Research In Motion Aktie [WKN: 909607 / ISIN: CA7609751028]

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29.09.2006 16:09
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Wall Street: Knapp behauptet, Research In Motion schießt nach oben

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen sind kaum verändert in den letzten Handelstag der Woche gestartet. Aktuell verzeichnet der Dow Jones ein leichtes Minus von 0,07 Prozent und fällt auf 11.710,61 Punkte zurück, der S&P 500 büßt 0,11 Prozent auf 1.337,62 Zähler ein. Etwas deutlichere Verluste erleidet die NASDAQ, hier geht es um 0,17 Prozent auf 2.266,23 Indexpunkte abwärts.

Vorbörslich präsentierte das Handelsministerium einen langsameren Anstieg der saisonbereinigten persönlichen Einkommen und Ausgaben im August 2006. So wuchsen die persönlichen Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent, während die persönlichen Konsumausgaben um 0,1 Prozent anzogen. Volkswirte hatten im Vorfeld Zuwächse von 0,3 Prozent bei den Einkommen und 0,2 Prozent bei den Konsumausgaben erwartet. Mit Spannung erwarten die Anleger nun die Bekanntgabe des Chicagoer Einkaufsmanagerindex.

Für eine Überraschung sorgte der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion. Statt, wie von Analysten erwartet, verzeichnete das Unternehmen im vergangenen Quartal keinen Verlust, sondern einen deutlichen Gewinn. Zudem gab der Konzern einen überraschend positiven Ausblick auf das dritte Quartal. Die Aktie reagiert mit einem satten Kursplus von 20,5 Prozent auf die Nachricht. Nach starken Zahlen verzeichnen auch Papiere des Management- und Technologie-Beratungsunternehmens Accenture im frühen Handel einen kräftigen Aufschlag und steigen um 4 Prozent.

Dagegen trennen sich die Börsianer von Ford. Zuvor teilte zweitgrößte Automobilhersteller in den USA mit, dass seine Finanzsparte Ford Motor Credit im nächsten Jahr rund 2.000 Stellen in den USA und Kanada abbauen und 59 US-Filialen schließen wird, um Kosten einzusparen. General Motors leiden unter leichten Gewinnmitnahmen und geben 0,1 Prozent ab.

Der kanadische BlackBerry-Hersteller Research In Motion Ltd. (RIM) (ISIN CA7609751028/ WKN 909607) gab am Donnerstag nach US-Börsenschluss bekannt, dass er seinen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert und die Erwartungen deutlich übertroffen hat. Dabei handelt es sich jedoch um vorläufige Zahlen, was mit möglichen Korrekturen bei der Verbuchung von Aktienoptionen zusammenhängt. Zudem wurde ein überraschend positiver Ausblick auf das dritte Quartal gegeben. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 140,8 Mio. Dollar bzw. 74 Cents pro Aktie, nach einem Überschuss von 111 Mio. Dollar bzw. 56 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Aktienoptionskosten betrug der Gewinn 77 Cents pro Aktie. Der Umsatz kletterte um 34 Prozent auf 658,5 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 71 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 648,4 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 78 Cents bei Erlösen von 699,1 Mio. Dollar in Aussicht, während der RIM selbst ein EPS-Ergebnis von 88 bis 95 Cents (bereinigt: 90 bis 97 Cents) bei Erlösen von 780 bis 820 Mio. Dollar erwartet.

Die Accenture Ltd. (ISIN BMG1150G1116/ WKN 795335) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2005/06 veröffentlicht. Wie das auf den Bermudas ansässige Management- und Technologie-Beratungsunternehmen erklärte, stiegen Umsatz und Gewinn an. Der Nettogewinn erhöhte sich demnach von 229,1 Mio. Dollar bzw. 38 Cents je Aktie auf 346,4 Mio. Dollar bzw. 56 Cents je Aktie. Dabei half ein einmaliger Steuereffekt von 140 Mio. Dollar. Die Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 38 Cents je Aktie erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 3,92 Mrd. Dollar auf nun 3,97 Mrd. Dollar. Die Analystenerwartungen hatten sich zuvor auf 4,28 Mrd. Dollar belaufen. Für das derzeit laufende erste Fiskalquartal 2006/07 erwarten die Analysten einen durchschnittlichen Gewinn von 42 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 4,55 Mrd. Dollar.

Die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA, meldete am Donnerstag, dass ihre Finanzsparte Ford Motor Credit im nächsten Jahr rund 2.000 Stellen in den USA und Kanada abbauen und 59 US-Filialen schließen wird, um Kosten einzusparen. Die betroffenen 2.000 Stellen, die fast einem Viertel der Belegschaft von Ford Motor Credit in Nordamerika entsprechen, addieren sich zu den insgesamt 14.000 Vollzeit-Arbeitsplätze, die der Ford-Konzern in seinem nordamerikanischen Automobilgeschäft streichen wird, um die anhaltende Abnahme des US-Marktanteils zu stoppen. Die Aktivitäten der 59 US-Filialen werden nun auf sechs bestehende Service-Center verteilt. Ford Motor Credit beabsichtigt, die Kürzungen über eine Kombination aus Mitarbeiterfluktuation, Frühpensionierungen, freiwilligen Kündigungen und - falls notwendig - Entlassungen zu erreichen. Die Maßnahmen sollen bis Ende 2007 abgeschlossen werden.

Der amerikanische Mischkonzern General Electric Co. (ISIN US3696041033/ WKN 851144) meldete heute, dass seine Sparte GE Water & Process Technologies über die nächste Dekade 82 Mio. Dollar in die Gründung eines Forschungs- und Entwicklungs (F&E)-Zentrums in Singapur investieren wird. Die Niederlassung wird den Angaben zufolge 100 Mitarbeiter beschäftigen und seinen Sitz an der National University of Singapore haben. Die Forschung wird sich dabei auf Bereiche konzentrieren, welche die globale Wasserindustrie betreffen mit Blick auf die Qualität, Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit sicherer Vorräte. Das Zentrum wird sich laut GE auf Wasserbehandlung und Systemintegration, grundlegende chemische und Membrananwendungen sowie auf Ionentausch-Technologie spezialisieren.

Die amerikanische TIBCO Software Inc. (ISIN US88632Q1031/ WKN 924325) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2005/06 veröffentlicht. Dabei musste der Anbieter von Realtime-Distribution-Software einen Gewinnrückgang um 19 Prozent hinnehmen. Der Nettogewinn verringerte sich demnach von 13,8 Mio. Dollar bzw. 6 Cents je Aktie auf 11,3 Mio. Dollar bzw. 5 Cents je Aktie. Bereinigt um die Effekte aus Stock-Option-Programmen hätte sich das EPS auf 7 Cents belaufen. Die Analysten hatten im Vorfeld einen Gewinn von 6 Cents je Aktie erwartet. Die Umsatzerlöse stiegen von 105,9 Mio. Dollar auf nun 120,4 Mio. Dollar. Die Analystenerwartungen hatten sich zuvor auf 121,1 Mio. Dollar belaufen. Für das derzeit laufende vierte Fiskalquartal 2005/06 erwarten die Analysten einen durchschnittlichen Gewinn von 11 Cents je Aktie bei Umsatzerlösen von 142,0 Mio. Dollar. (29.09.2006/ac/n/m)

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