03.08.2007 15:56
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Wall Street: Knapp behauptet, Procter & Gamble im Blick, Chiquita knicken ein

New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street ist mit leicht roten Vorzeichen in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Kurz nach der Eröffnung verliert der Dow Jones 0,04 Prozent und notiert bei 13.458,37 Punkten, während es für den S&P 500 ebenfalls um 0,04 Prozent auf 1.471,68 Zähler bergab geht. Der NASDAQ Composite verzeichnet daneben ein Minus von 0,15 Prozent auf 2.572,03 Indexpunkte.

Auf der Konjunkturseite stehen die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten im Fokus. Wie das Arbeitsministerium mitteilte, stieg die Arbeitslosenquote im Juli überraschend auf 4,6 Prozent. Volkswirte hatten mit unveränderten 4,5 Prozent gerechnet. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft lediglich um 92.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Volkswirte hatten einen Stellenaufbau um 133.000 Beschäftigte prognostiziert. Die durchschnittlichen Stundenlöhne wuchsen wie erwartet um 0,3 Prozent an. Im weiteren Handelsverlauf steht noch der ISM-Dienstleistungsindex auf dem Programm.

Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal spürbar steigern und die Erwartungen der Analysten sowohl bei Umsatz wie auch Ergebnis übertreffen. Obwohl der Konzern zudem auch noch ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm ankündigt hat, gibt die Aktie im frühen Handel leicht ab. Papiere von Weyerhaeuser legen indes über 2 Prozent zu. Der Forstprodukte- und Papierhersteller erlitt im letzten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch. Der Gewinn vor Einmaleffekten lag jedoch über den Prognosen.

Leicht grüne Vorzeichen sind bei Activision auszumachen. Das Software-Unternehmen hat im vergangenen Vierteljahr wieder schwarze Zahlen geschrieben und die Schätzungen des Marktes übertroffen. Dagegen knicken Papiere von Chiquita um rund 15 Prozent ein. Der Bananen-Produzent litt im abgelaufenen Quartal unter gestiegenen Kosten und ist an den Prognosen der Analysten vorbeischlittert. Daneben brechen Papiere des Hypothekenfinanzierers American Home Mortgage um über 40 Prozent ein und knüpfen damit nahtlos an die drastischen Verluste der vergangenen Tage an. Das Unternehmen hat die meisten Geschäftsaktivitäten eingestellt und wird nahezu sämtliche Mitarbeiter entlassen. Marktbeobachter erwarten in Kürze einen Antrag auf Gläubigerschutz.

Der amerikanische Konsumgüterkonzern Procter & Gamble Co. (P&G) (ISIN US7427181091/ WKN 852062) meldete heute, dass er seinen Gewinn im vierten Quartal um 19 Prozent steigern konnte, was auf ein starkes Umsatzwachstum und verbesserte Margen zurückzuführen ist. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt und ein Aktienrückkauf beschlossen. Der Gesamtumsatz des Konzerns nahm um 8 Prozent zu. Die Schätzungen der Analysten wurden dabei übertroffen. Das Board hat zudem ein Aktienrückkauf-Programm im Volumen von 24 bis 30 Mrd. Dollar über die nächsten drei Jahre beschlossen.

Die Activision Inc. (ISIN US0049302021/ WKN 867881) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das erste Fiskalquartal 2007/08. Dabei konnte das Software-Unternehmen aufgrund eines Umsatzsprungs wieder einen Gewinn erzielen und die Erwartungen übertreffen. Die Umsatzerlöse stiegen um 160 Prozent und damit ebenfalls stärker als prognostiziert.

Der Bananen-Produzent Chiquita Brands International Inc. (ISIN US1700328099/ WKN 552688) veröffentlichte am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Quartal 2007. Dabei musste der amerikanische Obst- und Gemüsekonzern aufgrund deutlich höherer Kosten einen Gewinneinbruch um 62 Prozent hinnehmen und verfehlte damit die Erwartungen. Die Umsatzerlöse stiegen um 2,2 Prozent.

Der amerikanische Forstprodukte- und Papierhersteller Weyerhaeuser Co. (ISIN US9621661043/ WKN 854357) meldete heute, dass sein Gewinn im zweiten Quartal drastisch eingebrochen ist, was auf hohe Sonderbelastungen und eine anhaltende Schwäche in den Märkten für Häuserbau zurückzuführen ist. Der Gewinn vor Einmaleffekten lag jedoch über den Prognosen.

Der amerikanische Hypothekenfinanzierer American Home Mortgage Investment Corp. (ISIN US02660R1077/ WKN A0BKT9) gab am späten Donnerstag bekannt, dass er die meisten Geschäftsaktivitäten eingestellt hat und nahezu sämtliche Mitarbeiter entlassen wird. Die gesamte Belegschaft des Konzerns wird sich durch diese Maßnahmen von mehr als 7.000 auf rund 750 Mitarbeiter reduzieren. Hintergrund der jüngsten Schritte ist der massive Einbruch im US-Häusermarkt. Bereits am Dienstag hatte das Unternehmen Liquiditätsprobleme eingestanden. Marktbeobachter gehen davon aus, dass das Unternehmen in Kürze einen Antrag auf Gläubigerschutz stellen wird. (03.08.2007/ac/n/m)

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