30.05.2008 16:06
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Wall Street: Leicht positiv, Dell legen nach Zahlen kräftig zu

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen präsentieren sich am Freitag leicht positiv. Beim Dow Jones ist derzeit ein Zuwachs von 0,13 Prozent auf 12.662,91 Punkte auszumachen. Der S&P 500 legt 0,22 Prozent zu auf 1.401,36 Zähler. Der NASDAQ Composite gewinnt 0,39 Prozent auf 2.518,04 Indexpunkte.

Wie das Handelsministerium bekannt gab, wiesen die persönlichen Einkommen und Ausgaben im April einen verlangsamten Anstieg aus. So wuchsen die Einkommen im Vormonatsvergleich um 0,2 Prozent. Gleichzeitig kletterten die Konsumausgaben um 0,2 Prozent. Volkswirte hatten im Vorfeld ebenfalls mit diesen Zuwächse gerechnet. Die Zahlen zum Chicagoer Einkaufsmanagerindex haben ebenfalls überzeugt. In Kürze steht außerdem die Verbraucherstimmung auf dem Programm.

Die Aktie von Dell prescht an der NASDAQ um 7,5 Prozent nach oben. Der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt konnte Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Quartal steigern. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei deutlich übertroffen, nachdem der Konzern diese im vorangegangenen Quartal verfehlt hatte. Für Anteilsscheine des Software-Herstellers Novell geht es nach unerwartet guten Quartalszahlen um ein halbes Prozent nach oben.

Die Juwelierkette Tiffany meldete heute, dass sie ihren Gewinn im ersten Quartal um 19 Prozent steigern und die Erwartungen damit deutlich übertreffen konnte. Die Anleger honorieren dies mit einem Aufschlag von knapp 4 Prozent. Anteilsscheine von Harris liegen ebenfalls mit fast 4 Prozent im Plus. Presseangaben zufolge hat das Kommunikations- und IT-Unternehmen damit begonnen, Interessensbekundungen von potenziellen Käufern aufzunehmen, wobei sich die vorläufigen Gebote unterhalb der Erwartungen des Unternehmens befinden.

Nach der am Vortag gehaltenen Investorenkonferenz profitieren MasterCard heute von einigen positiven Einstufungen. Neben Lehman Brothers hat die Deutsche Bank das Kursziel für den Wert angehoben. Aktuell gewinnt die Aktie des Kreditkartenkonzerns rund 2 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Die amerikanische Dell Inc. (ISIN US24702R1014/ WKN 121092) hat am Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal vorgelegt. Der zweitgrößte PC-Hersteller der Welt konnte seinen Umsatz steigern, das Ergebnis je Aktie lag zudem über dem des Vorjahresquartals und oberhalb der Analystenerwartungen, nachdem man noch im vorangegangenen Quartal diese verfehlt hatte. Der Nettogewinn stieg unerwartet um knapp 4 Prozent. Die Umsatzerlöse verbesserten sich dabei um fast 9 Prozent.

Der größte US-Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) gab am Donnerstag bekannt, dass sich rund 19.000 Teilzeitarbeiter dazu entschlossen haben, an seinem so genannten Attrition Program teilzunehmen. Den Angaben zufolge werden die betreffenden Mitarbeiter das Unternehmen bis spätestens 1. Juli 2008 verlassen. GM hat im Februar im Rahmen des jüngsten Programms allen 74.000 gewerkschaftlich organisierten US-Teilzeitkräften Abfindungen angeboten. GM will einen Teil der Stellen durch Neueinstellungen besetzen, wobei hier niedrigere Stundenlöhne gezahlt werden sollen.

Der amerikanische Software-Hersteller Novell Inc. (ISIN US6700061053/ WKN 873019) meldete am Donnerstag nach US-Börsenschluss, dass er im zweiten Quartal einen Gewinn erzielt hat, was mit geringeren Sonderbelastungen zusammenhängt. Der bereinigte Gewinn aus dem laufenden Geschäft lag über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz erhöhte sich um 1,4 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern weiterhin mit einem Umsatz von 940 bis 970 Mio. Dollar. Analysten prognostizieren hier Erlöse von 956,4 Mio. Dollar.

Presseangaben zufolge hat die amerikanische Harris Corp. (ISIN US4138751056/ WKN 851270) diese Woche damit begonnen, Interessensbekundungen von potenziellen Käufern aufzunehmen, wobei die vorläufigen Gebote für das Kommunikations- und IT-Unternehmen im unteren Bereich von 70 Dollar pro Aktie lagen, was einem Gesamtvolumen von rund 10 Mrd. Dollar entspricht. Wie das "Wall Street Journal" heute berichtet, befinden sich die vorläufigen Gebote damit unterhalb der Erwartungen des Unternehmens. Das Board hatte im Vorfeld damit gerechnet, einen Verkaufspreis von 75 bis 80 Dollar pro Aktie erzielen zu können.

Die amerikanische Juwelierkette Tiffany & Co. Inc. (ISIN US8865471085/ WKN 872811) meldete heute, dass sie ihren Gewinn im ersten Quartal um 19 Prozent steigern und die Erwartungen damit deutlich übertreffen konnte. Der Umsatz nahm um 12 Prozent zu. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem EPS-Ergebnis von 2,80 bis 2,90 Dollar bei einem Umsatzwachstum von rund 10 Prozent. Analysten sehen hier einen Gewinn von 2,73 Dollar pro Aktie. (30.05.2008/ac/n/m)

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