Nike Aktie [WKN: 866993 / ISIN: US6541061031]

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26.06.2008 16:07
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Wall Street: Klare Verluste, Nike, Oracle und Goodyear im Fokus

New York (aktiencheck.de AG) - Nachdem die amerikanischen Börsen gestern mit unterschiedlich starken Aufschlägen geschlossen hatten, weisen sie zu Handelsbeginn am heutigen Donnerstag nach der gestrigen Zinsentscheidung der Fed und angesichts der jüngsten Konjunkturdaten sowie teils enttäuschender Unternehmensnachrichten tiefrote Vorzeichen auf. Demnach hat sich zwar das BIP-Wachstum in den USA im ersten Quartal beschleunigt, jedoch befindet es sich noch auf einem relativ niedrigen Niveau. Zudem weisen Börsianer auf die anhaltende schwache Situation an den Häuser-, Kredit- und Finanzmärkten hin. Der Dow Jones Industrial Average verliert - vor dem Hintergrund fehlender Impulse aus Tokio - kurz nach Handelsstart 1,14 Prozent auf 11.676,75 Zähler. Der marktbreitere S&P 500 sinkt um 1,15 Prozent auf 1.306,73 Zähler. Der NASDAQ Composite wiederum gibt 1,71 Prozent auf 2.360,20 Punkte ab.

Auf der Unternehmensseite gab es bereits gestern Quartalszahlen bei Nike, Oracle und Bed Bath & Beyond. Dabei hat der Sportartikelhersteller den Gewinn gesteigert und die Erwartungen geschlagen, musste jedoch auf ein schwaches US-Geschäft verweisen. Auch der Software-Konzern konnte mit einem deutlichen Ergebnisplus die Erwartungen übertreffen, gab allerdings einen vorsichtigen Ausblick. Nike-Titel verlieren derzeit 6,7 Prozent, Oracle geben 3 Prozent ab. Der Sanitärausrüster Bed Bath & Beyond wies indes einen Ergebnisrückgang aus, schlug jedoch ebenfalls die Erwartungen. Heute meldeten u.a. Rite Aid, Lennar, McCormick und ConAgra ihre Ergebnisse, die insgesamt gemischt ausfielen. Im Blickpunkt steht heute auch Goodyear. Demnach hat der Reifenhersteller ein umfangreiches Maßnahmenpaket angekündigt, das neben höheren Einsparungen auch umfangreiche Investitionen vorsieht. Das Gesamtvolumen der Investitionen liegt bei rund 2 Mrd. Dollar. Bereits gestern wurde die Schließung eines Werks in Australien gemeldet. Darüber hinaus ist heute ein Pressebericht nennenswert, nach dem der Brauereikonzern Anheuser-Busch die Offerte von InBev bereits in dieser Woche zurückweisen könnte.

Auf der Konjunkturseite hat sich das BIP-Wachstum in den USA im ersten Quartal 2008 beschleunigt. So wurden in der dritten und damit endgültigen Schätzung des US-Handelsministeriums, welche heute veröffentlicht wurde, die vorläufigen Angaben zur Wirtschaftsentwicklung leicht nach oben korrigiert. Gegenüber dem Vorquartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,0 Prozent, während vorläufig lediglich ein Anstieg um 0,9 Prozent gemeldet worden war. Auch Volkswirte hatten für den Berichtszeitraum durchschnittlich ein BIP-Wachstum von 1,0 Prozent prognostiziert. Im Vorquartal hatte sich die Wirtschaftsleistung der weltweit stärksten Volkswirtschaft nur um 0,6 Prozent erhöht. Wie das US-Arbeitsministerium heute bekannt gab, hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Woche zum 21. Juni 2008 stabilisiert. So verharrte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bei 384.000, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 375.000 prognostiziert hatten. Für die Vorwoche wurde der zunächst ermittelte Wert von 381.000 auf 384.000 nach oben korrigiert. Der Ölpreis legt derzeit um über 3 Dollar zu und notiert knapp unter der Marke von 138 Dollar pro Barrel. Für weitere Impulse könnten die demnächst anstehenden Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser sorgen.

Unternehmensnachrichten:

Die Nike Inc. (ISIN US6541061031/ WKN 866993), der weltgrößte Hersteller von Sportschuhen und -bekleidung, meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss, dass sie ihren Gewinn im vierten Fiskalquartal 2007/08 aufgrund einer positiven Umsatzentwicklung in allen Bereichen um 12 Prozent steigern konnte.

Die Oracle Corp. (ISIN US68389X1054/ WKN 871460) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen zum vierten Fiskalquartal 2007/08 veröffentlicht. Dabei konnte der US-Softwarekonzern seinen Umsatz um 24 Prozent und seinen Gewinn um 27 Prozent steigern und so auch die Erwartungen übertreffen.

Der amerikanische Sanitärausrüster Bed Bath & Beyond Inc. (ISIN US0758961009/ WKN 884304) gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 27 Prozent gesunken ist, was mit höheren Kosten zusammenhängt. Die Erwartungen konnten jedoch geschlagen werden.

Der amerikanische Linux-Anbieter Red Hat Inc. (ISIN US7565771026/ WKN 923989) meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 6,6 Prozent gestiegen ist, was auf ein starkes Umsatzwachstum zurückzuführen ist.

Die Rite Aid Corp. (ISIN US7677541044/ WKN 857022), eine der größten Drugstore-Ketten in den USA, legte am Donnerstag die Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Dabei wurde ein Verlust ausgewiesen, während der Umsatz deutlich zulegen konnte.

Die Lennar Corp. (ISIN US5260571048/ WKN 851022), der zweitgrößte US-Baukonzern für Eigenheime, meldete am Donnerstag, dass sie ihren Verlust im zweiten Quartal halbieren konnte.

Der amerikanische Gewürzhersteller McCormick & Co. Inc. (ISIN US5797802064/ WKN 858250) gab am Donnerstag bekannt, dass sein Gewinn im zweiten Quartal aufgrund höherer Verkaufspreise gestiegen ist. Zudem wurde die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bestätigt, während die Umsatzplanung leicht angehoben wurde.

Der amerikanische Lebensmittelhersteller ConAgra Foods Inc. (ISIN US2058871029/ WKN 861259) teilte am Donnerstag mit, dass er im vierten Quartal einen Gewinnanstieg erzielt hat, was auf ein starkes Trading & Merchandising-Geschäft zurückzuführen ist.

Der größte US-Reifenhersteller Goodyear Tire & Rubber Co. (ISIN US3825501014/ WKN 851204) kündigte am Donnerstag ein umfangreiches Maßnahmenpaket an, das neben höheren Einsparungen auch umfangreiche Investitionen vorsieht. Bereits gestern gab der Konzern bekannt, dass er beabsichtigt, bis Ende 2008 ein Reifenwerk in Australien zu schließen.

Die Anheuser-Busch Cos. Inc. (ISIN US0352291035/ WKN 865178) wird die unaufgeforderte Offerte der InBev S.A. (ISIN BE0003793107/ WKN 590932) Presseangaben zufolge frühestens diese Woche zurückweisen.

Der US-Autoteilehändler AutoZone Inc. (ISIN US0533321024/ WKN 881531) gab am Donnerstag bekannt, dass sein Board den weiteren Rückkauf von eigenen Aktien im Wert von 500 Mio. Dollar genehmigt hat. (26.06.2008/ac/n/m)

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