United Parcel Service Aktie [WKN: 929198 / ISIN: US9113121068]

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24.06.2008 16:08
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Wall Street: Leichte Verluste, UPS nach Gewinnwarnung unter Druck, Kroger und Eastman Kodak im Aufwind

New York (aktiencheck.de AG) - Die Lage an den US-amerikanischen Börsen ist nach wie vor angespannt. Kurz nach Handelsstart verliert der Dow Jones Industrial Average 0,43 Prozent auf 11.790,90 Indexpunkte. Gleichzeitig fällt der S&P 500 um 0,53 Prozent zurück auf 1.310,95 Zähler. Der NASDAQ Composite liegt mit 0,57 Prozent im Minus bei 2.372,08 Punkten. Ein Belastungsfaktor ist nach wie vor der hohe Ölpreis. Außerdem erwarten die Anleger gespannt die morgige Zinsentscheidung der Fed. In Kürze stehen zudem Daten zum Verbrauchervertrauen zur Veröffentlichung an.

Mit Kursverlusten von rund 4,5 Prozent reagiert die Aktie von UPS auf die jüngste Gewinnwarnung. Der Logistikkonzern hat seinen Ausblick für das zweite Quartal angesichts der hohen Treibstoffkosten und der schwächelnden US-Konjunktur am Vorabend zurückgeschraubt.

Kroger legen dagegen über 6 Prozent zu. Wie der größte Lebensmittelhändler in den USA heute erklärte, konnte er Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Quartal steigern. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei übertroffen. Außerdem wurde der Ausblick leicht angehoben. Daneben profitieren Reliance Steel von einem deutlich erhöhten Ausblick, aktuell zieht der Wert um 5 Prozent an. Eastman Kodak springen um rund 13 Prozent, nachdem der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1 Mrd. Dollar angekündigt hat.

Anteilsscheine von Dow Chemical verlieren indes 1 Prozent. Der größte US-Chemiekonzern hat heute angesichts der angespannten Situation auf den internationalen Rohstoffmärkten Preiserhöhungen und weitere Maßnahmen angekündigt. Der Börsenbetreiber NYSE Euronext gab den Einstieg beim Doha Securities Market bekannt. Der Titel reagiert aber kaum auf die Meldung.

Unternehmensmeldungen:

Der amerikanische Logistikkonzern United Parcel Service (UPS) (ISIN US9113121068/ WKN 929198) veröffentlichte am Montag eine Gewinnwarnung für das zweite Quartal und verwies dabei auf hohe Treibstoffkosten und die schwächelnde US-Konjunktur. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem Ergebnis von 83 bis 88 Cents pro Aktie, nach ursprünglich erwarteten 0,97 bis 1,04 Dollar pro Aktie. Analysten gehen für das zweite Quartal derzeit von einem Gewinn von 97 Cents pro Aktie aus.

Die Kroger Co. (ISIN US5010441013/ WKN 851544), der größte Lebensmittelhändler in den USA, legte heute die Zahlen für das erste Quartal vor. Demnach verbesserten sich die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,5 Prozent. Der Nettogewinn konnte dabei stärker als erwartet gesteigert werden. Wesentlichen Anteil an der Ergebnisverbesserung hatten vor allem die verstärkte Einführung von Sonderangeboten sowie Zuwächse in neuen Geschäftssegmenten wie etwa Generika. Für das Gesamtjahr erwartet Kroger nunmehr ein EPS von 1,85 bis 1,90 Dollar, nachdem man zuvor von einem EPS im Bereich von 1,83 bis 1,90 Dollar in Aussicht gestellt hatte. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 1,90 Dollar sowie einem Umsatz von 74,85 Mrd. Dollar aus.

Der US-Fotokonzern Eastman Kodak Co. (ISIN US2774611097/ WKN 850937) gab heute bekannt, dass sein Board ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 1 Mrd. Dollar genehmigt hat. Den Angaben zufolge würde ein Rückkauf von eigenen Aktien in diesem Volumen zu derzeitigen Kursen rund 25 Prozent aller sich in Umlauf befindlichen Aktien entsprechen. Der Rückkauf kann bis Ende 2009 erfolgen.

Die Bayer AG (ISIN DE0005752000/ WKN 575200) hat mit dem amerikanischen Konkurrenten Barr Pharmaceuticals Inc. (ISIN US0683061099/ WKN 873170) eine Liefer- und Lizenzvereinbarungen für die Medikamente Yasmin und YAZ in den USA unterzeichnet. Demnach wird Bayer den US-Generikahersteller Barr spätestens ab dem 1. Juli 2008 mit einer generischen Version seines oralen Verhütungsmittels Yasmin beliefern, die Barr ausschließlich in den USA vermarkten wird. Im Gegenzug erhält Bayer für die Produktlieferung einen feststehenden Prozent-Anteil an den hiermit von Barr erzielten Umsätzen. Außerdem wurde vereinbart, dass Bayer Barr die Lizenz erteilt, ab dem 1. Juli 2011 in den USA eine generische Version von YAZ vermarkten zu können. Sollte Bayer die Schutzrechte für YAZ in den USA durch Gerichtsentscheid nach Patentklagen gegen andere Unternehmen verlieren, würde Barr bereits ab diesem Zeitpunkt mit der Vermarktung von generischem YAZ in den USA beginnen. Bayer erhält festgelegte Prozent-Anteile an den hiermit von Barr erzielten Umsätzen.

Der transatlantische Börsenbetreiber NYSE Euronext Inc. (ISIN US6294911010/ WKN A0MLCE) gab heute bekannt, dass er sich für 250 Mio. Dollar in bar mit 25 Prozent am Doha Securities Market beteiligen wird. Der Schritt erfolgt den Angaben zufolge im Rahmen einer umfassenden strategischen Partnerschaft. Der Staat Katar wird über die Qatar Investment Authority mit 75 Prozent am Doha Securities Market beteiligt bleiben.

Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical Co. (ISIN US2605431038/ WKN 850917) hat heute angesichts der angespannten Situation auf den internationalen Rohstoffmärkten weitere Preiserhöhungen angekündigt. Demnach sollen die Absatzpreise für einzelne Produkte ab Juli dieses Jahres um bis zu 25 Prozent angehoben werden, nachdem der Konzern Ende Mai bereits Preiserhöhungen in Höhe von bis zu 20 Prozent angekündigt hatte. Auf die deutlich höheren Öl- und Spritpreise reagiert Dow Chemical mit der Einführung einer Transportkostenpauschale für Kunden im Bereich chemische Produkte in Nordamerika. Im weiteren Verlauf will der Konzern die Einführung einer Transportkostenpauschale auch in anderen Regionen in Erwägung ziehen. In Zusammenhang mit der weiterhin schwachen Nachfrageentwicklung auf dem US-Absatzmarkt für Automobile plant der Konzern außerdem eine Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen und Produktionskürzungen bei seiner Automotive-Sparte in Nordamerika. Um die Margensituation weiter verbessern zu können, will Dow Chemical außerdem Produktionskapazitäten in einzelnen Geschäftsbereichen weiter zurückfahren.

Die amerikanische Reliance Steel & Aluminum Co. (ISIN US7595091023/ WKN 892629) gab heute bekannt, dass sie ihre Ergebnisprognose für das zweite Quartal nach oben korrigiert hat. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem Gewinn von 2,00 bis 2,10 Dollar pro Aktie, was einer Erhöhung um rund 30 Prozent zur bisherigen Planung entspricht. Analysten stellen hier ein EPS-Ergebnis von 1,64 Dollar in Aussicht. Zur Begründung für die erhöhte Prognose verwies CEO David Hannah auf die Preise für Karbonstahlprodukte, die sich stärker und schneller als erwartet erhöht hätten, sowie auf die überplanmäßig verlaufene Verbesserung der Bruttogewinnmargen. (24.06.2008/ac/n/m)

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