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Wall Street: Kaum verändert, Intel nach Zahlen etwas fester, Wells Fargo im Aufwind
Wie das Arbeitsministerium vor Handelsstart mitteilte, haben die Verbraucherpreise im Juni einen beschleunigten Anstieg verzeichnet. Demnach erhöhte sich der Verbraucherpreisindex um 1,1 Prozent, während Volkswirte nur einen Anstieg um 0,7 Prozent erwartet hatten. Mit +0,3 Prozent erhöhte sich auch die Kernrate überraschend deutlich. Die Daten zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung fielen dagegen besser als erwartet aus. In Kürze wird außerdem Notenbank-Chef Ben Bernanke vor dem Repräsentantenhaus eine Rede halten. Im weiteren Verlauf folgen zudem der wöchentliche Ölmarktbericht und das FOMC-Sitzungsprotokoll.
Nach der Vorlage der Geschäftszahlen für das zweite Quartal ziehen Anteilsscheine von Intel um ein halbes Prozent an. Der weltgrößte Chip-Hersteller konnte Umsatz und Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen schlagen. Bei Sun Microsystems schlägt ein Plus von 1,1 Prozent zu Buche, nachdem der Server- und Software-Hersteller seine aktuelle Planung für das vierte Quartal bekannt gegeben hat.
Die Aktie von Wells Fargo legt im frühen Handel knapp 18 Prozent zu. Angesichts der Immobilien- und Hypothekenkrise musste der Finanzkonzern im letzten Vierteljahr einen Gewinnrückgang hinnehmen. Analysten hatten im Vorfeld aber Schlimmeres erwartet. Zudem wurde eine Erhöhung der Dividende angekündigt. Gute Nachrichten kommen auch von Abbott Laboratories. Der Nettogewinn des Pharmakonzerns erhöhte sich im abgelaufenen Quartal um rund ein Drittel und damit stärker als von Analysten und dem Unternehmen erwartet. Der Wert gewinnt aber nur leicht hinzu.
Anteilsscheine der Fluglinie Delta Air Lines ziehen nach der Vorlage besser als prognostizierter Ergebnisse um fast 8 Prozent an. Papiere des Mitbewerbers AMR, dessen bereinigter Verlust im abgelaufenen Quartal geringer ausfiel als befürchtet, rücken um gut 6 Prozent vor.
Unternehmensmeldungen:
Die amerikanische Intel Corp. (ISIN US4581401001/ WKN 855681) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2008 veröffentlicht. Dabei konnte der größte Chip-Hersteller der Welt Umsatz und Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen schlagen. Das Nettoergebnis stieg demnach um 25 Prozent. Das operative Ergebnis stieg um 67 Prozent. Die Umsätze stiegen im vergangenen Quartal um 9 Prozent. Für das derzeit laufende dritte Quartal 2008 erwarten Analysten einen Gewinn von durchschnittlich 34 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 10,07 Mrd. Dollar. Intel selbst erwartet einen Umsatz von 10,0 bis 10,6 Mrd. Dollar.
Der amerikanische Server- und Software-Hersteller Sun Microsystems Inc. (ISIN US8668102036/ WKN A0M7N9) gab am Dienstag seine aktuelle Planung für das vierte Quartal bekannt. Demnach rechnet der Konzern mit einem um Einmaleffekte bereinigten Ergebnis von 25 bis 35 Cents pro Aktie. Der unbereinigte Gewinn pro Aktie soll bei 5 bis 15 Cents liegen. Der Umsatz wird auf 3,73 bis 3,80 Mrd. Dollar geschätzt. Analysten prognostizieren hier ein EPS-Ergebnis von 27 Cents bei Erlösen von 3,80 Mrd. Dollar.
Der Finanzkonzern Wells Fargo & Co. (ISIN US9497461015/ WKN 857949) legte heute die Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Dabei verzeichnete der Konzern angesichts der Immobilien- und Hypothekenkrise einen Gewinnrückgang. Dabei resultierte der Ergebnisrückgang vor allem aus Rückstellungen in Höhe von 3 Mrd. Dollar in Zusammenhang mit Vorsorgen für faule Kredite. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch übertroffen. Wie die Bankgesellschaft weiter erklärte, wird die Quartalsdividende um 10 Prozent auf 34 Cents angehoben.
Der US-Pharmakonzern Abbott Laboratories (ISIN US0028241000/ WKN 850103) verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, verbesserte sich der Gesamtumsatz um 14,8 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Wechselkurseffekten hatte das organische Umsatzplus dabei 8,9 Prozent betragen. Der Nettogewinn erhöhte sich um 33 Prozent und damit stärker als von Analysten und dem Unternehmen erwartet.
Die US-Fluglinie Delta Air Lines Inc. (ISIN US2473611083/ WKN 850874) legte heute die Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Demnach verbesserten sich die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 59 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 1,04 Mrd. Dollar ausgewiesen, nach einem Nettogewinn im Vorjahreszeitraum. Ohne die Berücksichtigung von negativen Einmaleffekten verzeichnete der Konzern trotz deutlich gestiegener Kerosinpreise im Berichtszeitraum einen über den Erwartungen liegenden Gewinn. Im Anschluss bestätigte Delta den Zeitplan in Zusammenhang mit der geplanten Fusion mit dem Konkurrenten Northwest Airlines Corp. (ISIN US6672804084/ WKN A0MTCR).
Die AMR Corp. (ISIN US0017651060/ WKN 850211), die Muttergesellschaft der Fluglinie American Airlines, gab heute bekannt, dass sie im zweiten Quartal einen Milliardenverlust erwirtschaftet hat, was mit deutlich höheren Treibstoffkosten zusammenhängt. Vor Sonderbelastungen lag der Verlust allerdings niedriger als befürchtet. Der Umsatz erhöhte sich um 5,1 Prozent.
Der US-Minenkonzern Cleveland-Cliffs Inc. (ISIN US1858961071/ WKN 861058) kündigte heute die Übernahme des Kohleproduzenten Alpha Natural Resources Inc. (ISIN US02076X1028/ WKN A0D8FJ) an. Demnach werden die Anteilseigner von Alpha Natural Resources im Rahmen der Vereinbarung 0,95 Anteilsscheine von Cleveland-Cliffs sowie 22,23 Dollar je Aktie in bar erhalten. Damit wird die Aktie von Alpha Natural Resources mit 128,12 Dollar je Aktie bewertet. Das Gesamtvolumen der Offerte liegt bei rund 10 Mrd. Dollar. Durch den Zusammenschluss entsteht einer der führenden Minenbetreiber in Nordamerika mit einem Gesamtumsatz von rund 10 Mrd. Dollar. (16.07.2008/ac/n/m)
| 12.08.2008 | Intel outperform | Wachovia Securities, LLC | |
| 31.07.2008 | Intel buy | American Technology Research Inc. | |
| 22.07.2008 | Intel kaufen | Hamburger Sparkasse AG (Haspa) | |
| 22.07.2008 | Intel kaufen | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 17.07.2008 | Intel outperform | Credit Suisse Group |
Aktien in diesem Artikel
| Intel | 16,1 | -1,0% | |
| Wells FargoCo | 19,2 | +2,6% | |
| Abbott Laboratories | 39,5 | -0,2% | |
| Delta Air Lines | |||
| AMR | 6,8 | -1,2% | |
| Cleveland Cliffs | 63,8 | -1,0% | |
| Alpha Natural Resources | 61,3 | -0,2% |
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