08.11.2007 15:56
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Wall Street: Leichte Verluste, Ford auf der Überholspur, Cisco Systems unter Druck

New York (aktiencheck.de AG) - Nach dem gestrigen Kursrutsch hat sich die Lage an der Wall Street etwas beruhigt. Der Dow Jones verliert kurz nach der Eröffnungsglocke 0,11 Prozent und notiert bei 13.285,55 Indexpunkten. Der S&P 500 gibt 0,03 Prozent auf 1.475,19 Zähler ab. Der NASDAQ Composite verbucht ein recht deutliches Minus von 0,73 Prozent auf 2.728,75 Punkte. Wie das Arbeitsministerium vor Handelbeginn mitteilte, fiel die Zahl der Erstanträge in der Vorwoche überraschend deutlich um 13.000 auf 317.000.

Die Aktie von Ford gewinnt im frühen Handel 3,5 Prozent. Der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA konnte seinen Verlust im abgelaufenen Quartal drastisch verringern und hat die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Im Technologiesektor knicken indes Papiere von Cisco Systems um 6 Prozent ein. Der Technologiekonzern trumpfte am Vorabend zwar mit unerwartet starken Quartalszahlen auf, jedoch sind die Anleger zunehmend skeptisch, ob das hohe Wachstum angesichts der Kreditkrise in den USA auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann.

Der weltgrößte Versicherungskonzern AIG hat im letzten Quartal einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen müssen und die Prognosen klar verfehlt. Mit einem Abschlag von 2 Prozent hält sich der Titel aber recht stabil. Anteilsscheine von Charter Communications befinden sich indes im freien Fall und knicken um rund 25 Prozent ein. Der Kabelnetzbetreiber und Telefonanbieter ist im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Titel des Radiostationen-Betreibers Clear Channel gewinnen hingegen nach erfreulichen Quartalsergebnissen über 1 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Der amerikanische Technologiekonzern Cisco Systems Inc. (ISIN US17275R1023/ WKN 878841) gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen zum ersten Fiskalquartal bekannt. Dabei konnte der größte Netzwerkausrüster in den USA seinen Umsatz und Gewinn abermals deutlich ausweiten und die Erwartungen erneut übertreffen. Der Nettogewinn stieg den Angaben zufolge um 37 Prozent. Die Umsatzerlöse verbesserten sich um knapp 17 Prozent.

Die Ford Motor Co. (ISIN US3453708600/ WKN 502391), der zweitgrößte Automobilhersteller in den USA, meldete heute, dass sie ihren Verlust im dritten Quartal drastisch verringern konnte, was auf Kostensenkungsmaßnahmen und höhere Margen beim Fahrzeugverkauf zurückzuführen ist. Zudem erwartet man einen baldigen Verkauf von Jaguar und Land Rover. Vor Einmaleffekten wurde ein leichter Verlust aus dem laufenden Geschäft ausgewiesen, außerdem konnten die Schätzungen übertroffen werden. Der Gesamtumsatz nahm überraschend zu.

Der weltgrößte Versicherungskonzern American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073/ WKN 859520) meldete am Mittwoch nach US-Börsenschluss, dass sein Gewinn im dritten Quartal um 27 Prozent gesunken ist, was mit Verlusten im Investment-Portfolio, im Credit-Swap-Portfolio und im Hypothekenversicherungsgeschäft von AIG zusammenhängt. Der bereinigte Gewinn je Aktie war entgegen den Erwartungen rückläufig. Der Umsatz nahm weniger stark als erwartet zu.

Die Clear Channel Communications Inc. (ISIN US1845021021/ WKN 873046), der größte Betreiber von Radiostationen in den USA, verbuchte im dritten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern am Donnerstag erklärte, konnte auch der Gesamtumsatz gesteigert werden. Ohne die Berücksichtigung der nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten kletterte der Gewinn je Aktie deutlich stärker als erwartet. Im September hatten die Anteilseigner von Clear Channel Communications das Übernahmeangebot in Höhe von fast 20 Mrd. Dollar, das von den Finanzinvestoren Thomas H. Lee Partners und Bain Capital Partners unterbreitet wurde, gebilligt.

Der amerikanische Kabelnetzbetreiber und Telefonanbieter Charter Communications Inc. (ISIN US16117M1071/ WKN 929140) musste im dritten Quartal einen höheren Verlust ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, war der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum ebenfalls rückläufig. Der Verlust aus dem fortgeführten Geschäft lag deutlich über den Schätzungen.

Der US-Baukonzern Toll Brothers Inc. (ISIN US8894781033/ WKN 871450) meldete heute, dass sein Umsatz im vierten Quartal um 36 Prozent gesunken ist, was mit einer sich ausweiteten Krise im US-Häusermarkt zusammenhängt. Der Auftragsbestand lag zum 31. Oktober 2007 um 36 Prozent unter dem Vorjahresniveau. (08.11.2007/ac/n/m)

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