries Corp. (Sabic) veräußert, das größte Industriekonglomerat des Landes. Den Angaben zufolge konnte sich Sabic damit in einem langwierigen Auktionsverfahren gegen eine in den Niederlanden ansässige Chemiegesellschaft Basell durchsetzen, die sich ebenfalls um den Kauf der GE-Sparte bemüht hatte. Als Kaufpreis wurde eine Summe von voraussichtlich 11 Mrd. Dollar genannt, die Sabic für die Übernahme auf den Tisch legen wird.

Die Intuit Inc. (ISIN US4612021034/ WKN 886053) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2006/07 veröffentlicht. Dabei konnte der Anbieter von Steuer- und Finanz-Software aufgrund deutlich gestiegener Umsätze den Gewinn ausweiten. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 367 Mio. Dollar bzw. 1,04 Dollar je Aktie, nach 299 Mio. Dollar bzw. 84 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten im Vorfeld ein EPS von 1,08 Dollar erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen um 21 Prozent auf nun 1,15 Mrd. Dollar. Die Analysten hatten zuvor Umsätze von 1,11 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende vierte Fiskalquartal 2006/07 erwarten die Analysten einen Verlust von 4 Cents je Aktie bei Umsätzen von 418,2 Mio. Dollar.

Die Kohl´s Corp. (ISIN US5002551043/ WKN 884195) gab am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt, dass er seinen Gewinn im ersten Fiskalquartal 2007/08 um 25 Prozent gesteigert hat, was auf anhaltend starke Umsätze zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 209 Mio. Dollar bzw. 64 Cents je Aktie, nach 167,2 Mio. Dollar bzw. 48 Cents je Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum von 3,2 Mrd. Dollar auf 3,57 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 62 Cents und einem Umsatz von 3,56 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende zweite Fiskalquartal 2007/08 stellen sie ein EPS von 84 Cents bei Erlösen von 3,67 Mrd. Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr 2007/08 korrigierte der Konzern seine EPS-Prognose von 3,68 bis 3,84 Dollar je Aktie auf 3,75 bis 3,87 Dollar je Aktie nach oben. Die durchschnittliche Marktschätzung sieht hier ein Ergebnis von 3,87 Dollar je Aktie vor.

Die Dr. Reddy's Laboratories Ltd. (ISIN US2561352038/ WKN 659157) verbuchte im vierten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Wie der indische Generikahersteller heute erklärte, lag der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum bei 361 Mio. Dollar, nach 161 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn wurde auf 75 Mio. Dollar beziffert, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 5 Mio. Dollar ausweisen musste. Auf operativer Ebene wurde ein Gewinn von 75 Mio. Dollar ausgewiesen, nachdem man im Vorjahreszeitraum ein Minus von 6 Mio. Dollar verzeichnet hatte. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Umsatzverbesserung hatten die deutlich gestiegenen Generika-Absätze in Europa in Zusammenhang mit der Betapharm-Übernahme. Dabei verzeichnete der Konzern im Generiak-Segment einen Umsatzanstieg von 37 Mio. Dollar auf 155 Mio. Dollar.

Die amerikanische Autodesk Inc. (ISIN US0527691069/ WKN 869964), der Hersteller der Design-Software AutoCAD, teilte am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit, dass sie im ersten Fiskalquartal 2007/08 eine Umsatzsteigerung von 17 Prozent erzielt hat. Der komplette Abschluss wird jedoch aufgrund der laufenden Untersuchung der Aktienoptionspläne zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht. Der Umsatz des Konzerns belief sich demnach auf 509 Mio. Dollar, nach 436 Mio. Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten waren im Vorfeld von einem Umsatz von 499,9 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende zweite Fiskalquartal 2007/08 erwarten die Analysten ein EPS von 43 Cents bei Umsätzen von 512,8 Mio. Dollar, während Autodesk selbst Umsätze von 520 bis 530 Mio. Dollar erwartet. (18.05.2007/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Microsoft 18,2 -0,2%
aQuantive %
General Electric 19,8 +0,2%
Intuit 17,7 -1,3%
Kohl`s 28,6 -5,6%
Dr Reddys Laboratories 9,3 -0,9%
Autodesk 25,0 -1,0%
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