Carnival 2 Aktie [WKN: 120100 / ISIN: PA1436583006]

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21.12.2006 15:58
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Wall Street: Leichte Kursgewinne, Nike und Rite Aid nach Zahlen im Blick

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-amerikanischen Börsen sind mit leichten Aufschlägen in den Handel gestartet. Vor Börsenbeginn stellte das Handelsministerium seine dritte und damit endgültige Schätzung zur Wirtschaftsentwicklung für das dritte Quartal 2006 vor und korrigierte dabei seine vorläufigen Angaben zum BIP-Wachstum nach unten. Demnach wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 2,0 Prozent, während vorläufig noch ein Anstieg um 2,2 Prozent ausgewiesen worden war. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen dagegen erwartungsgemäß. Im weiteren Verlauf stehen die Frühindikatoren sowie der Philadelphia Fed Index zur Veröffentlichung an.

Aktuell gewinnt der Dow Jones 0,08 Prozent und tendiert bei 12.474,44 Punkten, während es für den S&P 500 um 0,13 Prozent auf 1.425,35 Zähler aufwärts geht. Die Technologiebörse NASDAQ verbessert sich um 0,18 Prozent auf 2.431,87 Indexpunkte.

Papiere des Sportartikelherstellers Nike tendieren im morgendlichen Handel etwas schwächer. Der Konzern konnte seinen Gewinn im vergangenen Quartal stärker als erwartet steigern, allerdings profitierte Nike dabei auch von einer Vereinbarung mit den Steuerbehörden in den Niederlanden. Kursgewinne von rund 2 Prozent fahren indes Titel von Rite Aid ein. Die drittgrößte Drugstore-Kette in den USA konnte den Verlust im zweiten Quartal reduzieren und hat die Prognosen der Marktbeobachter geschlagen. Titel des Kreuzfahrtkonzerns Carnival liegen nach der Vorlage von Ergebnissen kaum verändert im Markt.

Weniger rund läuft es dagegen für Bed Bath & Beyond, die Aktie verliert momentan knapp 3 Prozent. Der Sanitärausrüster konnte Umsatz und Gewinn weiter steigern, allerdings hatten die Anleger im Vorfeld mit besseren Ergebnissen gerechnet. Leicht rote Vorzeichen prägen das Bild außerdem bei Ford. Einem Pressebericht zufolge geht der Konzern davon aus, im nächsten Jahr den zweiten Platz im US-Markt an Toyota zu verlieren. Daneben sorgen auch zahlreiche Analystenstimmen für Bewegung. So verteuern sich Anteilsscheine von Best Buy nach einer Aufstufung durch Credit Suisse um 2,5 Prozent und Papiere von Circuit City nach einer Hochstufung durch JP Morgan um 2,3 Prozent. Dagegen leiden MasterCard unter einer Abstufung durch HSBC Securities und fallen um rund 2 Prozent zurück.

Die Carnival Corp. & plc (ISIN PA1436583006/ WKN 120100), der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern, meldete am Donnerstag, dass ihr Gewinn im vierten Quartal aufgrund höherer Umsätze gestiegen ist. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 416 Mio. Dollar bzw. 51 Cents pro Aktie, nach 336 Mio. Dollar bzw. 41 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz verbesserte sich im Berichtszeitraum um 9,2 Prozent auf 2,81 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 47 Cents pro Aktie bei einem Umsatz von 2,79 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie EPS-Ergebnis von 37 Cents bei Erlösen von 2,68 Mrd. Dollar in Aussicht, während das Unternehmen einen Gewinn pro Aktie von 33 bis 35 Cents erwartet.

Die Rite Aid Corp. (ISIN US7677541044/ WKN 857022), die drittgrößte Drugstore-Kette in den USA, konnte den Verlust im zweiten Quartal reduzieren. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum bei 4,32 Mrd. Dollar, nach 4,15 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn wurde auf 1,1 Mio. Dollar beziffert, wobei man beim Ergebnis je Aktie aufgrund von Dividendenzahlungen einen Verlust von 1 Cent ausweisen musste. Im Vorjahreszeitraum lag der Nettoverlust bei -5,2 Mio. Dollar bzw. -2 Cents je Anteilsschein. Analysten hatten im Vorfeld einen Verlust von 2 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 4,27 Mrd. Dollar erwartet. Für das laufende Quartal liegen die Analystenschätzungen bei einem Gewinn von 2 Cents je Anteilsschein sowie einem Umsatz von 4,62 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr bestätigte Rite Aid seine Prognose und erwartet weiterhin ein Ergebnis im Bereich von -7 Cents je Aktie und einem Gewinn von 2 Cents je Anteilsschein. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Break-Even je Aktie sowie einen Umsatz von 17,54 Mrd. Dollar.

Die Nike Inc. (ISIN US6541061031/ WKN 866993) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2006/07 veröffentlicht. Dabei konnte der US-Sportartikelhersteller Umsatz und Gewinn steigern. Das Nettoergebnis belief sich demnach auf 325,6 Mio. Dollar bzw. 1,28 Dollar je Aktie, nach 301,1 Mio. Dollar bzw. 1,14 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Aus einer Vereinbarung mit den Steuerbehörden in den Niederlanden erhöht sich das aktuelle EPS um 13 Cents je Aktie enthalten. Die Analystenerwartungen beliefen sich im Vorfeld auf 1,12 Dollar je Aktie. Die Umsatzerlöse stiegen im vergangenen Quartal von 3,47 Mrd. Dollar auf nun 3,82 Mrd. Dollar. Im Vorfeld hatten die Analysten die Umsätze bei 3,76 Mrd. Dollar gesehen. Für das derzeit laufende dritte Fiskalquartal 2006/07 erwarten die Analysten ein EPS von 1,41 Dollar bei Umsatzerlösen von 3,88 Mrd. Dollar.

Die Bed Bath & Beyond Inc. (ISIN US0758961009/ WKN 884304) hat am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Fiskalquartal 2006/07 vorgelegt. Dabei konnte der US-Sanitärausrüster Umsatz und Gewinn weiter steigern. Das Nettoergebnis belief sich demnach im vergangenen Quartal auf 142,4 Mio. Dollar bzw. 50 Cents je Aktie, nach 134,6 Mio. Dollar bzw. 45 Cents je Aktie im Vorjahr. Analysten hatten im Vorfeld ebenfalls ein EPS von 52 Cents erwartet. Die Umsatzerlöse konnten im letzten Quartal um 12 Prozent auf 1,62 Mrd. Dollar gesteigert werden. Die durchschnittliche Analystenerwartung hatte im Vorfeld bei 1,63 Mrd. Dollar gelegen. Analysten erwarten für das laufende vierte Fiskalquartal 2006/07 ein durchschnittliches EPS von 79 Cents und Umsatzerlöse von 1,94 Mrd. Dollar.

Das amerikanische Brokerage-Unternehmen A.G. Edwards Inc. (ISIN US2817601089/ WKN 868100) meldete heute, dass es seinen Gewinn im dritten Quartal um 50 Prozent steigern konnte, was mit erhöhten Kundenvermögen zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 78 Mio. Dollar bzw. 1,03 Dollar pro Aktie, nach 52 Mio. Dollar bzw. 67 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 91 Cents pro Aktie. Die Umsätze kletterten von 674 Mio. Dollar auf 768 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 91 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 741,7 Mio. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 1,00 Dollar und Erlöse von 769 Mio. Dollar in Aussicht.

Der amerikanische Rüstungskonzern Raytheon Co. (ISIN US7551115071/ WKN 785159) steht Presseangaben zufolge kurz vor dem Verkauf seiner Flugzeugproduktions-Sparte an die kanadische Buy-Out-Gesellschaft Onex Corp. (ISIN CA68272K1030/ WKN 873080) und GS Capital Partners, eine Sparte der US-Investmentbank Goldman Sachs Group Inc. (ISIN US38141G1040/ WKN 920332), für 3,3 Mrd. Dollar. Wie das "Wall Street Journal" heute in seiner Online-Ausgabe berichtet, werden Einzelheiten der finanziellen Vereinbarungen bei der Veräußerung der Raytheon Aircraft Co. noch ausgehandelt, jedoch werden Onex und GS Capital gemeinsam voraussichtlich knapp unter 50 Prozent der Anteile des Unternehmens halten. Die restlichen Anteile würden Manager von Raytheon Aircraft besitzen. Der Raytheon-Konzern hat Raytheon Aircraft im Juli 2006 zum Verkauf gestellt. Die Sparte, die Business Jets der Marken Beechcraft und Hawker sowie militärische Trainingsmaschinen produziert, erwirtschaftete im letzten Jahr einen Umsatz von 2,9 Mrd. Dollar. Sie konkurriert unmittelbar mit der Gulfstream-Sparte der General Dynamics Corp. (ISIN US3695501086/ WKN 851143), der Cessna-Sparte der Textron Inc. (ISIN US8832031012/ WKN 852659) und der Learjet-Sparte der kanadischen Bombardier Inc. (ISIN CA0977512007/ WKN 866671).

Die amerikanische Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA, geht Presseangaben zufolge davon aus, im nächsten Jahr von der japanischen Toyota Motor Corp. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510) als schärfster Konkurrent der General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) abgelöst zu werden. Wie die "New York Times" heute in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf interne Prognosen berichtet, könnte der Ford-Konzern bereits im Januar auf den dritten Platz im US-Automobilmarkt verwiesen werden. Der angeschlagene Hersteller, der sich momentan im Rahmen seines Turnaround-Plans "The Way Forward" restrukturiert, habe bereits im September dieses Jahres prognostiziert, dass sich sein Marktanteil in den USA innerhalb von zwei Jahren auf 14 bis 15 Prozent reduzieren werde, womit man kleiner wäre als Toyota heute. Im November 2006 ist Ford nach einem fast 10-prozentigen Rückgang beim US-Fahrzeugabsatz erstmals auf Rang vier im weltgrößten Automobilmarkt abgerutscht. Demnach lag Ford im letzten Monat mit einem Marktanteil von 14,8 Prozent hinter GM (24,6 Prozent), Toyota (16,5 Prozent) und DaimlerChrysler (15,6 Prozent). (21.12.2006/ac/n/m)

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