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Wall Street: Leicht positiv, Dow Chemical und Eli Lilly deutlich fester, EMC und VMware auf Talfahrt
Wie das Handelsministerium vorbörslich mitteilte, verzeichnete der Auftragseingang langlebiger Güter im Dezember einen kräftigen Zuwachs. Bei den Gütern mit einer Nutzungsdauer von über drei Jahren wuchs die Zahl der Bestellungen binnen Monatsfrist um 5,2 Prozent, während Volkswirte lediglich einen Anstieg um 1,5 Prozent erwartet hatten.
Unternehmensseitig stehen einige Ergebnisse im Blick. Papiere von 3M verlieren im morgendlichen Handel ein knappes Prozent, obwohl der Mischkonzern im abgelaufenen Quartal mehr als von Analysten erwartet verdient hat. Die Aktie von Dow Chemical klettert indes um knapp 6 Prozent. Der größte Chemiekonzern in den USA hatte im vierten Quartal mit einem deutlich rückläufigen Ergebnis zu kämpfen. Die Prognosen der Analysten wurden jedoch übertroffen. Titel des Mitbewerbers Eli Lilly, der ebenfalls den Blick in seine Bücher freigegeben hat, legen über 2 Prozent zu.
Im Technologiesegment knicken Papiere von EMC um mehr als 8 Prozent ein, obwohl der Konzern im abgelaufenen Quartal mehr als geschätzt verdient hat. Der Grund für den Kursrutsch ist bei der Tochter VMware zu finden. Der Spezialist im Bereich der Virtualisierung konnte sein Ergebnis im letzten Vierteljahr massiv steigern, blieb dabei jedoch leicht hinter den Umsatzerwartungen zurück. Die Aktie bricht daraufhin um rund 30 Prozent ein. Anders das Bild bei Lexmark. Der Druckerhersteller konnte im vierten Quartal trotz Restrukturierungsaufwendungen einen Ergebnisanstieg ausweisen und die Erwartungen in den Schatten stellen. Der Wert zieht um gut 9 Prozent an.
American Express verlieren ein knappes Prozent. Der Finanzkonzern konnte seinen Umsatz im vergangenen Quartal steigern und trotz eines Gewinnrückgangs die Erwartungen treffen. Daneben knicken Papiere des Stahlkonzerns United States Steel nach schwachen Ergebnissen um 7,5 Prozent ein.
Unternehmensmeldungen:
Der amerikanische Mischkonzern 3M Co. (ISIN US88579Y1010/ WKN 851745) teilte heute mit, dass sein Gewinn im vierten Quartal zurückgegangen ist, was mit einem Einmalertrag im Vorjahr aus dem Verkauf eines Geschäftsbereichs zusammenhängt. Die Jahresprognose 2008 wurde indes bekräftigt. Ohne Sondereffekte hat der Konzern außerdem mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Umsatz kletterte unerwartet deutlich um 7 Prozent.
Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical Co. (ISIN US2605431038/ WKN 850917) meldete heute, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 52 Prozent gesunken ist, was mit Restrukturierungskosten und gestiegenen Material- und Energiekosten zusammenhängt. Der bereinigte Gewinn konnte jedoch die Erwartungen schlagen. Der Umsatz nahm um 16 Prozent zu.
Der amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly and Co. (ISIN US5324571083/ WKN 858560) gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im vierten Quartal drastisch gestiegen ist, was das Ergebnis von neuen Medikamenten und einer Sonderbelastung im Vorjahr ist. Die Jahresprognose wurde indes bestätigt. Das bereinigte Ergebnis lag leicht über den Prognosen der Analysten. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern mit einem EPS-Ergebnis von 3,80 bis 3,95 Dollar bzw. 3,85 bis 4,00 Dollar auf bereinigter Basis. Analysten prognostizieren hier aktuell einen Gewinn pro Aktie von 3,88 Dollar.
Der Technologiekonzern EMC Corp. (ISIN US2686481027/ WKN 872526) legte heute die Geschäftszahlen für das vierte Quartal vor. Demnach stieg der Konzernumsatz im Berichtszeitraum um 19 Prozent. Der Nettogewinn lag im Schlussquartal über den Schätzungen des Marktes. Für das laufende Fiskaljahr geht EMC dank der zuletzt deutlichen Erweiterung der Produktpalette in allen Segmenten von einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung aus.
Die amerikanische VMware Inc. (ISIN US9285634021/ WKN A0MYC8), eine Tochter des Technologiekonzerns EMC Corp. verzeichnete im vierten Quartal ein überraschend deutliches Ergebnisplus. Wie der Spezialist im Bereich der Virtualisierung am Montag nachbörslich mitteilte, stieg der Umsatz gleichzeitig um 80 Prozent. Analysten hatten hier allerdings mehr erwartet.
Der amerikanische Druckerhersteller Lexmark International Inc. (ISIN US5297711070/ WKN 898072) konnte im vierten Quartal trotz Restrukturierungsaufwendungen einen Ergebnisanstieg ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Nettogewinn im Berichtszeitraum um über 10 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Restrukturierungsaufwendungen verbesserte sich der Gewinn deutlich stärker als erwartet. Der Konzernumsatz verringerte sich hingegen leicht.
Die American Express Co. (ISIN US0258161092/ WKN 850226) gab am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2007 bekannt. Der US-Finanzkonzern konnte dabei einen 10-prozentigen Umsatzanstieg verbuchen und trotz eines Gewinnrückgangs die Erwartungen treffen. Bereits vor zwei Wochen hatte der Konzern die entsprechende Einmalbelastung angekündigt. Das Nettoergebnis sank um knapp 10 Prozent.
Der Stahlkonzern United States Steel Corp. (ISIN US9129091081/ WKN 529498) legte heute die Geschäftszahlen für das vierte Quartal vor. Demnach verbesserte sich der Gesamtumsatz im Vorjahresvergleich dank gestiegener Absatzpreise und höherer Produktauslieferungen um 20 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde ein deutlicher Rückgang ausgewiesen. Dabei resultiert der deutliche Ergebnisrückgang unter anderem aus Wertberichtigungen in Zusammenhang mit der Neubewertung von Inventarbeständen sowie Einmalaufwendungen aus Stellenstreichungen. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei deutlich verfehlt. (29.01.2008/ac/n/m)
| 08.08.2008 | 3M Company halten | Raiffeisen Centrobank AG | |
| 08.07.2008 | 3M Company neues Kursziel | UBS AG | |
| 28.04.2008 | 3M Company neutral | Credit Suisse Group | |
| 27.02.2008 | 3M Company charttechnische Analyse | JRC Capital Management Consultancy & Research GmbH | |
| 31.01.2008 | 3M Company Upgrade | Hillard Lyons |
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