Walgreen Aktie [WKN: 855826 / ISIN: US9314221097]

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23.06.2008 16:00
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Wall Street: Leicht erholt, Bunge übernimmt Corn Products

New York (aktiencheck.de AG) - Nach den deutlichen Verlusten am Freitag dominieren am Montag kurz nach Handelsstart wieder die Bullen an der Wall Street. Ungeachtet der hohen Ölpreisnotierungen legt der Dow Jones Industrial Average kurz nach der Eröffnungsglocke 0,31 Prozent zu auf 11.879,00 Indexpunkte. Beim S&P 500 ist ein Plus von 0,39 Prozent auf 1.323,05 Zähler auszumachen. Der NASDAQ Composite verfestigt sich gleichzeitig um 0,41 Prozent auf 2.415,89 Punkte. Auf der Konjunkturseite steht der Chicago Fed National Activity Index im Blick. Laut Angaben der Federal Reserve Bank of Chicago wurde für Mai ein Anstieg beim National Activity Index ermittelt.

Anteilsscheine von Walgreen gewinnen 2,5 Prozent. Die Drugstore-Kette konnte Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Quartal steigern, hat die Schätzungen der Analysten dabei aber knapp verfehlt. Bei Titeln von Corn Products ist ein sattes Plus von 25 Prozent auszumachen. Zuvor wurde bekannt, dass das Agrarnahrungsmittel-Unternehmen Bunge den Stärke- und Süßstoffhersteller für insgesamt 4,8 Mrd. Dollar übernimmt. Die Aktie von Bunge gibt 2,2 Prozent ab.

Im Finanzsektor sind die Papiere der Citigroup einen Blick wert. Einem Pressebericht zufolge beabsichtigt die größte Bankgesellschaft in den USA, rund 6.500 Stellen in ihrer Sparte Investment Banking zu streichen. Am Markt kommt der Bericht weniger gut an, der Wert verliert 0,6 Prozent. Für Goldman Sachs geht es um 0,7 Prozent abwärts. Auch hier stehen laut einem Zeitungsartikel Stellenstreichungen in der Investment Banking-Sparte an.

Halliburton legen 2,3 Prozent zu, nachdem bekannt wurde, dass der Ölfeld-Servicedienstleister die Übernahme der britischen Expro nicht weiter verfolgen wird.

Unternehmensmeldungen:

Die amerikanische Drugstore-Kette Walgreen Co. (ISIN US9314221097/ WKN 855826) meldete heute, dass sie ihren Gewinn im dritten Quartal leicht steigern konnte, was mit einer verbesserten Kostenkontrolle und höheren vergleichbaren Umsätzen zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei jedoch knapp verfehlt. Der Umsatz nahm um 9,6 Prozent zu.

Die Citigroup Inc. (ISIN US1729671016/ WKN 871904), die größte Bankgesellschaft in den USA, beabsichtigt Presseangaben zufolge, rund 6.500 Stellen in ihrer Sparte Investment Banking zu streichen. Wie das "Wall Street Journal" am Sonntag in seiner Online-Ausgabe berichtete, wird der Finanzkonzern, der im ersten Quartal einen Verlust von über 5 Mrd. Dollar erwirtschaftet hat, wahrscheinlich am heutigen Montag mit dem Arbeitsplatzabbau beginnen. Es sei geplant, die Belegschaft der Sparte (65.000 Mitarbeiter) um rund 10 Prozent zu verkleinern. Der Citigroup-Konzern, der weltweit mehr als 350.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat zum 31. März 2008 mindestens 9.000 Stellen gestrichen, so die Zeitung.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332) plant Presseangaben zufolge einen Stellenabbau in ihrer Investment Banking-Sparte. Wie die "Financial Times" heute berichtet, will der Konzern die Belegschaft der Sparte um rund 10 Prozent verkleinern. Die Kürzungen wurden beschlossen, obwohl das Kreditinstitut in diesem Bereich bislang die geringsten Schäden durch die Kreditkrise zu verzeichnen hatte, hieß es. Der Zeitung zufolge verlagert die Bank zudem US- und europäisches Personal in den Mittleren Osten und nach Asien, wo das Geschäft weiterhin stark ist.

Die amerikanische Bunge Ltd. (ISIN BMG169621056/ WKN 762269), ein integriertes globales Agrarnahrungsmittel-Unternehmen, gab heute bekannt, dass sie den amerikanischen Stärke- und Süßstoffhersteller Corn Products International Inc. (ISIN US2190231082/ WKN 911479) für insgesamt 4,8 Mrd. Dollar übernehmen wird. Die Kostensynergien aus der Transaktion, die im vierten Quartal abgeschlossen werden soll, werden auf 100 bis 120 Mio. Dollar pro Jahr beziffert. Darüber hinaus hat Bunge seine Ergebnisprognose für 2008 von bisher 7,10 bis 7,40 Dollar pro Aktie auf nun 9,35 bis 9,65 Dollar pro Aktie nach oben korrigiert. In der Prognose ist die jüngste Akquisition indes nicht berücksichtigt. Analysten prognostizieren hier aktuell ein EPS-Ergebnis von 7,70 Dollar

Der amerikanische Ölfeld-Servicedienstleister Halliburton Co. (ISIN US4062161017/ WKN 853986) wird eine Übernahme der britischen Expro International Group plc nicht weiter verfolgen. Ein erhöhtes Angebot wurde demnach zurückgezogen. Wie der britische Wettbewerber heute mitteilte, hat er in letzter Minute ein unterbreitetes Übernahmeangebot des US-Konzerns in Höhe von 1,82 Mrd. Britische Pfund (GBP) (rund 3,6 Mrd. Dollar) bzw. 1.625 Pence pro Aktie zurückgewiesen. Der Kaufpreis der Offerte lag über dem, der im Rahmen eines Angebots der Umbrellastream Ltd. (1.615 Pence pro Aktie) geboten wurde. (23.06.2008/ac/n/m)

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